100 Taler

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    • Hey Leute,


      ich habe morgen eine mündliche Philoprüfung bzw. eine Präsentationsprüfung (wurde frisch eingeführt).



      Es geht um das Thema Gottesbeweise und ich soll unter anderem den ontologischen durch Kant widerlegen. Doch bin ich mir an einer Stelle unsicher, wie GENAU ich sie verstehen soll:



      100 wirkliche Taler enthielten nicht das mindeste mehr als 100 gedachte/mögliche, da das Sein keine Eigenschaft sei, die einem Subjekt hinzukäme und es größer mache.



      Doch Kant schreibt selbst, "im Vermögenszustande" seien 100 Taler mehr.



      Ich bin leicht Verwirrt. Gilt dieses Argument deshalb, weil der ontologische Gottesbeweis sich innerhalb des Verstandes abspielt und das Sein innerhalb des Verstandes nichts hinzugibt?



      Oder ist das mit dem Vermögen noch einmal etwas ganz spezielles, nach dem Motto: Wenn mir etwas gehört, ist es für mich mehr. Das ließe sich natürlich nicht auf Gott übertragen, da er niemandem gehört. Das wäre dann für mich schlüssig. Doch ist das die Essenz?



      Danke im Voraus!





      Liebe Grüße



      Der Gedankenleser
    • Hallo Gedankenleser,
      der ontologische Gegenbeweis von Kant ist eigentlich recht simpel und einfach zu erklären. :P
      1. Die Existenz ist keine Eigenschaft. D.H. wir können uns 100 € vorstellen und Ihnen alle Eigenschaften geben, unabhängig ob Sie existieren od. nicht.
      2. ERGO der Begriff hat noch lange nichts mit der EXISTENZ zu tun.
      3. D.H. Gott existiert als bloßer Begriff und der daraus resultierenden Vorstellung in unseren Gedanken. - Aber dieser Begriff liefert kein Beweis für die Existenz. ;)
      (http://www.franzschaaf.wordpress.com)

      Die vindizierte Überlegenheit der Aufklärer
      über die noch Aufzuklärenden
      ist theoretisch unvermeidlich,
      aber zugleich fiktiv
      und der Selbstkorrektur bedürftig:
      in einem Aufklärungsprozeß gibt es nur Beteiligte.
    • P.S: Mit Vermögenszustand meint er, dass wir die Taler in diesem Fall tatsächlich wiegen und zählen können, weil Sie neben unseren
      Gedanken materiell existieren. Von Gott bleibt uns nur eine Vorstellung. :finger:
      d.h. wäre die Formel: g=Gedanke M=Münze G=Gott
      gM=M

      bei Gott:
      gG=gG
      (http://www.franzschaaf.wordpress.com)

      Die vindizierte Überlegenheit der Aufklärer
      über die noch Aufzuklärenden
      ist theoretisch unvermeidlich,
      aber zugleich fiktiv
      und der Selbstkorrektur bedürftig:
      in einem Aufklärungsprozeß gibt es nur Beteiligte.