Umfang einer Doktorarbeit

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    • Umfang einer Doktorarbeit

      Wie viele Seiten muss eigentlich eine Doktorarbeit mindestens umfassen. Ist das vielleicht Fachbereichsabhängig? Womit muss man da ungefähr rechnen? Ich frage, weil Von und Zu Gutenberg für seine Doktorbeit tatsächlcih 500 Seiten zusammengeklaut hat. Zugegeben, der hat sich schon echt Arbeit gemacht. Er hätte halt nur das Zitationsrecht einhalten sollen... Gruß Joachim Stiller Münster
    • Joachim Stiller schrieb:

      Er hätte halt nur das Zitationsrecht einhalten sollen...

      Nein, hätte er alle Zitate ausgewiesen, wäre seine Arbeit als wissenschaftliche Arbeit unbrauchbar gewesen, da weitgehend nur aus Zitaten bestehend.
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).
    • Es kommt weniger darauf an, wieviele Seiten dies sind (>50) , sondern was die Arbeit an Neuen für das Thema bereitstellt und wie hoch der Aufwand an Recherchen dafür war. Man muß - um das näher ausführen zu können - berücksichtigen, in welcher Disziplin die Dissertation erfolgt. Am einfachsten sind die Arbeiten der Mediziner, schwierig, weil ggf. mit Experimenten verbunden ist das bei den Physikern.
      Eine durchschnittliche Arbeit in den Geisteswissenscaften wird es auf 200 - 300 Seiten bringen. Wobei das Literaturverzeichnis schon mal 30 Seiten umfassen kann. Aber wichtig ist der eigenproduzierte Anteil der Arbeit.
    • Doktorarbeiten sind öffentlich. Viele werden online publiziert, z. B. im Heidelberger Dokumentenserver. Schau doch einfach selber nach.

      Entscheidend ist weniger die Seitenzahl, sondern der Inhalt. Wenn man z. B. die plagiierten Stellen bei Guttenberg entfernt, bleibt außer immer wieder vorkommendem Geschwätz vom "kairos" etc. wenig übrig. Übrigens hängt die Seitenzahl stark vom Fach ab. Ich habe aber selten Arbeiten mit weniger als 100 Seiten gesehen.
      Beim Brand der einzigen Bibliothek auf Melmac sind beide Bücher verbrannt. Und eines davon war noch nicht einmal fertig ausgemalt.

      ALF
    • Guttenplag-Ergebnis

      rob schrieb:

      Wenn man z. B. die plagiierten Stellen bei Guttenberg entfernt, bleibt außer immer wieder vorkommendem Geschwätz vom "kairos" etc. wenig übrig.

      Quelle:
      [IMG:http://img526.imageshack.us/img526/3151/guttenplagergebnis.jpg]
      Dateien
      "You can fool all the people some of the time and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time" (Abraham Lincoln). — "Der Mensch ist gut! Da gibt es nichts zu lachen! [...] Der Mensch ist gut. Da kann man gar nichts machen. Er hat das, wie man hört, vom lieben Gott" (Erich Kästner).
    • Die Arbeiten in der Medizin nehmen eine Sonderstellung ein, da sie quasi zum Standardabschluss geworden sind und vom Anspruch und Zeitaufwand idR nicht mit anderen Fächern gleichgeordnet werden können. Ich kenne zB. einen Mediziner, der drei Monate dran gearbeitet hat, was weniger Zeit ist, wie in anderen Fächern für eine Diplomarbeit vorgesehen ist. Ein Klassiker der kurzen Doktorarbeiten ist übrigens die Diss. von dem Spieltheoretiker John Nash mit 27 Seiten und ganzen 2 Literaturangaben. Weniger ist mehr!

      Grundsätzlich ist es so, dass die Promotionsordnungen (die kann man auf den Uni-Homepages einsehen) idR keine Umfangsvorgabe machen, was zählt ist, wie schon gesagt, die eigenständige, neue Forschungsleistung (selbige muss weder bedeutend, von Belang oder intessant sein, siehe den Dr. Med).

      Inhaltlich käme bei dir, Joachim, soweit mich meine Werkkenntnis mich nicht im Stich lässt, beispielsweise deine Revision der Einsteinschen Relativitätstheorie, deine Konzepte zur Lösung aller Wirtschaftsprobleme oder deine eigene Systemtheorie für eine Diss in Frage. Du brauchst lediglich einen Doktorvater, der die Arbeit betreut und eine Promotionsordnung, die Sonderregelungen aufgrund des fehlenden ersten Studienabschlusses. Da würde ich einfach mal Professoren anschreiben und ein Exposee des Arbeitsvorhabens mitschicken. Auch deine künstlerischen Arbeiten wären evtl geeigneter Gegenstand einer Promotion, zumal im künstlerischen Bereich bei nachweislicher künstlerischer Befähigung der erste Studienabschluss am wenigsten zwingend ist.

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