Das Problem mit der Unsterblichkeit

    • Tobias-manuel schrieb:

      Riha schrieb:

      Und sie können- um auf das Thema zurückzukommen-auch nicht denken,dass sie eines Tages sterben müssen.

      Jetzt setzt der Wunsch nach ewigem Leben aber ja das Bewusstsein über den Tod vorraus...und nach diesem Wunsch wurde ja gefragt...da betrifft die Frage die Tierwelt doch überhaupt nicht, oder irre ich mich da?
      Da irrst du dich nicht. Aber das Thema lautet : "Das Problem mit der Unsteblchkeit" -und dieses Problem haben Tiere nicht.
    • Riha schrieb:

      Da irrst du dich nicht. Aber das Thema lautet : "Das Problem mit der Unsterblichkeit" - und dieses Problem haben Tiere nicht.

      (Eigentlich muss es heißen: "...haben andere Tiere nicht." Der Mensch ist ein Tier.)


      Zu deiner Behauptung, (andere) Tiere hätten das Problem mit der Sterblichkeit/Unsterblichkeit nicht: Woher willst du das denn wissen...?
    • Watt schrieb:

      Riha schrieb:

      Da irrst du dich nicht. Aber das Thema lautet : "Das Problem mit der Unsterblichkeit" - und dieses Problem haben Tiere nicht.

      (Eigentlich muss es heißen: "...haben andere Tiere nicht." Der Mensch ist ein Tier.)


      Zu deiner Behauptung, (andere) Tiere hätten das Problem mit der Sterblichkeit/Unsterblichkeit nicht: Woher willst du das denn wissen...?

      Ob man den Menschen zu den Tieren zählen will,ist Definitionssache. Aus biologischer Sicht ist er ein Tier, aber unter philosophischem Aspekt eher nicht

      Bei den meisten,vor allem niederen, Tieren sprechen Untersuchungen am tierischen Gehirn und des Verhaltens für die Vermutung,dass diese Tiere nicht vorausschauend denken können und damit auch kein Problem mit der Sterblichkeit haben können.

      Bei höheren Tieren, wie z.b. Schimpansen , konnte man über das beobachtete Verhalten planendes Denken schlussfolgern. (s. Köhlers Affe und die Banane) Ob dieser Affe sich aber auch mit dem Problem der Sterblichkeit herumplagt? Vielleicht.
    • Riha schrieb:

      Ob man den Menschen zu den Tieren zählen will,ist Definitionssache.

      Das ist m.E. keine Definitionssache, sondern eine Frage der (philosophischen) Aufrichtigkeit.



      Riha schrieb:

      Aus biologischer Sicht ist er ein Tier, aber unter philosophischem Aspekt eher nicht

      Wahrscheinlich meinst du "unter reigiösem Aspekt", denn ich habe diese Information, dass der Mensch ein Tier ist, aus der Philosophie (Nietzsche).




      Riha schrieb:

      Bei den meisten,vor allem niederen, Tieren sprechen Untersuchungen am tierischen Gehirn und des Verhaltens für die Vermutung,dass diese Tiere nicht vorausschauend denken können und damit auch kein Problem mit der Sterblichkeit haben können.



      Bei höheren Tieren, wie z.b. Schimpansen , konnte man über das beobachtete Verhalten planendes Denken schlussfolgern. (s. Köhlers Affe und die Banane) Ob dieser Affe sich aber auch mit dem Problem der Sterblichkeit herumplagt? Vielleicht.

      Da müssten schon Fakten her in Form von aussagekräftigen Zitaten bspw. aus der Ethologie oder ähnlichem. Ansonsten bleiben das Mutmaßungen.

      Und selbst dann...

      Ich glaube, dass uns in weitem Maße der Zugang zur Organisationsform anderer Tierarten verwehrt ist aufgrund der Immanenz bzgl. unseres eigenen Daseins (Anthropozentrik).




    • Zitat von »Riha«





      Ob man den Menschen zu den Tieren zählen will,ist Definitionssache.

      Das ist m.E. keine Definitionssache, sondern eine Frage der (philosophischen) Aufrichtigkeit.



      Aufrichtigkeit ist Definitions Sache (Philosophe ist nicht gleich Philosophie! Das sollte meines Erachtens allen Beteiligten verständlich sein, da Philosophie sonst ein Gesetz wäre und keine selbstentwickelnde Debatte. Aber ich möchte hier auch garkeine Disskusion über Philosophie selbst vom Zaun reißen).

      Auserdem bezog sich meine Frage weder auf Probleme tierischer Natur noch auf die Wirtschaft.

      Stoppen des Alterungsprozesses ist die Unsterblichkeit von der ich sprach... ich möchte zumindestens in den Randbedingungen wissenschaftlich bleiben. Eine tatsächliche Unsterblichkeit ist selbstredend paradox.
      Ein gestoppter Alterungprzess ermöglichkeit natürlich noch die Option eines absichtlichen Ablebens.

      Lg
    • Watt schrieb:

      Riha schrieb:

      Ob man den Menschen zu den Tieren zählen will,ist Definitionssache.

      Das ist m.E. keine Definitionssache, sondern eine Frage der (philosophischen) Aufrichtigkeit.



      Riha schrieb:

      Aus biologischer Sicht ist er ein Tier, aber unter philosophischem Aspekt eher nicht

      Wahrscheinlich meinst du "unter reigiösem Aspekt", denn ich habe diese Information, dass der Mensch ein Tier ist, aus der Philosophie (Nietzsche).





      Wikipedia:"Aus Sicht der Zoologen ist auch der Mensch ein Tier. Jedoch umfasst umgangssprachlich (in fast allen Sprachen) und in der Philosophie der Begriff Tier nicht den Menschen, sondern wird oft als explizites Antonym verwendet
    • [Easy] schrieb:


      Ein gestoppter Alterungprzess ermöglichkeit natürlich noch die Option eines absichtlichen Ablebens.




      Hier liegt ein schwerwiegendes und sehr heikles Problem: Schon heute gibt es viele sehr alte Leute, bei denen es fraglich ist, ob diese Leben noch ein Mindestmaß an Sinn und Freude hat. Selbstverständlich spielt hier die subjektive einschätzung der einzelenen betrffenden Person die entscheidende Rolle und niemanden sollte man einreden,dass sein Leben keinen Sinn mehr hat. Ich frage mich aber ,ob nicht in manchen Fällen der nackte Selbsterhaltungtrieb an einem Leben festzuhalten, dass eigentlich nur noch in leidvollen Dahinvegetieren besteht und aus Sicht eines gesunden Außenstehenden keinen Sinn mehr hat.

      Nun zur "Unsterblichkeit":Angenommen ,es gäbe die Möglichkeit ,den Alterungsprozess zu stoppen ,so glaube ich, dass die meisten Menschen auf Grund ihres Selbsterhaltungstriebes von der Option des absichtlichen Ablebens nicht Gebrauch machen können; vielleicht nur dann ,wenn die Qual der Wiederholung so groß wird,das sie es nicht mehr aushlaten können. So wäre die einzige Alternative zum ewigen Leben der Suizid, eine grausige Perspektive. Vielleicht ist es am besten ,man lässt alles so wie es ist. :)
    • Riha schrieb:

      Jedoch umfasst umgangssprachlich (in fast allen Sprachen) und in der Philosophie der Begriff Tier nicht den Menschen, sondern wird oft als explizites Antonym verwendet

      Wäre eine Schande für die Philosophie.

      Ich weiß, dass an diesem Dogma (antonyme Verwendung) sogar noch in unserer Zeit festgehalten wird. Aber das Dogma ist falsch: Der Mensch ist ein Tier. Daran besteht gar kein Zweifel. Wir werden doch nicht hinter Darwin zurückfallen wollen.

      Sorry für das Off-Topic, [Easy].
    • Ich hoffe ehrlich gesagt, dass es niemals etwas gibt, was unsterblich ist, da sich alles verändert, es aber eine Konstante gibt, die ewig ist. Das Problem an der Unsterblichkeit ist, dass der Anstieg der Altersfunktion NULL sein muss, da ja noch so eine geringere Alterung, ob rückwärts oder nach vorne in einer unendlichen Zeit der Körper altert. Das ist das erste Problem -> Zellen können nicht altern. Das, woraus der Mensch besteht kann nicht sterben, der Mensch bleibt automatisch. Irgendwann kann der Mensch keine Synapsen mehr bilden, weil das Gehirn schon sämtlichen Speicher verbraucht, auch wenn dies lange dauern kann. Ist es an diesem Punkt interessant, wie das Gehirn reagiert, wenn der Speicher voll ist. Das finde ich einen spannenden Aspekt an der Unsterblichkeit. Ich glaube das Problem der Überbevölkerung besteht nicht, da einem biologisch unsterblichen Menschen auszeichnet, dass er getötet werden kann, da ja die eigentlichen Eigenschaften des Menschen (Zerrbrechlichkeit) beibehaltet werden sollten, da man ja sonst nicht mehr ein Mensch ist.
      Würdet ihr euch unsterblich machen lassen? Wenn ja/nein warum/nicht?



      Unsterblichkeit (Unabhängigkeit von der Zeit) ist sofern eine Macht, da man selbst entscheiden kann, wann man sterben will. Und durch die Anhäufen von immer mehr Wissen wird auch der letzte Unsterbliche irgendwann sich selbst aus dem Leben nehmen. In Bezug auf eine Sache ist man also sein eigener Gott! Da man im Alter (zeitlich nicht geistlich oder körperlich) entscheiden kann, ob man weiter lebt oder sich ein Ende setzt! Das Problem ist nur, wann man ermordet wird (Genickbruch, Hals durchtrennt, o.Ä.) dann war man nicht sein eigener Gott und war doch nur ein normaler Mensch, der nicht gealtert ist ab einem bestimmten Zeitpunkt, wahrscheinlich Unmengen an Erfahrungen hat.
    • [Easy] schrieb:

      Zur Unsterblichkeit aus moralischer-ethischer Sicht

      Mich interessiert was ihr darüber denkt, und zwar in folgender Situation:

      Jeder Mensch könnte sich Unsterblichkeit aneignen, weil bspw. ein Professor die Unsterblichkeit in 3 Dragees erfunden hat. Dabei muss man natürlich die Gesichtspunkte der Überbevölkerung und ob Unsterblichkeit überhaupt eine Macht ist der sich ein Mensch bemächtigen sollte, beachten.
      Würdet ihr euch unsterblich machen lassen? Wenn ja/nein warum/nicht?
      ich bin unsterblich, weil ich nie tod sein werde, da ich mich für das leben entschieden habe.
      Du bist der Herr des ungesprochenen Wortes und das gesprochene Wort ist Herr über Dich.
    • Hybrisophobia schrieb:


      Ich glaube das Problem der Überbevölkerung besteht nicht, da einem biologisch unsterblichen Menschen auszeichnet, dass er getötet werden kann, da ja die eigentlichen Eigenschaften des Menschen (Zerrbrechlichkeit) beibehaltet werden sollten, da man ja sonst nicht mehr ein Mensch ist.

      Nur weil man den körperlichen Verfall durch Alterung abschafft wäre man kaum näher bei einer Unsterblichkeit als heute.
      Unfälle, Naturkatastrophen, Unterversorgung zB. Hunger, Gewalttaten, Krankheiten ... es gibt zahlreiche Möglichkeiten zu Sterben auch wenn man den Tod durch "Altersschwäche" beseitigt und die altersbedingte Schwächung der Organe und Widerstandskräfte verhindert.
      Tatsächlich würde es wohl so aussehen das viele Menschen trotz Alterungsstopp kaum oder gar nicht länger Leben würden als ohne.
      Es würde wahrscheinlich auch welche geben die länger Leben würden. Vielleicht sogar 200 Jahre oder noch älter werden würden.
      Aber dabei von Unsterblichkeit zu reden ist wohl stark übertrieben.
      Der Verfall durch Alterung ist nur ein kleiner Teil der menschlichen Zerbrechlichkeit.