Angepinnt Tagungen, Workshops, Veranstaltungen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Tagungen, Workshops, Veranstaltungen

      Rationality, Markets and Moral: Neue Online-Zeitschrift

      2010 startet eine neue internationale Online-Zeitschrift mit dem Namen "Rationality, Markets and Morals" (RMM). Darin sollen z.B. ökonomische Probleme aus
      ökonomische Probleme aus philosophischer Perspektive diskutiert werden, Methoden der Ökonomik auf philosophische Probleme angewendet und die gemeinsamen methodischen Grundlagen der beiden Disziplinen untersucht werden. Themen, die im Vordergrund stehen sollen, sind:

      - Grundlagenprobleme in der Entscheidungstheorie, der Spieltheorie oder der Theorie des Social Choice,
      - die Ethik des Marktes,
      - Probleme der Unternehmensethik,
      - die Methodologie der Wirtschaftswissenschaften,
      - politische Ökonomie und die Grundlagen sozialer und politischer Institutionen,
      - philosophische Aspekte und Anwendungen der Verhaltensökonomik,
      - ökonomische Analysen klassischer philosophischer Probleme, etwa in der Ethik oder der sozialen
      Erkenntnistheorie,
      - die Theorie der instrumentellen Rationalität und ihre Grenzen.

      RMM erscheint in englischer Sprache und ist eine reine Onlinezeitschrift mit freiem Zugang und freiem Download aller Artikel (open access). Neben Originalbeiträgen, die einem strengen doppelt-blindem Gutachterprozess unterliegen, veröffentlicht RMM Buchbesprechungen und Diskussionsbeiträge zu in RMM veröffentlichten Artikeln.
      RMM erscheint kontinuierlich. Leser können
      sich bei RMM registrieren und erhalten dann bei jedem neuen Beitrag in RMM eine kurze Benachrichtigung per Email.

      RMM wird herausgegeben von Bernd Lahno und Hartmut Kliemt, Philosophen der Frankfurt School of Finance & Management, und von Max Albert, Justus-Liebig-Universität Gießen, VWL. Dem Beirat gehören u.a. Hans Albert, Michael Baurmann, Dieter Birnbacher, Christine Chwaszcza, Bruno S. Frey, Rainer Hegselmann, Stefan Huster, Weyma Lübbe, Thomas Spitzley und Wolfgang Spohn an.
      rmm-journal.de/
    • Symposium »Gemeinsam im Niemandsland. Auf der Suche nach einer neuen Sozialordnung« - 4. Februar - Eintritt frei

      Symposium »Gemeinsam im Niemandsland. Auf der Suche nach einer neuen Sozialordnung« - 4. Februar - Eintritt frei

      Als gesellschaftstheoretisches Begleitprogramm zu den von der BHF-Bank-Stiftung organisierten Frankfurter Positionen 2011 veranstaltet das Institut für Sozialforschung seit Sommer 2010 die Vortragsreihe à jour. Während des Uraufführungsfestivals, bei dem Künstlerinnen und Künstler ihre im Rahmen von Werkaufträgen entstandenen Arbeiten präsentieren, wird diese Vortragsreihe mit einem Symposium abgeschlossen. Unter dem Titel »Gemeinsam im Niemandsland. Auf der Suche nach einer neuen Sozialordnung« haben renommierte Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Disziplinen den Versuch gemacht, jeweils einen spezifischen Aspekt des gesellschaftlichen Wandels zu beschreiben und zu analysieren. Das »Gemeinsam im Niemandsland« kann als ein Bild dafür gelesen werden, dass wir alle mit tiefgreifenden sozialen, politischen und kulturellen Veränderungen konfrontiert sind, auf die wir sowohl individuell wie kollektiv und institutionell reagieren müssen, und dabei erfahren, dass wir die Entwicklungen zum Teil nicht wirklich verstehen, unsere Denkmuster und Verhaltenspotentiale nicht mehr richtig zu passen scheinen und überkommene soziale und politische Einrichtungen, die jahrzehntelang erfolgreich waren, vielfach keine angemessenen Lösungen mehr bieten – wir uns also in einer Suchbewegung befinden, wenn es um die Gestaltung einer zukunftsfähigen Sozialordnung geht.

      Das Symposium bietet die Gelegenheit, drei der in den Vorträgen verhandelten Themen noch einmal aufzugreifen und in Gesprächen zwischen Künstlern, Wissenschaftlerinnen und Journalisten zu vertiefen. Der Vortrag von Axel Honneth, der dem Wandel der persönlichen Beziehungen in Familie, Paarbeziehungen und Freundschaften gewidmet ist, bildet den Abschluss der Vortragsreihe und zugleich den Auftakt zum Symposium.



      Freitag, 4. Februar 2011
      18.30 Uhr
      Eröffnungsvortrag
      Prof. Dr. Axel Honneth (IfS und Goethe-Universität, Frankfurt a.M.): Der lange Schatten der Romantik. Zum Strukturwandel persönlicher Beziehungen

      Samstag, 5. Februar 2011
      Symposium
      11.00–12.30 Panel 1: Sind wir post-säkular?
      13.15–14.45 Panel 2: Grenzen des (Finanz)marktes?
      15.30–17.00 Panel 3: Zukunft der Sozialpolitik

      Es diskutieren unter anderen: Regina-Maria Dackweiler (Politikwissenschaftlerin, Hochschule RheinMain, Wiesbaden); Nils Goldschmidt (Volkswirtschaftler und Theologe, u. a. Universität der Bundeswehr, München); Jürgen Kaube (Redakteur für Forschung, Wissenschaft und Bildungspolitik, Frankfurter Allgemeine Zeitung); Kristof Magnusson (Autor, Berlin); Werner Plumpe (Wirtschafts- und Sozialhistoriker, IfS und Goethe-Universität, Frankfurt a. M.); Ferdinand Sutterlüty (Soziologe, IfS und FH Paderborn); Mark Schieritz (Redakteur für Wirtschaft und Finanzmärkte, Die Zeit); Thomas M. Schmidt (Religionsphilosoph, Goethe-Universität, Frankfurt a. M.); Kathrin Röggla (Autorin, Berlin); Oliver Sturm (Autor, Berlin).


      Die vollständige Besetzung und definitive Abfolge der Panels werden
      Anfang Januar 2011 bekanntgegeben. Darüber wie auch über die
      bisherigen Vorträge informieren die Webseite des IfS sowie
      ajour-frankfurt.de›.

      Veranstaltungsort:
      Frankfurt LAB
      Schmidtstraße 12
      60326 Frankfurt am Main

      Eintritt frei
    • Freiheit. Internationaler Hegelkongress 2011.


      Programm


      Mittwoch, 22. Juni 2011

      Abend

      * Eröffnung und Grußworte
      * Plenarvortrag: Prof. Dr. Axel Honneth (Präsident der Internationalen Hegel-Vereinigung, Goethe-Universität Frankfurt am Main)
      * Empfang


      Donnerstag, 23. Juni 2011

      Vormittag

      * Kolloquium I: Erste Natur und Freiheit
      Leitung: Prof. Dr. Pirmin Stekeler-Weithofer (Universität Leipzig)
      Prof. Dr. Thomas Buchheim (Ludwig-Maximilians-Universität München)
      Prof. Dr. Peter van Inwagen (University of Notre Dame)
      Prof. Dr. Holm Tetens (Freie Universität Berlin)
      * Kolloquium II: Ästhetische Freiheit
      Leitung: Prof. Dr. Andrew Norris (University of California, Santa Barbara)
      Prof. Dr. Andrea Kern (Universität Leipzig)
      Prof. Dr. Dieter Thomä (Universität St. Gallen)
      Prof. Dr. Martin Seel (Goethe-Universität Frankfurt am Main)
      * Forum freier Kurzvorträge
      Leitung: Prof. Dr. em. Rolf-Peter Horstmann (Humboldt-Universität Berlin)

      Nachmittag

      * Kolloquium III: Freiheit und Determinismus
      Leitung: Prof. Dr. Marcus Willaschek (Goethe-Universität Frankfurt am Main)
      Prof. Dr. R. Jay Wallace (University of California, Berkeley)
      Prof. Dr. Birgit Recki (Universität Hamburg)
      Prof. Dr. Peter Rohs (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)
      * Kolloquium IV: Republikanische Freiheit
      Leitung: Prof. Dr. Marcus Llanque (Universität Augsburg)
      Prof. Dr. Harald Bluhm (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
      Prof. Dr. Hauke Brunkhorst (Universität Flensburg)
      Prof. Dr. Philip Pettit (Laurence S. Rockefeller University, Princeton)
      * Kolloquium V: Freiheit als Selbstgesetzgebung
      Leitung: Prof. Dr. Robert Stern (University of Sheffield)
      Prof. Dr. Christoph Menke (Goethe-Universität Frankfurt am Main)
      Prof. Dr. Terry Pinkard (Georgetown University, Washington D.C.)
      Prof. Dr. Charles Larmore (Brown University, Providence)

      Abend

      * Plenarvortrag: Prof. Dr. David Wellbery (University of Chicago)


      Freitag, 24. Juni 2011

      Vormittag

      * Kolloquium VI: Soziale und individuelle Freiheit
      Leitung: Prof. Dr. Frederick Neuhouser (Columbia University, New York)
      Prof. Dr. Rahel Jaeggi (Humboldt-Universität, Berlin)
      Prof. Dr. William Bristow (University of Wisconsin-Milwaukee)
      Prof. Dr. Paul Redding (University of Sydney, Australien)
      * Kolloquium VII: Freiheit und Markt
      Leitung: Prof. Dr. em. Claus Offe (Berlin)
      Dr. Lisa Herzog (University of Oxford)
      Prof. Dr. Steven Lukes (New York University)
      * Forum freier Kurzvorträge
      Leitung: N.N.
      * Übersetzerwerkstatt
      Leitung: Prof. Dr. Jean-Pierre Lefebvre (École Normale Supérieure, Paris)
      Dr. Gianluca Garelli (Universität Florenz, Italien)
      Dr. Manuel Jiménez Redondo (Universidad de València, Spanien)
      Prof. Dr. Terry Pinkard (Georgetown University, Washington D.C.)
      Sven-Olov Wallenstein (Stockholm, Schweden)

      Nachmittag

      * Kolloquium VIII: Freiheit und Recht
      Leitung: Prof. Dr. Jean-François Kervégan (Université Pantheon-Sorbonne, Paris)
      Prof. Dr. Giuseppe Duso (Università degli Studi di Padova)
      Prof. Dr. Franck Fischbach (Université de Nice Sophia Antipolis)
      Prof. Dr. Sally Sedgwick (University of Illinois at Chicago)
      * Kolloquium IX: Befreiung
      Leitung: Prof. Dr. Daniel Brudney (University of Chicago)
      Prof. Dr. Michael Rosen (Harvard University, Cambridge/Mass.)
      PD Dr. Hans-Christoph Schmidt am Busch (Frankfurt am Main)
      Dr. Andrew Chitty (University of Sussex)
      * Forum freier Kurzvorträge
      Leitung: Prof. Dr. Andreas Arndt (Humboldt-Universität Berlin)

      Abend

      * Plenarvortrag: Prof. Dr. Ludwig Siep (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)
      * Konferenzdinner (nur für Vortragende)


      Samstag, 25. Juni 2011

      Vormittag

      * Kolloquium X: Die Herausforderung der Hegelschen Rechtsphilosophie
      Leitung: Prof. Dr. Francesca Menegoni (Università degli Studi di Padova)
      Prof. Dr. Angelica Nuzzo (City University of New York, New York)
      Prof. Dr. Michael Quante (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)
      Prof. Dr. Stephen Houlgate (University of Warwick)
      * Kolloquium XI: Freiheit und zweite Natur
      Leitung: Prof. Dr. Sebastian Rödl (Universität Basel)
      Prof. Dr. David Bakhurst (Queen`s University, Kingston/Ontario)
      Prof. Dr. Scott Meikle (University of Glasgow)
      Prof. Dr. Fred Neuhouser (Columbia University, New York)
      * Kolloquium XII: Religion der Freiheit
      Leitung: PD Dr. Gunnar Hindrichs (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)
      Karl Kardinal Lehmann (Mainz)
      Prof. Dr. Rudolf Langthaler (Universität Wien)
      Prof. Dr. Dina Emundts (Universität Konstanz)

      Nachmittag

      * Mitgliederversammlung der Internationalen Hegel-Vereinigung e.V.
    • Hegel-Kongress - Call for Abstracts

      Call for Abstracts:


      Die westliche Philosophie hat seit Kant das Prinzip der Freiheit zu ihrem zentralen Orientierungspunkt erhoben. Kant und der ihm
      nachfolgende Deutsche Idealismus verstehen Freiheit nicht nur für die praktische Philosophie als leitend, indem sie praktische Rationalität
      als freie, vernünftige Selbstgesetzgebung bestimmen. Auch in der theoretischen Philosophie – also in der Erkenntnistheorie – ist für
      diese Tradition der Begriff der Freiheit zentral.

      Für die gegenwärtige Philosophie, so sehr sie auch immer noch in der Schuld dieser Denker steht, ist die Idee, unter einem einheitlichen
      Begriff freier Subjektivität alle philosophischen Probleme einer Lösung zuzuführen, jedoch nicht mehr ohne weiteres möglich. Vielmehr
      ist durch eine Reihe von Entwicklungen der Begriff der Freiheit problematisiert worden.

      An prominentester Stelle stehen dabei die in den letzten Jahren öffentlichkeitswirksam geführten Auseinandersetzungen um die
      Willensfreiheit. Eine zweite zeitgenössische Debatte innerhalb der theoretischen Philosophie beruft sich auf die Idee, dass sich
      begriffliche Fähigkeiten nur im Kontext sprachlicher Praktiken herausbilden können und konstitutiv auf sie angewiesen sind; dass
      somit eine spezifische Form sozialer Freiheit maßgeblich für deren Bildung ist, führt zu einer verstärkten Reflexion auf die Bedingungen,
      Formen und Möglichkeiten von kollektiver Freiheit. Schließlich ist es wenig überraschend, dass sich das breiteste Spektrum unterschiedlicher
      Zugänge zum Begriff der Freiheit in der praktischen Philosophie, der Sozialphilosophie und der politischen Philosophie finden lässt, die
      das Verhältnis zwischen Selbstbestimmung, Normativität und Kausalität, sowie zwischen menschlicher Natur und menschlicher Freiheit seit jeher
      problematisieren.

      In der politischen Philosophie hat sich neben den liberalen und libertarianischen Ansätzen negativer Freiheit und Ansätzen positiver
      Freiheit in den letzten Jahren vor allem die Tradition des Republikanismus als äußerst fruchtbar erwiesen, die die Freiheit als
      Verwirklichung einer bestimmten Form politischer Gemeinschaft bestimmt. Diese Konkurrenz zwischen libertarianischen, liberalen und
      republikanischen Freiheitsbegriffen wird schließlich zusätzlich um einen vierten Begriff erweitert, den Begriff der "sozialen Freiheit",
      der gerade im Anschluss an Hegel verstärkt in die Diskussion eingebracht wird.

      Neben den genannten Ansätzen mit ihren Schnittpunkten gehört zu der philosophischen Debatte um die Freiheit aber auch die Auffassung, dass
      sich Freiheit letztlich nicht allein vom Standpunkt der theoretischen oder der praktischen Philosophie allein begreifen lässt, sondern durch
      die Idee eines Spiels freier Subjektivität in der ästhetischen Erfahrung ergänzt werden muss.

      An diesem Punkt liegt es nahe, an das Werk G. W. F. Hegels anzuknüpfen, der in wohl einzigartiger und vermutlich in seither nicht
      mehr wiederholter Weise eben jenes einheitliche Projekt verfolgt, Freiheit in all ihren Aspekten begrifflich zu fassen und in einem
      System der Philosophie zu explizieren. Hegels Werk steht für den Versuch, die Gesamtheit nicht nur der menschlichen Existenz, sondern
      auch der Gesellschaft und der begrifflichen Struktur unserer Erkenntnis unter dem systematischen Gesichtspunkt der Freiheit zu
      erfassen; dabei geht es ihm nicht nur um das rein philosophische Projekt, einen systematisch aufgefächerten Begriff der Freiheit zu
      entwerfen, sondern er beansprucht zugleich, diesen mit der Erkenntnis der Rolle der historischen Verwirklichung der Freiheit in der modernen
      Kultur und dem modernen Staat verknüpft zu haben.

      Im Rahmen des Internationalen Hegelkongresses 2011, der vom 22. bis 25. Juni 2011 in Stuttgart stattfindet, werden diese Fragen von
      bekannten Vertreterinnen und Vertretern der Philosophie, Politikwissenschaft, Theologie, Ästhetik und Ideengeschichte
      diskutiert werden. Auf diesem Kongress sind jedoch auch jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu aufgerufen, ihre
      Forschung zu den genannten Themenfeldern vorzustellen. Dazu besteht im Rahmen dreier Foren freier Vorträge Gelegenheit, die von Prof. Dr.
      Andreas Arndt, Prof. Dr. Rolf-Peter Horstmann und Prof. Dr. Beatrice Longuenesse geleitet werden.

      Wir bitten alle Interessentinnen und Interessenten, Vorschläge für Vortragsthemen einzureichen, die die oben genannten Aspekte oder einen
      der übrigen Kongressschwerpunkte mit der Diskussion um das Werk Hegels verbinden. Die Themen sollten für einen Vortrag von 25 Minuten Länge
      geeignet sein. Um für die Auswahl berücksichtigt zu werden, sollten interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bis zum
      15.02.2011 eine Kurzdarstellung ihres Vortragsthemas von nicht mehr als 5000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) in einer der
      Konferenzsprachen Deutsch, Englisch oder Französisch im Word-Format an die E-Mail-Adresse info@hegel2011.de schicken. Um die Anonymität der
      Begutachtung zu gewährleisten, sollten Name, Anschrift und institutionelle Anbindung in einem separaten Dokument vermerkt werden.
      Eine Benachrichtigung über das Ergebnis des Auswahlverfahrens erfolgt bis zum 01.April 2011.

      Weitere Informationen über das Kongressprogramm des Hegelkongresses und die organisatorischen Details sind unter hegel2011.de
      erhältlich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Spirit ()

    • CfP: Fortschritt. Bildung. Kultur. Kritische Theorie heute

      Call for Papers

      Thema: Fortschritt. Bildung. Kultur.
      Untertitel: Kritische Theorie heute
      Typ: Tagung
      Institution: Justus-Liebig-Universität Gießen
      Ort: Gießen
      Date: 05.07.-06.07. 2012
      Deadline: 27.01.2012

      ------------------------------
      Fortschritt. Bildung. Kultur. Kritische Theorie heute

      In der Kritischen Theorie ist der Begriff der Kultur mit der erhofften Befreiung ebenso innig verbunden wie mit der Gefahr der Erstarrung. Spätestens seit der Erfahrung von Auschwitz dominiert die Herausarbeitung des herrschaftlichen Charakters von Kultur: In ihr sei die Unterdrückung der inneren und äußeren Natur sowie die Herrschaft des Menschen über den Menschen ebenso angelegt wie der Rückfall in unvermittelte Gewalt. Jedoch hält insbesondere Adorno an dem Gedanken an Emanzipation, an die befreite Gesellschaft fest. Dabei misst die Kritische Theorie der Kultur eine zentrale Rolle zu: Als Sphäre der Reflexion von Herrschaft ebenso wie als mögliche Statthalterin der Hoffnung auf Emanzipation. Befreiung wird nicht als Befreiung von der Kultur, sondern als Reflexion der Kultur auf ihre unterdrückerischen Züge verstanden. Dies trennt die Texte der Kritischen Theorie deutlich von der konservativen Kulturkritik deutscher Romantiker, mit der sie immer wieder in eins gesetzt wird.

      Diese doppelte Bedeutung des kritisch-theoretischen Kulturbegriffs bildet den Ausgangspunkt der Konferenz Fortschritt. Bildung. Kultur. Kritische Theorie heute. Ihr Interesse konzentriert sich anhand der drei Themenfelder auf die Frage, inwiefern die aktuelle sozial- und kulturwissenschaftliche Forschung von den kritisch-theoretischen Ansätzen profitieren kann und inwieweit die Kritische Theorie angesichts gegenwärtiger gesellschaftlicher und gesellschaftstheoretischer Entwicklungen zu aktualisieren wäre.

      Es werden für jedes Panel 3 Vorträge ausgewählt. Die Beiträge sollten eine Länge von 25 Minuten nicht überschreiten, an die sich eine Diskussionszeit von weiteren 25 Minuten anschließen wird. Abstracts sollen nicht länger als 300 Wörter sein und Kontaktinformationen beinhalten. Sie sollen im pdf-Format bis zum 27.01.2012 an Kritische-Theorie-Konferenz-2012@gmx.de geschickt werden. Die Betreffzeile sollte den Titel des anvisierten Panels beinhalten. Beiträge aus allen Disziplinen sind willkommen. Die ausgewählten Vorträge werden bis zum 10.03.2012 bekannt gegeben. Es besteht die Möglichkeit einer Fahrtkostenerstattung.

      Panel I: Kultur, Zivilisation und Fortschritt in der Kritischen Theorie

      In der Dialektik der Aufklärung entwerfen Adorno und Horkheimer eine Kulturtheorie, die den Prozess der Zivilisation aus der Gleichzeitigkeit von Regression und Fortschritt zu erklären versucht. Innerhalb dieses geschichtsphilosophischen Paradigmas stellt sich für eine Kritische Theorie der Kultur die Aufgabe, Wege aus der Verstrickung von Aufklärung und Mythos zu suchen, um „die Zivilisation positiv über sich hinauszutreiben. Hat einmal die Zivilisation so sich ausgebreitet und befreit, daß es keinen Hunger mehr auf der Erde gibt, dann wird sie das erfüllen, was alle Kultur bis heute vergebens nur versprach“ (in: Kultur und Zivilisation).

      Beiträge können aktuelle gesellschaftliche Themen aus der Perspektive der Kritischen Theorie erörtern, um deren Potential und Grenzen als eine mögliche Form zeitgenössischer Kulturkritik zu erschließen. Ebenso können dezidiert theoretische Zugänge zum Thema oder kontextualisierende Lesarten der betreffenden Texte vorgeschlagen werden.

      Angesichts gegenwärtiger technischer und sozialer Entwicklungen stellt sich die Frage nach Potential und Implikationen eines solchen Zivilisationsbegriffs. Ist er noch haltbar oder gar notwendig für eine kritische Theorie der Kultur?
      Im Kontext aktueller globalisierungs- und kulturtheoretischer Debatten interessiert sich die Sektion für die Relevanz, Aktualität und Anschlussmöglichkeit des Kulturbegriffs der Kritischen Theorie: Worin liegt sein spezifisches Potential für aktuelle gesellschaftliche und kulturwissenschaftliche Fragestellungen?
      Welche Einsichten der zeitgenössischen Kulturforschung erlauben oder verlangen neue Lesarten der Kritischen Theorie?

      Panel II: Kritische Theorie der Bildung

      In den bildungstheoretischen Schriften von Adorno und Horkheimer werden die Begriffe der Bildung und Erziehung nahezu synonym verwendet. Bildung wird hier verstanden als Prozess mit dem Ziel der Erfahrungsfähigkeit und Muündigkeit. Bildungsprozesse sollen zum kritischen Bewusstsein – die Erziehung zu Anpassung und Widerstand – führen. Dabei steht die Entbarbarisierung der Menschen im Fokus. Adorno konstatiert: „Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen“ (in: Minima Moralia).

      Die Beiträge in diesem Panel können – unter anderem, aber nicht ausschließlich – folgende Fragen thematisieren:
      Was wird in der Kritischen Theorie unter dem Begriff der Bildung verstanden?
      Welche Rolle spielt Bildung für das politische/demokratische Bewusstsein?
      Inwiefern stehen Bildung und Erfahrung in einem interdependenten Verhältnis?
      Welche normativen Vorstellungen von Gesellschaft stecken hinter dem Begriff der Bildung der Kritischen Theorie?
      Kann das Bildungsverständnis der Kritischen Theorie in Zeiten von G8 und Bologna noch bestehen?


      Panel III: Kulturelle Differenz im Spiegel Kritischer Theorie

      Der Kulturbegriff der älteren Kritischen Theorie ist ausdifferenziert durch das in ihm ausgearbeitete Verhältnis von Herrschaft und Befreiung, von Zivilisation und Barbarei. Die neuere Kritische Theorie legt im Gedanken an kulturelle Differenz eine stärkere Betonung darauf, dass Kultur nicht nur im Singular existiert. Beide Denkrichtungen ziehen aus unterschiedlichen Gründen den Vorwurf des Eurozentrismus auf sich. Adorno zeigt jedoch bereits früh eine Herangehensweise an einen Kulturbegriff auf, der einen differenzierten, stets auf Freiheit orientierten Umgang gestattet. Eine Aktualisierung der Kritischen Theorie kann eine Brücke zwischen Adornos universalistischem Kritik- und Freiheitsbegriff einerseits und der Realität differenter Vorstellungen andererseits schlagen. Nicht zurückfallen darf sie hinter sein Insistieren: „[E]s kommt darauf an, daß man am eigenen wie am anderen des kritischen Gedankens mächtig bleibt“ (in: Kultur und Culture), denn nur „solche Gedanken haben eine Chance, […] welche die Idee der Kultur nicht weniger herausfordern als die Wirklichkeit der Barbarei“ (in: Spengler nach dem Untergang)

      Die Beiträge in diesem Panel können folgende Fragen thematisieren:
      Inwiefern bieten die kulturtheoretischen Texte der älteren Kritischen Theorie einen Ansatzpunkt für die Thematisierung aktueller Debatten um Kultur und kulturelle Differenz?
      Inwiefern ist die Kritische Theorie als Produkt europäischer Geistesgeschichte in ihrem Geltungsbereich eingeschränkt und bedarf angesichts universalismuskritischer und postkolonialer Literatur einer Revision?
      Inwiefern sind umgekehrt heutige Debatten um kulturelle Differenz nach den Maßgaben Kritischer Theorie selbst problematisch?
      In welchem Verhältnis stehen die anerkennungstheoretischen und kommunikationstheoretischen Ansätze der neueren Kritischen Theorie zur älteren Kritischen Theorie, insbesondere in der Frage nach Umgangsmöglichkeiten mit kultureller Differenz?