Angepinnt Ethik und politische Philosophie: Tagungen, Workshops, Veranstaltungen

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    • Ethik und politische Philosophie: Tagungen, Workshops, Veranstaltungen

      Gerechtigkeit zwischen Ideal und Wirklichkeit. Zum Verhältnis von idealer und nicht-idealer Theorie.

      Internationaler Workshop

      21./22.1.2010 Frankfurt am Main.

      Vortragende: Robin Celikates, Rainer Forst, Stefan Gosepath, David Miller, Zofia Stemplowska, Adam Swift, Laura Valentini, Lea Ypi.

      In der zeitgenössischen Gerechtigkeitstheorie gewinnt neuerdings ein Diskurs über ihr Selbstverständnis an Brisanz: Inwiefern kann und muss sie sich in einer Welt mit all ihren Ungerechtigkeiten auch weiterhin an Idealen orientieren? Welche Idealisierungen und Abstraktionen müssen innerhalb der »nicht-idealen« Theoriebildung zugunsten von Realitätsnähe und Anwendungsbezug aufgegeben werden? Und welche Elemente der »idealen« Theorie bleiben unverzichtbar? Der erste Workshop der neuen DFG-Kollegforschergruppe »Justitia Amplificata« unter der Leitung von Prof. Stefan Gosepath und Prof. Rainer Forst ist diesen und verwandten methodologischen Fragen der neueren Gerechtigkeitstheorie gewidmet.

      Um vorherige Anmeldung wird gebeten unter: valentin.beck@normativeorders.net

      gesellschaftswissenschaften.un…deal_und_wirklichkeit.pdf
    • Die Lehre vom 'höchsten Guten' - Eine interkulturelle philosophische Annäherung an die Perspektive der Menschlichkeit


      05. Februar 2010 von 9.15 bis 18.30 Uhr
      Tagungsort: Universität zu Köln

      Einladung
      zur Tagung des Forschungskollegs Inter-/Transkulturelle Philosophie

      Alter Senatsaal (Hauptgebäude)
      Albertus Magnus Platz
      50923 Köln
      Leitung: Prof. Dr. Claudia Bickmann
      Philosphisches Seminar der Universität zu Köln
      Albertus Magnus Platz, D-50923 Köln 0221/470-6362; 470-2451
      Claudia.Bickmann@uni-koeln.de


      Programm

      9.15 -10.00h Prof. Dr. Claudia Bickmann: Das höchste Gute: Ort interkultureller Annäherung?

      10.00-10.45 h Dr. Dirk Fonfara: Das höchste Gut bei Thomas von Aquin im Kontext von Glaube und Wissen

      10.45-11.30h Dr. Myriam-Sonja Hantke: Die Idee des höchsten Guts bei Leibniz und im I Ging

      12.00-12.45h Dr. Anja Solbach: Narrative Identität und ethische Ausrichtung. Das gute Leben nach Paul Ricoeur

      12.45 -13.30 Prof. Dr. Helmut Girndt: Das höchste Gut im Advaita Vedanta mit Rückblicken auf das westliche Denken

      15.00-15.45h Dr. Sasa Josifovic: Wu-wei - Ein Dialog zwischen Konfuzius und Lao Tse

      15.45-16.30 h Dr. Du Lun: Menschlichkeit (仁): Wesen und Aufgabe des Menschen

      17.00-17.45h Dr. Hendrik Jäger: Das höchste Gute - die Menschlichkeit - im Werk des Menzius

      17.45-18.30h Dr. Markus Wirtz: Interne und externe Normativität: Begründungen von Menschlichkeit (仁) zwischen Konfuzius und Kant

      Programm:

      An den Rändern unseres Kulturkreises wächst der europäischen, der abendländischen Philoso-phie eine neue Herausforderung zu: Ethik und Erkenntnistheorie, Ontologie und Metaphysik sollen erneut auf eine gemeinsame Idee, auf ein tragendes Prinzip zurückzuführen sein, das nicht allein als Grundlage des Handeln in einer sittli-chen Gemeinschaft, sondern zugleich als Grund-lage wahrheitsbezogener Erkenntnis fungieren soll.
      Dabei wird dem abendländischen Weg des `Lo-gical inquiry´ - als einem identifizierenden, diffe-renzierenden und begriffsunterscheidenden Denken - in den vielfältigen neueren chinesi-schen und japanischen Positionen die Idee eines prozessorientierten, auf Intuition beruhenden `Dao-learning´ komplementär an die Seite ge-stellt:
      Während das `Logical inquiry´ auf der Suche nach dem „Seienden, insofern es ist“ von Aristo-teles bis in die Gegenwart die phänomenale Welt stets deutlicher in einer verobjektivierenden Per-spektive auf Distanz gehalten habe, so beschreite demgegenüber das `Dao-learning´ - mit Heideg-ger als ein `vernehmendes Denken´ aufgefasst - im Einklang mit der Dynamik der Seinsentfal-tung einen ethisch motivierten Weg vom Wahr-heitsbezug zur Weisheit.
      Gegenüber dem neuzeitlichen, rationalitätsbezo-genen Denken finden wir somit in vielfältigen asiatischen - chinesischen, japanischen und indi-schen - Traditionen Formen der Einbettung unse-res Wissens, durch die unsere theoretische Ver-nunft erneut an ihre prä-reflexiven, prä-pradikativen Formen zurückgebunden werden soll.
      Besondere Ausdeutung findet diese Gestalt prä-reflexiver Einbettung unseres verobjektivierenden Wissens in den Horizonten der `reinen Erfahrung´ (im Rahmen der Kyoto Schule (Nishida)), der `in-tuitiven Annäherung´ indischer Philosophie (Ra-dahkrisnan) oder im chinesischen `Way of Dao-learning´ (Field-Being-Philosophy).
      Leitendes Ethos und Fluchtpunkt der Annäherung ist dabei die Selbstbestimmung, die Selbstbefrei-ung des Menschen aus seinem abhängigen Ge-bunden-sein an die äußeren Geschicke unserer Existenz. Dieser Gedanke kulminiert in der Idee des höchsten Guten: `The Way of Dao´ etwa wird innerhalb der neueren chinesischen Philosophie idealtypisch (ideally conceived) als Ren, als “a free flow of excellence in oneness with Dao” aufge-fasst und deutlich vom `Weg des Logos´ unter-schieden, der in dieser Konzeption nur mehr der Heuristik der Annäherung dienen soll.
      Beide Formen der Annäherung - das `Dao-learning´ wie auch das `Logical inquiry´ - werden im Rahmen der Tagung jedoch nicht allein in ih-rem Kontrast zueinander als zwei mögliche Wei-sen der Lebensgestaltung aufgenommen, sondern zugleich als zwei grundlegend unterschiedene Wei-sen philosophischen Strebens nach dem `höchsten Guten´.

      Claudia Bickmann


      philosophie.uni-koeln.de/dl/ikp.doc
    • 1. Aachener Metaethik-Workshop 2010 (15. – 19. März 2010)

      Veranstalter: Philosophisches Institut der RWTH Aachen

      Leitung: PD DR. Oliver Hallich (Düsseldorf)


      Das Philosophische Institut der RWTH Aachen lädt interessierte Studierende und Doktoranden zum 1. Aachener Metaethik-Workshop ein. Der fünftägige Workshop soll fortgeschrittenen Studierenden eine Möglichkeit bieten, sich eingehend mit den wichtigsten Positionen und Problemstellungen der zeitgenössischen Metaethik zu beschäftigen.

      ZUM WORKSHOP

      Nachdem metaethische Fragestellungen und Debatten in der deutschsprachigen Moralphilosophie lange Zeit stiefmütterlich behandelt worden sind, kommt ihnen gegenwärtig eine zunehmende Bedeutung zu. Dies zeigt nicht zuletzt die wachsende Zahl von Forschungsprojekten, die in den letzten Jahren im Bereich der Metaethik durchgeführt worden sind.

      Gerade für Studierende ist der Zugang zur Metaethik jedoch kein ganz leichter: Einführende Veranstaltungen zur Metaethik sind an deutschen Universitäten nach wie vor selten; es liegt bis heute keine einschlägige deutschsprachige Einführung in die Metaethik vor; und wer sich der metaethischen Debatte auf eigene Faust zu nähern versucht, sieht sich vielen miteinander verwobenen Problemen und einer kaum überschaubaren Menge von Positionen gegenüber. Hinzu kommt, dass die Begriffe, die zur Bezeichnung dieser Positionen gebraucht werden, so uneinheitlich verwendet werden, dass sie die Orientierung eher erschweren als erleichtern.

      Ziel des 1. Aachener Metaethik-Workshops ist es, Studierenden, mit moralphilosophischen Vorkenntnissen anhand klassischer und neuerer Grundlagentexte einen Einstieg in metaethische Grundpositionen und ihre Weiterentwicklungen zu vermitteln. Im Mittelpunkt des diesjährigen Workshops werden Texte von Alfred Ayer, John Mackie, Harold Prichard, Richard Hare und Allan Gibbard stehen. In den kommenden Jahren soll der Workshop in einer Weise fortgesetzt werden, die auf den so erworbenen Grundlagen aufbaut und eine vertiefte Auseinandersetzung mit einzelnen Theorien bzw. Theoriefamilien erlaubt.

      Ein zusätzliches Ziel des Workshops besteht darin, Studierende mit Philosophen in Kontakt zu bringen, die aktiv im Bereich der Metaethik forschen. Die Leitung des Workshops wird daher Philosophen übertragen werden, die gerade ein umfangreicheres metaethisches Forschungsprojekt durchführen oder ein solches Projekt in der jüngeren Vergangenheit durchgeführt haben. Diese werden den Workshop mit einem Vortrag zu ihrem Forschungsthema beschließen.

      Der diesjährige Workshop wird von PD Dr. Oliver Hallich (Düsseldorf) geleitet. Oliver Hallich ist nicht nur ein ausgewiesener Kenner der Theorie Richard Hares, sondern hat auch unlängst mit seinem Buch „Die Rationalität der Moral. Eine sprachanalytische Grundlegung der Ethik“ eine umfangreiche eigene Studie zu den zentralen Fragen der Metaethik vorgelegt.

      PROGRAMM

      1. Tag (Mo, 15.3.10):

      1. Einführung in das Thema (Klärung der Grundbegriffe – Was ist analytische Philosophie? – Sprachanalyse und Ethik – Verteidiger und Kritiker des metaethischen Programms – Überblick über Theorienbildungen im Bereich der Metaethik).
      2. „Sein“ und „Sollen“: Das Naturalismusproblem (Moores Kritik des „naturalistischen Fehlschlusses“ – Das Argument der offenen Frage – Der Neonaturalismus). Textgrundlage: G.E. Moore, Principia Ethica, Kap. I, Abschn. 10-14; ergänzend: Textauszüge von Ph. Foot und J. Searle.

      2. Tag (Di, 16.3.10): Intuitionismus und Emotivismus

      1. Der Intuitionismus (Vertreter des frühen Intuitionismus: Prichard und Ross – Kritik des Intuitionismus – Der „neue Intuitionismus“). Textgrundlage: H. Prichard: „Beruht die Moralphilosophie auf einem Irrtum?“. In: G. Grewendorf/G. Meggle (Hrsg.): Seminar: Sprache und Ethik, Frankfurt a.M. 1974, 61-82.
      2. Der Emotivismus (Die Frühform des Emotivismus: A. Ayer – Der Emotivismus Ch. Stevensons – Emotivismus und Irrationalismus). Textgrundlage: A. Ayer, Sprache, Wahrheit und Logik, Stuttgart 1970, Kap. VI; ergänzend: Auszüge aus Stevenson, Ethics and Language.

      3. Tag (Mi, 17.3.10): Hares Universeller Präskriptivismus

      1. Hares Universeller Präskriptivismus: Metaethische Grundlagen (Hares „dritter Weg“ zwischen Kognitivismus und Nonkognitivismus – „Gut“ und Wählen – Universalität als formales Merkmal moralischer Urteile?). Textgrundlage: Hare: Die Sprache der Moral, Kap. VIII und IX.
      2. Das Verfahren der Normbegründung: Begründung des Utilitarismus (Das „Schuldnerbeispiel“ – Begründung als eliminatives Verfahren – Kritiker Hares: Tugendhat, Williams). Textgrundlage: Hare, Freiheit und Vernunft, Kap. VI.

      4. Tag (Do, 18.3.10): Anwendungen des Universellen Präskriptivismus

      1. Hare über Abtreibung als Problem der angewandten Ethik (Das „Existenzverhinderungsargument“ – Abtreibung und die Rechte möglicher Personen – Gibt es eine Fortpflanzungspflicht?). Textgrundlage: R. Hare: Abtreibung und die Goldene Regel. In: A. Leist (Hrsg.): Um Leben und Tod, Frankfurt a.M. 1990, 132-156.
      2. Zusammenfassende Diskussion zum Universellen Präskriptivismus und zum Verhältnis von Metaethik und Moralbegründung (Kritiker Hares: Tugendhat und Williams – Zum Verhältnis von Metaethik und normativer Ethik – Das Relativismusproblem aus metaethischer Perspektive).

      5. Tag (Fr, 19.3.10): Neuere Entwicklungen in der analytischen Ethik

      1. Mackies Irrtumstheorie (Mackies Antirealismus – Zur Debatte zwischen Realismus und Antirealismus – Der „neue Naturalismus“). Textgrundlage: J. Mackie: Ethik. Die Erfindung des moralisch Richtigen und Falschen, Kap. 1.
      2. Neuere Grundlagendiskussionen (Jüngere Entwicklungen in der analytischen Ethik: Neuer Expressivismus und „Quasi-Realismus“ – Perspektiven der analytischen Ethik). Textgrundlage: A. Gibbard: An Expressivistic Theory of Normative Discourse. In: Ethics 96 (1986), 472-485; ergänzend: A. Gibbard: Moral Feelings and Moral Concepts. In: R. Shafer-Landau (Hrsg.): Oxford Studies in Metaethics I, Oxford 2006, 195-215.

      Abschlussvortrag (Fr. 19.3.10): Ist Moral lehrbar?


      WEITERE INFORMATIONEN

      Der Workshop findet statt in der Pausenhalle (Bibliothek) des Philosophischen Instituts der RWTH Aachen (Eilfschornstr. 16). Für jeden der fünf Workshop-Tage sind zwei Sitzungen vorgesehen. Die Vormittagssitzung beginnt um 11 Uhr und endet um 13 Uhr. Die Nachmittagssitzung beginnt um 16 Uhr und endet um 18 Uhr.

      Die Teilnahmegebühr beträgt 10 €. Die Gebühr umfasst die Verpflegung mit Getränken an den fünf Tagen des Workshops sowie einen Reader mit allen Texten, die im Rahmen des Workshops diskutiert werden. Dieser ist ab sofort in Raum 106 des Philosophischen Instituts erhältlich.

      Anmeldungen und weitere Fragen richten Sie bitte an: Daniel Eggers, Philosophisches Institut der RWTH Aachen (daniel.eggers@rwth-aachen.de). Das Passwort für die obigen Texte erhalten Sie ebenfalls hier.

      philosophie.rwth-aachen.de/aw/…taethik-workshop/?lang=de
    • Essay-Wettbewerb GAP - Was schulden wir anderen Generationen?

      * Essay-Wettbewerb *

      Die GAP und die Grazer Philosophischen Studien vergeben an Studierende einen Preis für einen Essay zum Thema

      Was schulden wir anderen Generationen?
      \"Why should I care about posterity? What\'s posterity ever done for me?\"
      (Groucho Marx)

      Die ersten drei Preise sind mit 300, 200 bzw. 100 EURO dotiert. Die mit einem Preis ausgezeichneten Essays werden in den Grazer Philosophischen Studien veröffentlicht.

      TEILNAHMEBEDINGUNGEN

      Teilnahmeberechtigt sind Studierende und ehemalige Studierende aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz (Herkunfts- oder Studienland), die folgende Bedingungen erfüllen:

      1. Sie absolvieren ein Studium der Philosophie oder ein Studium, in dem Philosophie einen wesentlichen Anteil ausmacht, oder haben ein solches Studium absolviert und 2. bei Ende der Ausschreibungsfrist gilt für sie (bezüglich dieses Studiums), (i) dass sie mindestens im fünften Fachsemester sind (gilt nicht für Promotionsstudiengänge) oder (ii) dass sie in einem Masterstudiengang immatrikuliert sind oder (iii) dass ihr letzter Studienabschluss (nicht Promotion) nicht länger als zwei Jahre zurück liegt.

      DEADLINE:
      Einzureichen ist bis zum 15. Oktober 2010 ein Essay in deutscher oder englischer Sprache von maximal
      3 000 Wörtern zu dem genannten Thema.
      Weitere Informationen unter gap-im-netz.de/preise/essaypreis.html.
      "Kein Menschenwort kann das letzte sein." (Kafka)