Gefühle - Videos, Audios, etc.

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    • [Edit: Arte Philosophie - Raphael Enthoven - Gefühle]

      youtube.com/watch?v=mF2XoUw3gpA

      Interessant finde ich den Gesichtspunkt zu Beginn des Videos, dass Gefühle (Emotioanen) eine Art Werkstoff sind, ein Rohstoff, den man bearbeiten, gestalten, formen kann. Das hat mir erneut deutlich gemacht, wie wichtig positives Denken ist. Denn positives Denken erzeugt grundsätzlich positivere Gefühle (Emotionen). So kann man die eigene Lebensquaklität erheblich steigern...

      Gruß Joachim Stiller Münster

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Joachim Stiller ()

    • Emotionales

      Hi JSM,

      Schönes Fidscho. Danke. Zum Glück gibts ja noch ein paar vernünftige Fernsehanstalten ... :D

      Ergänzen würde ich gern dass Emotionen Steuersignale sind die wir evolutionär aus dem unbewussten Leben übernommen haben. ( sie kommen ohne Sprache aus) Sie sind das Ergebnis von Kognition (im grossen und ganzen unbewussten Teil) unseres Erkenntnisapparates. Sie sind genau deshalb auf Spontanität/Dreidimensionalität beschränkt.

      ( die Tatsache dass durch in unserem erweiterten Bewusstsein generierte Erinnerungen/Gedanken Emotionen auslösen können ändert daran nichts)

      Insofern gefällt mir persönlich die Formulierung Werkstoff nicht. Ist aber vmtl. nebensächlich, denn wichtig ist dass man mit ihnen "umgehen-lernen", also sie etwas formen, kann.

      "Dem Volk Emotionen bieten" erinnert mich stark an die Kritik von F.Engels zum Menschenvieh bzw. K.Lorenz zum Nutzmensch.

      Der bewusste Umgang mit Emotionen (ist das, und wenn ja wie weit, vorstellbar? siehe Spinoza) wäre auch ein Ansatzpunkt für meinen Disput mit m_d bezüglich Adornos "wirklichen Menschen". Dieser sollte m.E. nicht die Emotionen verachten, er sollte sie nur nicht über die denkende Vernunft stellen. Vielleicht eher dieser zur Seite stellen. Nicht aber die denkende Vernunft zum Sklaven des "Es" machen.... o.s.ä.


      JSM schrieb:

      wie wichtig positives Denken ist. Denn positives Denken erzeugt grundsätzlich positivere Gefühle (Emotionen). So kann man die eigene Lebensquaklität erheblich steigern...


      Mhhh. Aber Vorsicht. Unwissenschaftliches positives Denken ist m.E. nichts anderes als die Übernahme der Sorglosigkeit aus dem unbewussten Leben.

      Positives Denken muss "handlungsfördernd" im Sinne von bewusster Gestaltung der Welt sein... o.s.ä.


      mag Philzer
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer
    • Philzer schrieb:

      Der bewusste Umgang mit Emotionen (ist das, und wenn ja wie weit, vorstellbar? siehe Spinoza) wäre auch ein Ansatzpunkt für meinen Disput mit m_d bezüglich Adornos "wirklichen Menschen". Dieser sollte m.E. nicht die Emotionen verachten, er sollte sie nur nicht über die denkende Vernunft stellen. Vielleicht eher dieser zur Seite stellen. Nicht aber die denkende Vernunft zum Sklaven des "Es" machen.... o.s.ä.


      Hallo Philzer, wie Beweusst koennen wir Menschen mit unseren Emotionen umgehen. Was meinst du, was meint Adorno genau (ich habe Adorno nicht gelesen). Emotionen sind sehr eng mit den Denken verflochten. Stellt man die Emotion ueber die denkende Vernunft, handeln wir dann durch die Brille der Emotion, und erst danach, denken wir ueber die gehandelte oder die Tat nach. Handeln wir durch das Denken, kann dadurch eine Emotion daraus entstehen.
      Lebe so, dass dein Glück so wenig wie möglich, von äußeren Dingen abhänging ist.
      (Epiktet)
    • Ahnungslos ...

      Hi Homer,

      Homer schrieb:

      Hallo Philzer, wie Beweusst koennen wir Menschen mit unseren Emotionen umgehen. Was meinst du ...


      Keine Ahnung. Aber es wird das entscheidende Kriterium für die Dauer des evolutionären Erfolges die Spezies sein.

      Einzelne Individuen, ich kann mich da täuschen, können vermutlich einiges hier leisten, niemals aber das emotional im Dispositiv massenpsychologisch "ferngesteuerte" Volk.

      mag Philzer

      PS: Dispositiv: Foucault/Agamben
      Der freie Wille, als Ausdruck der Mythologisierung von Prozessen in vierdimensionalen Erkenntisapparaten, ist der Zuckerguss auf der Alleinstellungsideologie des Pantheismus. Er ist notwendig zur religiösen Selbstüberhöhung des Individuums, das in Wahrheit nichts ist, ohne die Gesellschaft. - Philzer

      Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen.

      Dem frei fabulierenden Verstand sind keine Grenzen gesetzt. Wohl aber Motive. - Philzer
    • Hallo Philzer, blabla hat es mit wenigen Woerter auf dem Punkt gebracht. Mann sollte als erstes fuehlen.

      Emotionen haben etwas mit denken zu tun. Wenn wir zuerst fuehlen bevor man nachdenkt, hat die Emotion keine macht mehr. Dan erst kommt das Handeln nicht durch das Denken. Doch wir legen viel Wert auf das Denken. Das heisst natuerlich nicht das wir dadurch das Denken verspoten.

      Gruesse
      Lebe so, dass dein Glück so wenig wie möglich, von äußeren Dingen abhänging ist.
      (Epiktet)
    • Gefühle sind einfach eine machtvoll Instanz... Immer. Sie sind Ausdruck unserer Individualität. Wenn wir erst fühlen, und "dann" denken, haben die Gefühle natürlich immer noch Macht. Aber jetzt befinden wir uns viel eher Im Einklang mit unseren Gefühlen. Und das ist etwas ungehuer Wichtiges. Das hat auch zu tun mit dem, was man Emotionale Intelligenz (EQ) nennt. Es geht wirklich darum, im Einklang mit sich selbst zu leben... Ich sage oft: Lebe immer im Einklang mit Dir selbst, dann lebst du auch im Einklang mit Deinem Schicksal... Das ist praktisch der beste Schutz vor Irrtümern und Fehlern... Vielelicht ist es ja gerade das, was Platon das daimonion nannte... Gruß Joachim Stiller Münster

      "Daimonion nannte Sokrates eine "innere Stimme", die ihn warnte, wenn er im Begirff stand, etwas nicht Richtiges, gegen das Gute Verstoßendes zu tun." (Schischkoff: Philosophisches Wörterbuch)

      Gruß Joachim Stiller Münster

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