Alter Vierzeiler (unbekannter Verfasser)

    • Verkaufe meistbietend noch einige Ablassbriefe!

      Durch die großen Pest-Epidemien im Hoch- und Spätmittelalter, die ganze Landstriche entvölkert hatten, aber auch durch die hohe Säuglingssterblichkeit war der Tod für die Menschen allgegenwärtig. Dieses fand künstlerischen Ausdruck in den "Totentänzen". Die Angst vor dem Tod ging einher mit der Angst vor dem individuellem Partikulargericht direkt nach dem Tod sowie dem Jüngsten Gericht in der Endzeit. Im Bewusstsein ihrer Sündhaftigkeit dürsteten die Menschen nach Dingen, die sie ihres jenseitigen Heils versicherten. Dazu gehörten fromme Stiftungen, Seelenmessen, Wallfahrten, Prozessionen und der Erwerb von Ablassbriefen, durch die die Zeit im Fegefeuer verkürzt werden sollte. All diese Leistungen konnten gegen Geld von der Kirche erworben werden. Man spricht daher auch von der "Fiskalisierung" der Religion. Die starke Verinnerlichung der Frömmigkeit ging einher mit einer starken Veräußerlichung. So ist die spätmittelalterliche Frömmigkeit im wesentlichen eine Sakramentsfrömmigkeit, die zum Teil magische Elemente beinhaltete.

      de.wikipedia.org/wiki/Reformation

      Irgendwie wiederholt sich so Manches, wenn man am Rad dreht! OM!

      Grüßt mir Vairocana!
      Und meinetwegen auch den räumlichen Jean Gebser!
    • Ja, das waren noch Zeiten in der Kommune 1 ....ähnlich wie bei den ersten christlichen Sekten nur mit mehr C(h)ampus

      deu.anarchopedia.org/Kommune_1


      infopartisan.net/archive/1967/266783.html

      Vielleicht kannst Du Deine Selbstdarstellung (siehe Beate Rösler - Der Wert des Privaten) etwas differenzieren oder verzieren ? Weil ... der Vatikan liest mit !

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    • Joachim Stiller schrieb:

      Irrtum: Der Mensch wird sich am jüngsten Tag sein eigenes Urteil sprechen. Und er wird es nach bestem Wissen und Gewissen tun... Gruß Joachim Stiller Münster


      Hi,

      das, was du mit deinem tun in den wald hineinrufst, etwa die akzeptanz des todes bei dir oder anderen wesen, das wird auch wieder zurückschallen.

      Kurz vor deinem tod wird dein gesamtes leben noch einmal in dir ablaufen, egal ob du gerade schläfst oder wach bist, und dann entscheidet sich dein tun ob du erhalten wirst oder nicht.

      Man bricht sich ja keinen ab " leben lassen " in den wald hineinzurufen, mit seinem tun, eigentlich ist zu leicht. Wäre es nur ein klein wenig schwieriger, würden mehr drauf kommen

      :whistling:

      Grüsse
      Wenn ich denke,
      daß ich nicht mehr an dich denke,
      denke ich immer noch an dich.

      So will ich versuchen,
      nicht zu denken,
      daß ich nicht mehr an dich denke. ( zen )
    • Hi,

      @ jsm

      es ist mit sicherheit nicht so wie es dir passen würde.

      das ist eine wahrheit.

      man kann auch mal da schauen wo es nicht passt.

      Dort ist eventuell etwas zu finden.

      :whistling:

      Grüsse dich
      Wenn ich denke,
      daß ich nicht mehr an dich denke,
      denke ich immer noch an dich.

      So will ich versuchen,
      nicht zu denken,
      daß ich nicht mehr an dich denke. ( zen )
    • Hi,

      der beweis kommt aus der philosophie und aus der beobachtung.
      Wenn es dir passt, dein denken, dann nützt es dir. Ist das ich der ewige wesenskern des menschen hast du ja selbst den grössten nutzen, du wärst im prinzip unsterblich.
      Ein passendes denken ist ein nützliches denken, vorteilsdenken.

      Von nietsche gibt es folgenden spruch :
      Dem Staat ist es nie an der Wahrheit gelegen, sondern immer nur an der ihm nützlichen Wahrheit, noch genauer gesagt, überhaupt an allem ihm Nützlichen, sei dies nun Wahrheit, Halbwahrheit oder Irrtum.

      Da kannste den staat durch " ich " ersetzen. Und dann landest du gerade mit dem nützlichen weil passenden im vermeintlichen irrtum, für dich selbst erscheint es als wahrheit, du erzeugst diese wahrheit weil sie von nutzen wäre.

      Der nur noch nutz-denker landet unvermeidlich in der dekadenz, sein gedankenstrom wird vom nutzen gelenkt, es werden immer die gleichen gehirnareale aktiv, andere areale verkümmern. Der dekadente nutzdenker benötigt nur noch etwa 20% seiner gehirnmasse um wahrzunehmen, während der, der nicht nur im nutzen verhaftet ist, auch im nichts-nutz für sich selbst oder den staat denken kann, auf deutlich mehr gehirnaktivität kommt.

      Fehlende gehirnaktivität bedeutet fehlende ideen, man hat gar keine idee mehr aus der misere rauszukommen, immer der gleiche ablauf bis es eben mal knallt.

      In der natur zerstört sich das dekadente selbst, durch die sicht auf das eigene geht die sicht auf das ganze verloren. In der nicht dekadenz dagegen erscheint die sicht auf das ganze und die sicht auf das eigene geht verloren, die ich - losigkeit. Man nimmt sich dann als eingebetteten teil eines ganzen wahr. Aus einem schicksal wird system.

      :whistling:

      Grüsse
      Wenn ich denke,
      daß ich nicht mehr an dich denke,
      denke ich immer noch an dich.

      So will ich versuchen,
      nicht zu denken,
      daß ich nicht mehr an dich denke. ( zen )