Angepinnt Veröffentlichungen/Neuerscheinungen/Rezensionen/Kongresse

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    • Veröffentlichungen/Neuerscheinungen/Rezensionen/Kongresse

      Philosophische Ästhetik: Eine Einladung
      von Hans-Peter Balmer

      amazon.de/gp/reader/3772083153/ref=sib_dp_pt#reader-page


      Rezension:
      Eva Schürmann-Lanwer über Hans Peter Balmer "Philosophische Ästhetik – Eine Einladung"

      „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“ Mit diesem von Nietzsche übernommenen Zitat beginnt Hans Peter Balmer seine Überlegungen zu den ästhetischen Grundlagen des Daseins. Es geht ihm dabei nicht um schulmeisterliche Unterweisung, sondern um das Schaffen grundlegender Verständnismomente. Dies gelingt ihm auf äußerst ansprechende Weise. Die Kapitel des Buches sind nicht in streng fortlaufender Manier gestaltet, bauen nicht aufeinander auf, können vielmehr als separate Einheiten zu Gemüte gezogen und in das neue Verstehen eingebunden werden. Dennoch weist die Kapiteleinteilung eine logische Struktur auf. Eingeläutet wird die Betrachtung mit einem Blick auf die Krise der Moderne und deren Bezug zur Ästhetik. Den Weg dorthin zeichnet eine Rückschau auf die Bedingungen und Einstellungen zu Zeiten von Philosophen wie Baumgarten, der in der Tradition der Leibniz-Wolff'schen Aufklärungsphilosophie stand, Kant, dem Begründer der vernünftigen Natürlichkeit und geschmackvollen Sinnlichkeit, Schiller als Vertreter der ästhetischen Erziehung und Rühmung des Spiels, Herder und Schlegel mit ihren romantisch geprägten Vorstellungen, Fichte und Hegel mit ihrem Programm des „ästhetischen Absolutismus“ zu Zeiten des Idealismus. Fortgesetzt wird die Reihe mit Arthur Schopenhauer und seine Ideenkontemplation, Sören Kierkegaard und seiner Botschaft „Geist ist, wie tot zu leben“, Friedrich Nietzsche, der die Verbindung von Ästhetik, Moralistik und Mystik in den Vordergrund stellte und nicht zuletzt John Dewey und seiner Imagination vom Leben als Kunst.
      Den Abschluss bildet eine Reflexion über das Menschsein unter ästhetischer Optik.
      Das Buch ist gerade deshalb philosophisch höchst gehaltvoll, weil der Autor sich philosophisch weitgehend zurücknimmt, indem er nicht unnötige Seitenpfade philosophischer Gelehrtheit begeht, die (an sich zwar philosophisch interessant, aber) systematisch im Gang der Darstellung unnötig sind. Es ist konsequent frei von historischem ebenso wie systematischem Ballast, beschränkt sich auf kurze Vorstellung des wichtigsten Gedankenguts und seine Einordnung in den Gesamtdiskurs. Andererseits eröffnet diese philosophische Zurückhaltung darstellungstechnisch Ruhe, systematische Konzepte argumentativ klar zu entwickeln. Dem studierenden Leser wird so nicht immer wieder deutlich gemacht, dass er Laie ist. Im Gegenteil: An jedem Punkt ist seine Intuition (auch die philosophische) gefragt. Zitate regen zum Mitdenken und, darüber hinaus, zum eigenen Nachdenken über das Gelesene an, lassen es lebendig werden, teilweise gar die Zeit des jeweils beschriebenen Philosophen und seiner Lehre wieder vor dem geistigen Auge auferstehen.
      Die Einführung ist philosophisch neutral, insofern man als Leser gefordert ist, Konzepte und Argumente in der Philosophischen Ästhetik vor dem Hintergrund des eigenen ästhetischen Erlebens in seiner ganzen Bandbreite zu verstehen und zu überprüfen. Ganz sicher jedoch wird der Leser aufgrund dieser systematischen Darstellung auch zu einer partiellen Revision seines bisherigen Verständnisses seines alltäglichen ästhetischen Erlebens geführt. Als Grundlage für Lehrveranstaltungen ist das Buch gerade deshalb geeignet, weil es Lernenden einen ersten großen Rundumgriff in die Saiten der ästhetischen Philosophie ermöglicht und sie ermutigt, sich nach der Schaffung einer Grundbasis des Verstehens eingehender mit weiterführenden Theorien auseinander zu setzen.

      uni-online.de/artikel.php?id=4704
    • Kunst in den Medien: Standards und Perspektiven der Vermittlung.

      Taung im Museum Villa Stuck, München.
      29. Januar 2011, 10 bis 19 Uhr.


      Dass die Gegenwartskunst immer unverständlicher würde, ist ein wiederkehrender Gemeinplatz unserer Zeit. Ob dem so ist? - eine schwer zu klärende Frage. Auffallend ist aber, dass der Vorwurf der Unverständlichkeit sich zumeist an die Kunst und ihre Produzenten richtet und weit seltener an ihre Vermittler. Von diesen wird vielmals eher eine Wertung denn eine Erklärung erwartet. Die Erklärung zur Wertung wird goutiert oder verworfen, aber die Frage nach den Standards von Erklärung und Wertung bleibt ein eher randständiges Thema auf dem nur schwer überschaubaren Terrain des aktuellen Kunstdiskurses. In der Tagung soll dieser Frage aus der Perspektive der Kunstkritik, Kunstwissenschaft und Philosophie nachgegangen werden.
      Grußwort von Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers und Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin.

      philosophie-kunst.de/index.php?id=15
    • Es ist auf dieser Seite auch möglich, einige Vorträge anzuhören: philosophie-kunst.de/index.php?id=4

      22.10.2009, Neues Museum in Nürnberg:
      Eröffnungsabend Philosophie:Kunst 2009-2011

      26.11.2009, Neues Museum in Nürnberg:
      "Haltung! Wie viel Ethos braucht Design?"
      Vortrag von Prof. Dr. Christian Demand

      10.12.2009, Neues Museum in Nürnberg:
      "Ästhetischer Wert und emotionale Erfahrung"
      Vortrag von Prof. Dr. Sabine Döring

      11.02.2010, Neues Museum in Nürnberg:
      "Design = Kitsch?"
      Vortrag von Prof. Dr. Rainer Schönhammer

      derzeit nicht abrufbar:

      (27.03.2010, Sprengel Museum Hannover
      Begrüßungsreden von Gabriele Sand, Sprengel Museum Hannover, Hortensia Völckers, Kulturstiftung des Bundes, Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin und Prof. Dr. Jakob Steinbrenner, LMU München
      Vortrag von Prof. Wilfried Kuehn
      "Kontextkonstruktion"

      27.03.2010, Sprengel Museum Hannover:
      "Erinnerungskultur und Inszenierung: Ästhetik und architektonische Formen des musealen Raums"
      Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Winko

      27.03.2010, Sprengel Museum Hannover:
      "Das Museum als Gegenstadt. In der Krise des Ausstellens: Wie kann ästhetische Erfahrung stattfinden?"
      Vortrag von Dr. Niklas Maak

      27.03.2010, Sprengel Museum Hannover:
      "Kunst aktiviert Kunst: Zu den Funktionen der Museumsarchitektur"
      Vortrag von Dr. Christoph Baumberger

      Abschlussdiskussion

      13.06.2010, Staatliches Museum Schwerin:
      Begrüßung Dr. Dirk Blübaum
      Vorstellung der Veranstaltungsreihe Prof. Dr. Jakob Steinbrenner

      "Nelson Goodman über Original und Fälschung"
      Vortrag von Prof. Dr. Jens Kulenkampff

      13.06.2010, Staatliches Museum Schwerin:
      "Gurskyesque: Das Web 2.0, Ende des Originalitätszwangs und Rückkehr des nachahmenden Künstlers"
      Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Ullrich

      13.06.2010, Staatliches Museum Schwerin:
      "'Kult der Echtheit', oder: Wann ist ein Original? Zur Konfusion von Original und Kopie seit Marcel Duchamp"
      Vortrag von Prof. Dr. Lars Blunck

      13.06.2010, Staatliches Museum Schwerin:
      "Lob der Fälschung"
      Vortrag von Prof. Dr. Reinold Schmücker

      13.06.2010, Staatliches Museum Schwerin:
      "Vom wahren Wert des Echten und des Falschen"
      Vortrag von Prof. Dr. Maria Elisabeth Reicher-Marek
      Abschlussdiskussion der Tagung

      22.10.2009: Eröffnung im Neuen Museum in Nürnberg)
    • A Companion to Aesthetics: The Blackwell Companion to Philosophy

      David E. Cooper (Editor), Robert Hopkins (Editor)

      * Publisher: Wiley-Blackwell
      * Number Of Pages: 640
      * Publication Date: 2009-05-11
      * ISBN-10 / ASIN: 1405169222
      * ISBN-13 / EAN: 9781405169226

      In this extensively revised and updated edition, 168 alphabetically arranged articles provide comprehensive treatment of the main topics and writers in this area of aesthetics.
      * Written by prominent scholars covering a wide-range of key topics in aesthetics and the philosophy of art
      * Features revised and expanded entries from the first edition, as well as new chapters on recent developments in aesthetics and a larger number of essays on non-Western thought about art
      * Unique to this edition are six overview essays on the history of aesthetics in the West from antiquity to modern times

      Table of Contents:

      Historical Overviews
      Art of the Paleolithic: Gregory Currie (University of Nottingham)
      Aesthetics in Antiquity: Stephen Halliwell (University of St. Andrews
      Medieval and Renaissance Aesthetics: John Marenbon (Trinity College, Cambridge)
      Eighteenth-Century Aesthetics: Paul Guyer (University of Pennsylvania)
      Nineteenth- and Twentieth-Century Continental Aesthetics: Robert Wicks (University of Auckland)
      Twentieth-Century Anglo-American Aesthetics: Stephen Davies (University of Auckland) & Robert Stecker (Central Michigan University)
      The Arts:
      Architecture: Edward Winters (West Dean College)
      Dance: Julie Van Camp (California State University-Long Beach)
      Drama: James Hamilton (Kansas State University)
      Drawing, Painting, and Printmaking: Patrick Maynard (University of Western Ontario (Emeritus))
      Literature: David Davies (McGill University)
      Motion Pictures: Noël Carroll (CUNY Graduate Center)
      Music and Song: John Andrew Fisher (University of Colorado-Boulder) & Stephen Davies (University of Auckland)
      Opera: Paul Thom (University of Sydney)
      Photography: Patrick Maynard (University of Western Ontario (Emeritus
      Poetry: Anna Christina Ribeiro (Texas Tech University)
      Sculpture: Erik Koed (Independent Scholar)

    • Summary: Understand the philosophy of art


      I read this book for a graduate seminar on the philosophy of art. This book is an excellent way to get a general idea of the vast field of philosophy of art. Aesthetics = philosophy of Art, thinking about art. Using writings from over fifty philosophers on art form Plato to Hans-Georg Gadamer gives the reader a great grounding in all of the philosophical theories of "what is art." The reader will find that how we engage art today is different then how the ancient Greeks did, art was embedded in a cultural context for them. Art was not in museums or in dance halls. Art is in a special zone of experience today in museums, etc. Tragedy for Greeks was part of their politics and religion, sculpture and painting the same way. Music until recently, (after the enlightenment) was for religion or some kind of official function. Philosophy tries to come up with theories about art; it may be a fool's errand. A set of principles that define and illuminates or explains the full measure of art is probably not attainable. However, just because a theory is wrong doesn't mean it has no value, we can draw import from all of them. By using excerpts from different philosophers the reader gets a good understanding of the major art movements, which I identify below.
      The "Imitation theory" of art- means it copies something in the natural world. Art refers to some objective reality outside the mind and artwork. (Plato, Aristotle). . Sometimes the imitation theory is also known as the "representational art theory" because the artwork represented something in the world but is not a simplistic idea of copying. The art forms that are most representational are representational sculpture, painting, and drama. The background and implications of the imitation theory first originated in ancient Greece. The imitation theory is the traditional theory that held sway with artists and philosophers up into the eighteenth century Romantic period in Europe. In order for one to fully grasp the meaning of the imitation theory, it is necessary to understand the nuanced meaning of the Greek word for imitation. The Greek word for imitation is mimçsis; thus, art is the imitation of nature for the Greeks. However, mimçsis is a very complex word with many nuanced meanings. It can also mean a representational copy. Plato uses it in speaking of painting. For example, if a Greek painter painted a bird that looked bird like, that would be a sense of mimçsis. Aristotle says art is an imitation of nature, but not just "copying" it. Aristotle does not mean that when art does what it does it reproduces a natural thing. Rather, what Aristotle means is that art impersonates the power of nature to produce something. Human art does something along the lines of what nature does which is very different. Nature produces a tree from out of its power of generation without any intervention from nature, a builder produces a house out of materials which requires the intervention of an agent; however, Aristotle sees no fundamental bright line between those two examples.
      The "Expression theory" of art- refers to something going on in the human mind. Art refers to some subjective reality of the human mind, such as ideas, feelings, and cognitive faculties. (Kant, Hegel, Schopenhauer). The expression theory is the prime competitor to the imitation theory. The expression theory is a modern phenomenon that turns to the subject. This theory became prevalent with the rise of the Romanticism movement of the nineteenth century. With the expression theory--a shift takes place from the objective outer world of the imitation theory to perception of the mind the subject of the expression theory. Expression theorists expect artworks will produce certain human emotions in the audience. Thus, the expression theory has a certain power in focusing on the mind of both the creator and the audience. Expression theorists argue that the theory has a certain power in being able to articulate the communicative and educative power of the mind.
      For example, the artist has an experience that the rest of us have not noticed. Then the artist tries to express this experience in the artwork, which she hopes will transmit to the audience so they can share the artist's experience. The idea in the expression theory that artworks have an educative power is central to Robin Collingwood's theory. The whole idea is that the artist is some kind of educator and the artwork becomes some kind of educational vehicle for people. Of course, art can have so much power in this regard, as in the case of Shakespearean tragedies like Macbeth. Thus, the expression theory gives artwork a new importance, especially in the medium of the written word, since it purports that artworks like literature are something we can learn from that we cannot do any other way.

      Contemporary Art Theory
      The "Historical artworld," theory- art involves an interrelated complex of artists, artwork, audience, artworld/institutions. All these work in concert with each other, and changes through history adds even more fluidity. This complex changes through history, reflecting a tension between normalcy and creativity (Nietzsche, Dewey, Heidegger, Gadamer).
      The features and significance of the historical artworld theory, which more properly should be termed a "notion," is that it does not "locate" art in any one of the four traditional factors of artist, artwork, audience, and artworld institutions that people have traditionally examined to define what art is. The historical artworld notion expands beyond the traditional four factors and takes into account history, and the tension between creativity and normalcy. Thus, the historical artworld notion looks at art through a more broad interpretation then the imitation and expression theories do, by adding history and the tension between creativity and normalcy as well. Thus, the historical artworld notion is better at explaining the fluid relationships between the various facets involved in art. The idea is that it uses "hermeneutics" which means "interpretations" that are in Martin Heidegger's words more "world disclosive." Therefore, the historical artworld notion tends to be less dogmatic than a theory and really seeks to serve as a guidepost for understanding art.

      One of the most significant features of the historical artworld notion, unlike the imitation and expression theories, is that as Heidegger and Hans-Georg Gadamer argue, the theory of hermeneutics purports that it is impossible to approach anything independent of historical influences that have already shaped us and therefore, mold how it is we would approach anything. There are already operating influences in how we regard anything in the world, and art would be included in that. By contrast, the imitation theory is too "narrow" in its "accepted rules" of art because it only seeks to imitate objects in the world and disregard the importance of historical influence in creating artworks. One of the ways to understand this is by examining child development. Every adult has been a child, and every child has been shaped by cultural influences through all sorts of ways, education, rearing, etc. In other words, any human self will always be equipped with ways of seeing; therefore, there is no such thing as coming to see something as all by itself. Thus, when we approach a work of art, before we even engage it we are already equipped with inheritances from our tradition and our culture that come to us by way of education and other kinds of influences. No engagement with a work of art is a blank slate-- we are not a tabula rasa. For example, in the case of Greek tragedy, we would have to know what the historical circumstances were and what it was like for the work to be performed at that time. Therefore, any approach to art always carries the art history with it, because historical influences are always shaping how we begin to see anything.

      My study has convinced me that Gadamer's hermeneutic circle is the most comprehensive and exciting theory of art that has made a real impression in the art world.

      I recommend this work for anyone interested in philosophy, philosophy of art. I strongly recommend Gadamer's "Truth and Method" for an in-depth understanding of the hermeneutic circle and its explanation of art.