MEW 23, p. 331-530: Vierter Abschnitt - Die Produktion des relativen Mehrwerts

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    • MEW 23, p. 331-530: Vierter Abschnitt - Die Produktion des relativen Mehrwerts

      • zehntes Kapitel: Begriff des relativen Mehrwerts (p. 331)
      • elftes Kapitel: Kooperation (p. 341)
      • zwöftes Kapitel: Teilung der Arbeit und Manufaktur (p. 356)
      • dreizehntes Kapitel: Maschinerie und große Industrie (p. 391)
      Beim Brand der einzigen Bibliothek auf Melmac sind beide Bücher verbrannt. Und eines davon war noch nicht einmal fertig ausgemalt.

      ALF
    • Die Produktion des absoluten Mehrwerts

      Grundsätzlich scheint mir der ganze Abschnitt schlecht eingeteilt zu sein. Die 10 Seiten des 10. Kapitels gehören inhaltlich nicht zum dritten Abschnitt. Bleiben die Kapitel 11, 12 und 13 und man hätte den ganzen Abschnitt dann etwa "Die Entstehung des Kapitalismus aus der Entwicklung des Produktionskräfte" nennen können. Ich selber möchte aber gerade die Kapitel 11, 12 und 13 komplett abhaken bzw. unberücksichtigt lassen, und nur eben auf Kapitel 10 eingehen.

      "(DEN) Durch Verlängerung des Arbeitstages produzierten Mehrwert nenne ich absoluten Mehrwert; den Mehrwert dagegen, der aus Verkürzung der notwendigen Arbeitszeit und entsprechender Veränderung im Größenverhältnis der beiden Bestandteile des Arbeitstages entspringen - relativen Mehrwert." (S.334)

      Dem liegt das Missverständnis zugrunde, der Mehrwert würde durch "Arbeit" "produziert". Das ist aber gar nicht der Fall. Der Mehrwert wird vollkommen willkürlich aufgeschlagen und gerade "nicht" produziert. Deutlich wird das Missverständnis hier (S.331):

      "Wie kann nun die Produktion von Mehrwert vergrößert werden, d.h. die Mehrarbeit verlängert werden, ohne jede weitere Verlängerung oder unabhängig von jeder weiteren Verlängerung von ac?"

      Marx setzt also den Mehrwert mit der Mehrarbeit gleich. Das gaukelt ein objektives Maß für den Mehrwert vor. Ein solches Maß gibt es aber nicht. Der Mehrwert ist auf überhaupt keine Arbeit bezogen, sonden eine Variable, die rein willkürlich festgelegt wird. Es ist nicht anderes, als der Profit = Gewinn). Und dafür gibtr es ja eben "kein" Äquivalent. Aber dann kommt natürlich die Angebots-Nachfrage-Funktion von Adam Smith wieder ins Spiel, die Marx so schroff zu umgehen versucht. Um es einmal auf den Punkt zu bringen:

      Die Mehrwettheorie von Karl Marx ist falsch! Es tut mir wirklich leid, das so sagen zu müssen.

      Der Begriff des Mehrwerts an sich ist unbrauchbar und muss durch die Begriffe Profit und Gewinn ersetzt werden. Aber dann ist man natürlich wieder bei Adam Smith. Das wurde mir übrigens in meiner Jugend immer shcon gesagt, dass die Mehrwerttheorie flasch sein. Ich wollte das nie glauben, weil ich Mehrwert immer mit Profit in Eins gesehen habe. Und dass die Unternehmer Profit machen, war mir vollkommen klar. Die Kritiker meiner Jugend hatten aber letztendlich Recht. Ich muss das leider so deutlich zugeben... Gruß Joachim Stiller Münster

      Forsetzung folgt...

      The post was edited 1 time, last by Joachim Stiller ().

    • wie würdest Du dann die Masse des Mehrwertes erklären? Bzw. wie wäre bei vollständiger Konkurrenz noch ein Mehrwert möglich?

      Bzw. was genau ist an Marx' Argumentation falsch? Warum genau kann Mehrwert nicht aus Mehrarbeit produziert werden?
      Beim Brand der einzigen Bibliothek auf Melmac sind beide Bücher verbrannt. Und eines davon war noch nicht einmal fertig ausgemalt.

      ALF
    • 1. Ich weiß jetzt nicht, was "Masse des Mehrwerts" sein soll. Vielelicht klärst Du mich auf....

      2. Bei vollständiger Konkurrenz bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Da die Nachfrage aber den Kostenpreis übersteigt, denn unter kostenpreis verkaufe ich nicht, ist also noch Merhwert, bzw. Profit möglich.

      3. Profit wird nicht gemacht oder geschaffen, sondern lediglich realisiert. es ist rein willkürlich. Was an Marxens Argumenten falsch ist? Fragen wir lieber, was an der Mehrwerttheorie falsch ist. Ich habe ja schon einiges dazu gesagt... Mal sehen, ob mir bis Freitag noch was einfällt...

      Vielleicht so: Ein Produkt besteht aus der vollen Arbeitsmasse, und die kostet den Unternehmer einen bestimmten Betrag. Zusammen mit den Rohstoffen und dem fixen Kapital (Kapitalzins) errechnen sich die Kosten. Dann wird ein Profit veranschalgt, von dem Angenommen wird, dass er sich bei (vollständiger) Konkurrenz gerade noch realisiern lässt, und wird aufgeschlagen. Die Profitrate liegt heute in Deutschland bei etwa 10-15 Prozent. Nur die Deutsche Bank erwirtschaftete nicht selten 20% und ist damit einsame Spitze. Du siehst, der Priofit selbe rhängt in gar keiner Weise vom Mehrprodukt ab. Profit und Mehrwert sind im Sinne von Marx erst einmal zwei völlig unterschiedliche Dinge. Am Ende wird er sie aber gleichsetzten, hinterlegt dabei aber aus rein ideologischen Grunden die Mehrwerttheorie. Und eben die möchte ich unter diesen Bedingungen nicht mirmachen. Dass ändert ja nichts daran, dass auch ich eine grundsätzliche Kapitalismukritik habe, und den Profit unter allen Umständen ablehne, ja sogar für gurndsätzlich kriminell halte. Aber dafür brauche ich keine Mehrwerttheorie...

      Kapitalismus? Nein Danke! Gruß Joachim Stiller Münster