Kant: "Leben und Werk"

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    • Kant 7: Zur Kritik und Würdigung Kants - 2. Die Bedeutung Kants für die Philosophie

      "Das Urteil darüber, ob es richtig war, in diesem kurzen einführenden Bich einen einzigen Philosophen ein langes Kapitel zu widmen, müssen wir dem Leser überlassen. Er darf dabei jedoch nicht nur die Stellung Kants zu der zeitlich vor ihm liegenden Entwicklung der europäischen Philosophie ins Auge fassen - obwohl es kaum eine Strömung in ihr gibt, die nicht in irgendeiner Weise in Kant als einem Brennpunkt mit anderen zusammenläuft. Er muss auch beachten, dass "die Geschichte der Philosophie im 19. jahrhundert zu einem großen Teil die Geschichte der Aufnahme, Verbreitung, Bekämpfung, Umbildung und Wiederaufnahme Kantischer Ideen" ist.
      Das gilt nur mit Bezug auf alle jene Epigonen, über die schon Schiller - mit Bezug auf Kant! - sagte:
      "Wie doch ein einziger Reicher
      so viele Bettler in Nahrung setzt!
      Wenn die Könige bau'n
      haben die Krämer zu tun."
      Es gilt auch für die großen Philosophen des 19. Jahrhunderts. Sie alle stehen gewissermaßen mindestens mit einem Bein in Kants Gedankenwelt - weshalb wir uns auch eine Vorschau auf die Nachwirkung der Kantischen Philosophie an dieser Stelle ersparen können. eines gilt für sie alle und gilt auch heute: Niemand, der mit dme Anspruch auftritt, in der Philosophie etwas Neues und Selbständiges zu lehren, kann mit reinem intellektuellem Gewissen der Auseinandersetzung mit Kants kritischem Werk ausweichen. "Die Philosophie wird niemals wieder so naiv sein wie zu früheren, schlichteren Zeiten; sie musste anders, und tiefer werden, weil Kant gelebt hat." (Störig, S. 493-494)
      Jetz ist aber wirkliche E n d e...

      Gruß Joachim Stiller Münster