Willensfeiheit - ja oder nein?

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    • Der Grad an Willensfreiheit steigt mit der Selbsterkenntnis. Insofern ist der freie Wille gegeben, wird aber nur wenig genutzt. Meistens laufen Programme, Prägungen, Gewohnheiten. (Wenn man das oft genug sagt wird es zum Programm.)
      Es war spät abend als ich ankam.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MaximKammerer ()

    • Flitzpiepe schrieb:

      Läuft nicht gerade ein Spiel immer wieder auf solchen "Irrsinn" hinaus?
      Das ist eine Frage für die Spieletheoretiker einerseits und für die Realisten anderseits.
      Spieletheoretisch könnte man zwischen einem N-Personen-Nullsummenspiel und einer win-win-Situation unterscheiden.
      Beides scheint mir sich zu ereignen - es kommt eben nur darauf an, mit welchem Bewußtsein man an ein Spiel herangeht.

      Das materialistisch-positivistische Spiel kennt jedoch nur Verlierer, auch bei den angeblichne Gewinnern.
    • Zum Irrtum des Willens

      :angel: Hallo, zu später Stunde will der Wille frei sagen was er denkt!

      Der freie Wille ist genauso existent wie die Atmung. Allein, dass jener elementarer Ausdruck des Verstandes einer individuellen Person ist, die eine einzigartige, aber dennoch immer nur menschliche Geschichte hat. Diese biologisch-soziale Geschichte generiert die Welt dieser Person, die den Willen als persönliche Möglichkeit des Handelns bestimmt, während die Atmung als Reflex bei allen Menschen gleich ist. Gleichwohl ist und bleibt die Handlung innerhalb er Möglichkeit menschlicher Denkkraft, also den Dimensionen seines Geistes.
    • ennem schrieb:

      Der freie Wille ist genauso existent wie die Atmung
      Der Wille existiert wie die Atmung - unfrei

      ennem schrieb:

      Diese biologisch-soziale Geschichte generiert die Welt dieser Person, die den Willen als persönliche Möglichkeit des Handelns bestimmt
      Du sagst es.
      Wir müssen wollen, was wir wollen, sind also unfrei unseren Willen zu lenken.

      Russell würde fragen:
      Kann Jemand wollen, was er nicht will?
    • Das Universum expandiert auch in "jegliche" Richtung, so wie der Mensch sich um sich selbst drehen kann.
      "Sprachliche Kommunikation ist: Prozessieren von Sinn im Medium der Lautlichkeit" Luhmann
      "Jedes Erkennen ist Tun, und jedes Tun ist Erkennen" Maturana/Varela


      "Da es keine Maßeinheit Für Größe, sprich Länge und Breite, als die vom Menschen erfundene [vorgestellte] gibt, sind Dinge, oder 'Objekte', sicher nicht losgelößt vom Bewusstsein als solche eine bestimmte 'Größe' in einer Realität an sich". Blacky
    • Questione schrieb:

      .
      Russell würde fragen:
      Kann Jemand wollen, was er nicht will?


      Was spräche dagegen?

      Und : kennen wir dieses Phänomen nicht schon aus dem alltäglichen Leben?

      Tatsächlich arrangieren wir uns tagtäglch mit unserer Umgebung, mit unserem Leben, bis hin dazu, mit den eigenen Reflexen zu hadern.
      Fragte mich daher auch schon, ob vielleicht in diesem Willen an Unwillentlichkeit einer der Gründe steckt, das wir immezu nach dem "Besseren" streben - eben weil wir uns mit diesem Arrangieren schwer tun.
      Das sollte einfach mal gesagt werden
    • Questione schrieb:

      Russell würde fragen:
      Kann Jemand wollen, was er nicht will?

      Man kann nicht wollen was man nicht will. Aber man kann sich einreden, dass etwas dem Willen entspricht, das es in Wirklichkeit nicht tut.

      Es gibt genau zwei Möglchkeiten mit der ich meine bisherigen Erfahrungen erklären kann:

      Ich besitze keinen freien Willen, er ist eine Illusion und deswegen spiegelte mein Handeln nicht immer das wieder was ich erwartete. Alles ist vorherbestimmt, mein Denken eine Illusion ohne Einfluss auf den Willen.

      oder:

      Ich habe mich geirrt in meinem Denken dazu, was ich wollte. Ich wusste einfach häufig nicht, was ich wollte und habe mir deswegen anhand irgendwelcher Dinge überlegt, wie mein freier Wille vermutlich aussieht. Das Resultat zeigte mir, dass ich die falschen Überlegungen dazu hatte. Mein Wille war nicht unfrei, weil das seine Natur ist, sondern mein Wille war nicht frei weil ich ihn in meinem Denken einsperre.

      Die erste Option bedeutet Sinnlosigkeit von allem was ich tue, die zweite, dass ich mich von Faktoren lösen sollte die mein Denken über meinen Willen beeinflussen.

      Aber mit der zweiten Option müsste ich mir selbst ja Fehler in meiner Urteilsfähigkeit eingestehen. Ne,danke, ich wähle lieber die Lethargie, ist bequemer.
    • Gibt es einen Freien Willen?
      Gibt es uns überhaupt? -> Ja (Ich denke, also bin ich _ Rene Decartes)
      Aber vtl. sind Wir alle nur Soldaten im Krieg zwischen 2 Fortpflanzungsarten - der symbiose vs. Sex (Mr Nobody)
      Wer weiß das schon?
      sicher ist, dass wir alle entscheidungen treffen können und müssen und so lange man sie nicht trifft passiert auch nichts.
      Aber der Sinn der Entscheidungen ist doch, dass man die möglichkeit hat sich anders zuu entscheiden.
      Jede Entscheidung bietet tausend Möglichkeiten und paramter. (uach aus dem Fil Mr. Nobody (zietiere ich oft, denn ist meiner meinung nach der beste ohilosopchische Film dens gibt))

      Unterm strch: Wir können uns zwar zwischen Möglichkeiten entscheiden aber nicht vorgeben welche möglichkeiten es gibt. Wir haben oft nur die Wahhl ziwschem schwarzer und weißer Schokolade
    • Bemerkenswerter Weise gibt es für das Wort 'wollen' keinen Imperativ. Zumindest nicht in den mir bekannten natürlichen Sprachen. Hat jemand eine Ahnung, ob es vielleicht doch eine Sprache gibt, in der man den Willen 'befehlen' kann?
      Ich denke im übrigen auch (wie wohl die meisten Menschen), dass der Wille durchaus causal abhängig ist. Von Gefühlszuständen, vom Denken etc. Aber bedeutet das auch zwingend, dass er nicht frei ist? Wenn mein Wille von verschiedenen Faktoren in einem bestimmten Moment beeinflusst wird, habe ich dann nicht trotzdem die Freiheit, zu entscheiden, welcher dieser Einflüsse eine primäre Gewichtung erhält?
      Es ist gut, ins philosophische Nichts zu springen. Besser ist es, wieder heil nach Hause zu kommen.

      Willst du einen Menschen wirklich lehren, musst du ihn zuvor erkennen.
    • Natürlich ist der Wille abhängig, und zwar von der Vernunft, zumindest soweit er unter der Herrschaft der Vernunt steht. Kann der Wille dann noch frei sein, wenn er dock klar abhänig ist? Ja, denn die Vernunft bedeutet Freiheit. Ein von der Freiheit (Vernunft) abhängiger Wille kann daher nur ein freier Wille sein...

      Und am Ende kehrt sich alles um:

      jstiller.js.funpic.de/download/kunstphotos8.pdf

      Gruß Joachim Stiller Münster
    • Hm.. sofern man die Abhängigkeit des Willens auf die Vernuft reduziert, mag man auch eine gewisse Freiheit erkennen. Aber was, wenn unsere Vernunft nicht alles ist, was den Willen diktiert?

      Wer schon mal verliebt war.. also so richtig verliebt.. der hat auch eine Ahnung was Willenslosigkeit bedeuten kann. Oder besser formuliert, der weiß, dass man dann nur noch eine Sache will: bei dem anderen sein. Die Vernunft spielt dann auch keine wirkliche Rolle mehr. Der Wille ist in diesem Moment alles andere als frei.

      Oder gibt es verschiedene Formen des Willens? Fragen über Fragen. ;)
      Es ist gut, ins philosophische Nichts zu springen. Besser ist es, wieder heil nach Hause zu kommen.

      Willst du einen Menschen wirklich lehren, musst du ihn zuvor erkennen.
    • Du machst den Fehler, anzunehmen, dass die Freiheit, und auch die Willensfreiheit, absolut wäre. Aber die Freiheit ist natürlich nur realtiv. "Nicht ist der Mensche nur frei, und nicht ist er nur abhängig, sondern er arbeite mit diesen Beiden Elementen in sinnvoler Weise. Das sollte sein." (Joseph Beuys)

      Gruß Joachim Stiller Münster