Angepinnt Literaturliste: Philosophie der Gefühle

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    • Literaturliste: Philosophie der Gefühle

      Literaturliste: Philosophie der Gefühle

      Philosophie der Gefühle: Von Achtung bis Zorn
      von Christoph Demmerling, Hilge Landweer
      Preis: EUR 29,95
      Taschenbuch:338 Seiten
      Verlag: Metzler (10. Mai 2007)
      Kurzbeschreibung
      Stolz, Ärger, Angst, Neid etc. - das ganze Spektrum der Gefühle wird philosophischen Einzelanalysen unterzogen. Ausgehend von der Alltagserfahrung stehen die gemeinsamen Merkmale und die Differenzen der einzelnen Gefühle im Vordergrund. Dabei wird Bezug genommen auf die Philosophiegeschichte und aktuelle philosophische Kontroversen. Nicht nur Struktur und Gehalt der Gefühle sondern auch ihre leibliche Erfahrung werden betrachtet. Ein Nachschlagewerk für Philosophen und Psychologen.


      Philosophie der Gefühle
      von Sabine A. Döring
      Preis: EUR 18,00, 500 Seiten
      Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1., Originalausgabe (16. September 2009)
      Kurzbeschreibung
      Wenn es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts so etwas wie die »arme Verwandtschaft« unter den philosophischen Themen gab, so waren das die Gefühle. Zwar hatten sich Klassiker wie Platon, Aristoteles, Spinoza, Descartes und Hume eingehend mit ihnen befaßt, aber seit Kant, der sie als »Gegner der Vernunft« abtat, wurde den Gefühlen in der Philosophie nur noch wenig Beachtung geschenkt. Erst seit den 1960er Jahren rückten sie wieder in den Fokus des Interesses, und zwar aufgrund der Einsicht, daß Gefühle kognitive mentale Zustände sind, die dazu dienen können, andere Zustände und Handlungen rational zu machen. Strittig ist indes, von welcher Art emotionale Kognitionen sind. Der Band versammelt in historisch-systematischen Einzelstudien die wichtigsten Positionen in der Philosophie der Gefühle und eignet sich gleichermaßen als
      umfassende Einführung in die Thematik wie auch als Seminarvorlage.


      Emotionen. Eine Philosophie der Gefühle
      von Richard Wollheim
      Preis: EUR 9,90
      Gebundene Ausgabe: 295 Seiten
      Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1 (22. August 2001)
      Keine Frage - Emotionen steuern unser Handeln, unser Denken und unsere Empfindungen. Richard Wollheim, einer der bedeutendsten Philosophen der Gegenwart, studierte
      in Oxford Philosophie, Geschichte, Politik und Wirtschaft und lehrt seit Mitte der 80er Jahre an der kalifornischen Universität Berkeley. Er hielt 1991 an der Yale University eine vielbeachtete Vorlesungsreihe über die Philosophie von Emotionen, die jetzt in der deutschen Übersetzung erschien.

      Wollheim definiert Emotionen als mentale Dispositionen, die dazu da sind, den Menschen Orientierungen und Einstellungen zu geben. Sie können durch erfüllte Wünsche oder durch Frustration entstehen. Wollheim beantwortet in "Emotionen. Eine Philosophie der Gefühle" eine Menge an Fragen, die man sich über die Welt der Gefühle stellt. Anhand vieler anschaulicher Beispiele aus der Literatur, Kunst und Psychoanalyse begründet er, warum Emotionen von ihm einer eigenständigen psychologischen Kategorie zugeordnet werden, warum er "gewöhnliche" von "moralischen" Emotionen unterscheidet und wie uns Emotionen als grundlegende Kraft unseres Denken und Handelns bewusst
      werden.

      Wollheims "Emotionen" ist ein Buch, dass für den philosophisch vorgebildeten Leser geschrieben ist. Aktuelle Erkenntnisse der neurowissenschaftlichen und psychiatrischen Forschung wird man in diesem Buch nicht finden. Schade, denn sie hätten die sehr ausführlichen, doch fast ausschließlich philosophischen Argumentationen von Wollheim sicher aufgelockert und unterstützt. Sie wären auch sicher von hoher Relevanz gewesen und der naturwissenschaftlich interessierte Leser wird sie vermissen. Nichtsdestotrotz sind Wollheims Überlegungen zur Philosophie unserer emotionalen Innenwelt lesenswert - "Emotionen. Eine Philosophie der Gefühle" lädt immer wieder neu zum
      Nachdenken über unsere Gefühle ein.


      Analytische Philosophie der Liebe
      von Dieter Thomä
      Preis: EUR 26,00
      Taschenbuch: 233 Seiten
      Verlag: Mentis-Verlag (1. Juli 2000)
      Die Liebe – dieses ebenso wunderbare wie verwirrende Gefühl, romantisch verklärt und besungen, aber auch mißbraucht und vermarktet, ist ein Phänomen, mit dem sich die Philosophen immer schwer getan haben. In diesem Buch sind Beiträge versammelt, die zeigen, wie das Philosophieren über die Liebe gelingen kann. Gerade Philosophen aus der analytischen Schule, die oft für ihre formale Trockenheit geschmäht worden ist, finden Zugang zum Verständnis dieses Phänomens – und sie finden den richtigen Ton diesseits von Schwelgerei und Schematik. Mit Beiträgen von: Julia Annas, Annette C. Baier, Harry G. Frankfurt, Barbara Herman, Robert Kraut, Martha C. Nußbaum, Amélie O. Rorty, Gabriele Taylor, Gregory Vlastos.
      FRsch: Thorsten Jantschek, der sich mit mehrere Beiträgen in diesem Buch auseinandersetzt, war sichtlich inspiriert. Thomä habe hier eine Debatte zusammengestellt, die "heterogener nicht sein könnte", indem er mit "geschickter Dramaturgie" die Texte so zusammengestellt habe, dass sie sich "aufeinander beziehen, widersprechen und ergänzen". Der "historische Dreh- und Angelpunkt" der Aufsätze ist laut Jantschek Aristoteles` Definition der Liebe als "freundschaftliche philia im
      Gegensatz zum begehrenden Eros". Die Autoren nähern sich dem Phänomen Liebe von verschiedenen Seiten, berichtet Jantschek: So wird die Liebe untersucht mit Hilfe einer Philosophie des Geistes, aus feministischer Sicht oder mit Kants Rechtslehre. Letztlich gebe es zwei Herangehensweisen eine theoretisch-philosophische und eine moralisch-ethische die für Jantscheks Gefühl aber beide der "armen Liebe" nicht wirklich gerecht werden. Am überzeugendsten fand er den Aufsatz von Amélie Oksenberg Rorty, die die Liebe aus der "lebendigen menschlichen Praxis" heraus verstehe. Denn eigentlich, so Jantschek, beginnt die Liebe dort, wo die Philosophie aufhört.


      Zur Philosophie der Gefühle.
      von Hinrich Fink-Eitel, Georg Lohmann (Herausgeber)
      Broschiert: 354 Seiten
      Verlag: Suhrkamp; Auflage: 2. A. (25. September 2009)
      In der antiken Philosophie stand der positiv bewerteten Gleichsetzung von Vernunft, Aktivität, Männlichkeit und Herrschaft die negativ bewertete Gleichsetzung von Affektivität, Passivität, Weiblichkeit und Unterlegenheit gegenüber. Gefühle und Lüste sind danach gleichsam die Weiber in der menschlichen Seele. Man erliegt leicht ihrem unsteten, irritierenden, überwältigenden, krankmachenden Einfluß bietet man nicht die mäßigende Herrschaft der Vernunft gegen sie auf. In der neuzeitlichen Philosophie wurden diese Wertungen weitgehend übernommen. Auch hier hat der herrschaftliche Zugang zu den Gefühlen den verstehenden Zugang erschwert, dessen Beförderung Ziel des vorliegenden Buches ist.

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    • Der Blaue Reiter. Journal für Philosophie 20. Gefühle: BD 20
      von Hilge Landweer, Siegfried Reusch, Otto-Peter Obermeier, und Klaus Giel

      Preis: EUR 15,10
      Broschiert: 113 Seiten
      Verlag: Der Blaue Reiter; Auflage: 1., Aufl. (2. August 2005)Gefühle sind unvermeidbare Zustände, die uns oft ohne erkennbaren Grund überfallen, Tönungen des Erlebens, die sprachlich nur schwer zu beschreiben sind. Da man über Gefühle rational nicht verfügen kann, erscheinen sie vielen Verfechtern der reinen Vernunft als bedrohlich.
      Wie auch immer man das richtige Verhältnis von Gefühl und Verständnis gewichten mag, ob man die Vernunft als einzige Autorität gelten lassen mag oder wie Scheler mit Verweis auf das ursprünglich im Erleben des Menschen verankerte Gefühl der Sympathie dem Gefühl das größere Gewicht beimisst, bedenken sollte man immer die Erkenntnis von Fjodor Dostojewskijs:"Große Gedanken entspringen weniger einem großen Verstand als einem großen Gefühl."
      Ist es doch nur allzu oft so, dass der Verstand im Nachinein das zu begründen sucht, was das Gefühl längst gefunden beziehungsweise immer schon gewußt hat.

      Gefühle: Philosophische Bemerkungen (Taschenbuch)
      von Heiner Hastedt

      Preis: EUR 4,80
      Taschenbuch: 170 Seiten
      Verlag: Reclam, Ditzingen (Juni 2005)
      Pressestimmen: "Gefühle" ist ein sorgfältig durchdachtes und gut geschriebenes Buch zum Thema, das Extrempositionen vermeidet und sich um Integration insbesondere der neurobiologischen und kulturdiagnostischen Zugangsweisen bemüht. Zur Verständlichkeit für ein größeres Publikum trägt sicherlich bei, daß diese Essays von philosophischem oder szientifischem Spezialjargon frei sind, die Übersetzbarkeit der verschiedenen sprachlichen Zugänge zu Gefühlen in alltägliche Intuitionen (und umgekehrt) ist vielmehr selbst oft Thema. Die einzelnen Kapitel knüpfen sachlich aneinander an, man kann sie aber auch je für sich mit Gewinn lesen. 'Philosophischer Literaturanzeiger' Die lange
      Denk-Geschichte über Gefühle zu gliedern und den heutigen Stand der Erkenntnis zu präsentieren, gelingt dem Autor in notwendiger Verknappung, hinreichender Differenzierung und sprachlicher Angemessenheit. Hastedts Buch ermöglicht dem Leser sowohl die Auseinandersetzung mit Themen, die auf der philosophisch-theoretischen Ebene liegen - es bietet aber auch Anstöße für eher aufs Praktische gerichtetes Nachdenken. 'Ostsee-Zeitung'

      Der Leib, der Raum und die Gefühle
      von Hermann Schmitz

      Preis: EUR 14,50
      Broschiert: 96 Seiten
      Verlag: Aisthesis (29. Januar 2007)
      Der Leib ist der Ausgangspunkt unseres gesamten Daseins. Das Zulassen leiblicher Betroffenheit lässt erst seine Möglichkeiten und Fähigkeiten begreifen und ermöglicht das Voranschreiten zu den durch ihn vermittelten Gefühlen und Räumen. Im überraschenden Wiedererkennen wird deutlich, daß wir nicht nur subjektiv erleben, erleiden und agieren, sondern an einer gemeinsamen leiblichen Konstitution teilhaben. Dies beraubt uns jedoch keineswegs unserer individuellen Ziele und Möglichkeiten, die um neue Wege der
      "Zwischenleiblichkeit" vertieft und erweitert werden können. Schmitz' differenzierte Analysen leiblicher Wahrnehmung (u.a. "Engung" und "Weitung", "Einleibung" und "Ausleibung" sowie "leibliche Kommunikation"), seine Ausführungen zum Raum (u.a. "leiblicher Raum", "Gefühlsraum") und zur "ästhetischen Andacht als Distanz in Ergriffenheit" sind von größter gedanklicher Originalität und darüber hinaus wichtige Bausteine einer "philosophischen Therapeutik". Das affektive Betroffensein von Gefühlen ist immer leiblich.Das Buch richtet sich an alle, die sich und die Welt "vom Leib her" neu begreifen wollen: an Philosophen, Künstler, Psychologen und Psychotherapeuten, Pädagogen und alle Interessierte, die auf leicht verständliche Weise die von Hermann Schmitz seit über vierzig Jahren entwickelte Neue Phänomenologie kennenlernen möchten.
      Inhaltsverzeichnis:
      Vorrede zur Neuauflage
      Neue Phänomenologie
      Der Leib
      Das Gefühl
      Wahrnehmung als leibliche Kommunikation
      Der Raum
      Der leibliche Raum
      Der Gefühlsraum
      Der Ortsraum und die Fläche
      Die Wohnung
      Ästhetische Andacht: Distanz in der Ergriffenheit
      Anmerkungen

      Emotionen und Sozialtheorie: Disziplinäre Ansätze
      von Rainer Schützeichel (Herausgeber)

      Preis: EUR 24,90
      Taschenbuch: 308 Seiten
      Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (24. April 2006)
      Gefühle haben eine wichtige Funktion für den sinnhaften Aufbau der sozialen Welt. Sie verbinden den Leib und das Selbst mit der kulturellen und sozialen Umgebung und sind bestimmend für soziale Handlungs- und Entscheidungsprozesse. Die Emotionsforschung ist daher in den letzten Jahren über Psychologie und Philosophie hinaus zu einem Schwerpunkt auch der sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschung geworden. Die Autorinnen und Autoren des interdisziplinären Bandes ziehen eine Bilanz des gegenwärtigen Forschungsstands der Emotionsforschung; sie stellen Forschungsansätze aus Psychologie und Geschichtswissenschaft, aus Kultursoziologie, Konflikttheorie, Rational Choice
      und anderen soziologischen Feldern vor und wagen Ausblicke auf zukünftige Forschungsfelder. Beiträge von Friedel Bolle, Sabine Döring, Hartmut Esser, Helena Flam, Martina Kessel, Ulrich Mees, Sighard Neckel, Frank Nullmeier, Andreas Pettenkofer, Jörg Rössel, Annette Schnabel, Rainer Schützeichel und Heinz-Günter Vester.
    • Spirit schrieb:

      Könntest du vielleicht das Inhaltsverzeichnis im Thread "Geühle" angeben, wenn es nicht zu lang ist?

      Philosophie der Gefühle, Sabine Döring, Hrg., Inhalt schrieb:

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      Vorwort

      Sabine A. Döring
      Allgemeine Einleitung: Philosophie der Gefühle heute

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      Teil I: Emotionen und ihre Objekte

      Sabine A. Döring: Einleitung

      Anthony Kenny: Handlung, Emotion und Wille

      William Lyons: Emotion

      Ronald de Sousa: Die Rationalität der Emotionen

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      Teil II: Emotionen als Kognitionen

      Anja Berninger und Sabine A. Döring: Einleitung

      Robert C. Solomon: Emotionen, Gedanken und Gefühle: Emotionen als Beteiligungan der Welt

      Robert C. Roberts: Was eine Emotion ist: eine Skizze

      Michael Stocker: Einige Betrachtungen zu intellektuellen Wünschen und Emotionen

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      Teil III: Theorie »der« Emotionen?

      Sabine A. Döring: Einleitung

      Paul E. Griffiths: Was Emotionen wirklich sind

      Robert C. Roberts: Emotionen. Ein Essay zur Unterstützung der Moralpsychologie

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      Teil IV: Philosophie der Emotionen und empirische Wissenschaft

      Jean Moritz Müller und Sabine A. Döring: Einleitung

      Jenefer Robinson: Emotionen: Biologische Tatsache oder soziale Konstruktion?

      David Pugmire: Emotionen und ihre empirische Untersuchung

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      Teil V: Phänomenologie der Emotionen

      Jean Moritz Müller und Sabine A. Döring: Einleitung

      Peter Goldie: Emotionen und Gefühle

      Bennett W. Helm: Gefühlte Bewertungen: Eine Theorie der Lust und des Schmerzes

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      Teil VI: Emotionen und Werte

      Anja Berninger und Sabine A. Döring: Einleitung

      Christine Tappolet: Emotionen und die Wahrnehmung von Werten

      Kevin Mulligan: Von angemessenen Emotionen zu Werten

      David Wiggins: Ein vernünftiger Subjektivismus

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      Teil VII: Emotionen und Akteure

      Holger Baumann und Sabine A. Döring: Einleitung

      Nomy Arpaly: Über das rationale Handeln gegen sein bestmögliches Urteil

      Karen Jones: Gefühle, Willensschwäche und die normative Vorstellung des Akteurseins

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    • Gefühle - Struktur und Funktion (Gebundene Ausgabe)
      von Hilge Landweer (Herausgeber)
      Gebundene Ausgabe: 263 Seiten
      Verlag: Akademie-Verlag (1. Oktober 2007)

      Wie ist es möglich, dass wir Einfluss auf Gefühle nehmen können? Emotionen sind so strukturiert, dass wir sie - in gewissen Grenzen - rational beeinflussen können. Aber wie genau lässt sich ihre Struktur beschreiben? Wie hängen Gefühle mit dem Handeln und der Ethik zusammen? Welche Funktion haben Emotionen für die soziale Ordnung? Wie bewirkt die Kunst eine Kultivierung bestimmter Gefühle? Über Gefühle gibt es derzeit eine intensive Auseinandersetzung in der deutschsprachigen Philosophie. Dieser Band verknüpft Stränge, die sowohl in der internationalen als auch in der deutschen Diskussion bisher unverbunden sind: phänomenologische und eher kognitivistisch-analytisch orientierte philosophische Beiträge, die kunsthistorisch und soziologisch flankiert werden. Alle Autoren zeigen, dass Gefühle sowohl "körperliche" als auch "mentale" Phänomene sind: Wir können Emotionen nicht verstehen, wenn wir sie in der falschen Alternative als entweder "rein biologisch" oder aber als "rein kognitiv" auffassen. Insofern widmet sich der vorliegende Band der komplizierten Aufgabe einer begrifflichen Klärung von Struktur und Funktion von Gefühlen. Die hier versammelten, höchst unterschiedlichen Perspektiven sind sich darin einig, dass sich Gefühle nicht auf Überzeugungen, Wünsche oder Handlungen reduzieren lassen.

      1. GRENZEN DES KOGNITIVISMUS
      CHRISTOPH DEMMERLING Brauchen Gefühle eine Sprache? Zur Philosophie der Psychologie 19
      URSULA RENZ Zwischen ontologischer Notwendigkeit und zufälliger Semantik. Zu Spinozas Theorie der menschlichen Affekte .... 35
      MATTHIAS KETTNER Neid und Eifersucht. Über ungute Gefühle und gute Gründe 57
      2. FÜHLEN UND WELTBEZUG
      JAN SLABY Emotionaler Weltbezug. Ein Strukturschema im Anschluss an Heidegger 93
      ANNA BLUME UND CHRISTOPH DEMMERLING Gefühle als Atmosphären? Zur Gefühlstheorie von Hermann Schmitz 113
      EVA WEBER-GUSKAR Emotionale Intentionalität. Zu den Gefiihlskonzeptionen von Martha Nussbaum und Peter Goldie 135
      3. INTERSUBJEKTIVITÄT DER GEFÜHLE
      GÜNTER BURKART Distinktionsgefuhle 159
      KAREN VAN DEN BERG Der Schmerz des Anderen. Bildlektüren entlang von Grünewald, Bacon und Rosenbach 175
      GREGOR SCHIEMANN Ambivalenzen und Grenzen des Mitleids bei Jean-Jacques Rousseau 199
      4. GEFÜHLE UND MORAL
      JEAN-PIERRE WILS Emotionen in ethischen Begründiingsverfahren 221
      HILGE LANDWEER Normativität, Moral und Gefühle 237


      Die Rationalität des Gefühls (Broschiert)
      von Ronald De Sousa (Autor), Helmut Pape (Übersetzer)
      Broschiert: 568 Seiten
      Verlag: Suhrkamp; Auflage: 1 (18. März 2009)
      Ronald de Sousas bereits klassische Untersuchung über den Zusammenhang zwischen Rationalität und Gefühl geht der Frage nach, welche Rolle das Gefühl bei der Ausübung der traditionell als vernunftgeleitet beschriebenen Vermögen spielt oder spielen sollte: beim Entstehen von Wünschen und Überzeugungen, beim Übergang zwischen ihnen und bei deren Umformung in Handlungen und Taktiken. Gefühle, insofern sie als Teil des Lebens und der Erfahrung aufgefaßt werden, können aber auch ihrerseits rationaler Bewertung unterworfen werden. Ein wichtiges Ergebnis von de Sousas umfassender Studie besteht darin, daß gerade das, was oft irrational erscheint - die eigensinnige Unabhängigkeit des Fühlens -, die Rationalität der endlichen menschlichen Vernunft überhaupt erst ermöglicht.


      Bewegliche Ziele: Positionen zur Philosophie der Gefühle (Taschenbuch)
      von Brigitta Keintzel (Herausgeber)
      Taschenbuch: 205 Seiten
      Verlag: Turia & Kant/BUGRIM (1999)


      Anatomie der Subjektivität: Bewußtsein, Selbstbewußtsein und Selbstgefühl (Taschenbuch)
      von Thomas Grundmann (Herausgeber), Frank Hofmann (Herausgeber), Catrin Misselhorn (Herausgeber), Violetta L. Waibel (Herausgeber), Véronique Zanetti (Herausgeber)
      Taschenbuch: 495 Seiten
      Verlag: Suhrkamp; Auflage: 1 (23. Februar 2005)
      Subjektivität ist nach wie vor eines der umstrittensten Themen der gegenwärtigen Philosophie. Unter dem Einfluß der analytischen Philosophie sind viele derjenigen Einsichten der traditionellen Bewußtseinsphilosophie wieder zu Ehren gekommen, die durch die modische These vom "Tod des Subjekts" eine Zeitlang in der kontinentalen Philosophie ins Zwielicht geraten waren. Der Band versucht, der ganzen Komplexität des Phänomens der Subjektivität Ausdruck zu verleihen, indem er einen Dialog zwischen den Vertretern der traditionellen und der neuen analytischen Philosophie der Subjektivität anregt. Er enthält bislang unveröffentlichte Beiträge von Karl Ameriks, Ned Block, Konrad Cramer, Peter Dews, Thomas Grundmann, Dieter Henrich, Frank Hofmann, Tomis Kapitan, Catrin Misselhorn, Georg Mohr, Gianfranco Soldati, Jürgen Pafel, Birgit Rehme-Iffert, Sydney Shoemaker, Gerhard Seel, Ernst Tugendhat, Michael Tye und Violetta Waibel.


      Kulturen der Empathie (Broschiert)
      von Fritz Breithaupt (Autor)
      Broschiert: 225 Seiten
      Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (13. Mai 2009)
      Wo früher Gesellschaftstheorien auf Kommunikation setzten, erscheint nun zunehmend Empathie oder Einfühlung als Kitt, der die Gemeinschaften zusammenhält. Doch was genau ist Empathie und was leistet sie? Fritz Breithaupt berücksichtigt in seinem Buch die psychologischen und kognitionswissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte, aber auch die Literatur und Philosophie, die seit Jahrtausenden über Empathie und Mitleid nachgedacht haben, um verschiedene »Kulturen der Empathie« zu unterscheiden. Fluchtpunkt seiner Theorie ist eine Grammatik der Empathie, die menschliche Einfühlung als einen sozialen Prozeß ausweist, der komplexe Narrationen beinhaltet und eine Idee von Gemeinschaft ins Spiel bringt, die sich mit naturwissenschaftlichen Mitteln allein nicht hinreichend beschreiben läßt.


      Empathie und Spiegelneurone: Die biologische Basis des Mitgefühls (Broschiert)
      von Giacomo Rizzolatti (Autor), Corrado Sinigaglia (Autor), Friedrich Griese (Übersetzer)
      Broschiert: 230 Seiten
      Verlag: Suhrkamp; Auflage: Neuauflage. (26. Juni 2009)
      Ihre Entdeckung war eine der großen wissenschaftlichen Sensationen der letzten Jahre und gab schlagartig vielen scheinbar ausschließlich menschlichen Fähigkeiten eine biologische Basis: Spiegelneurone in unserem Gehirn spielen eine Schlüsselrolle, wenn wir uns in andere Menschen einfühlen, wenn wir ihre Gefühle und Absichten erspüren, wenn wir Mitleid empfinden. Giacomo Rizzolatti hat die Spiegelneurone vor zehn Jahren in der Großhirnrinde von Rhesusaffen entdeckt. Die Neurone haben die erstaunliche Eigenschaft, immer gleich zu reagieren, egal ob der Affe eine Handlung selber ausführt oder ob er diese Handlung bei anderen beobachtet. In diesem Buch schreibt Giacomo Rizzolatti, zusammen mit Corrado Sinigaglia, zum ersten Mal selber über die weitreichenden Konsequenzen seiner Entdeckung, über die vielen Domänen unseres Denkens, Handelns und Empfindens, in denen das Spiegel-Prinzip eine Rolle spielt.[/align]

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    • Verletzende Worte. Die Grammatik sprachlicher Missachtung
      Hrsg. v. Steffen K. Herrmann, Sybille Krämer u. Hannes Kuch

      Worte verletzen und kränken. Woher aber kommt diese Verletzungsmacht? Während die deutsche Philosophie Sprache meist als Gegenmittel zur Gewalt begreift, hat die US-amerikanischen Debatte um hate speech gezeigt, dass das Sprechen Gewalt nicht nur androhen oder verhindern, sondern selbst eine Form von Gewaltausübung sein kann. Gibt es nun eine Logik, eine Grammatik sprachlicher Verletzung, Ausgrenzung und Missachtung?
      Aus der Sicht verschiedener Disziplinen untersuchen die Beiträge dieses Bandes, welcher Logik und Rhetorik unser verletzendes Sprechen gehorcht.

      Gefühle - Wie die Wissenschaften sie erklären
      Martin Hartmann

      Gefühle sind im Gespräch, ob von emotionaler Intelligenz die Rede ist oder von der emotionalen Wende der Philosophie. Dabei stand für die Philosophie lange die Vernunft des Menschen im Mittelpunkt. In der griechischen Stoa hieß es: "Der Weise ist ohne Affekt." Heute jedoch sind Gefühle eine Schlüsselkategorie der Human- und Naturwissenschaften. Martin Hartmann beschreibt die Entwicklung dorthin seit dem Ende des 19. Jahrhunderts und erläutert, wie in Philosophie und Kognitionswissenschaft Gefühle zusehends als "vernünftig" oder "rational" definiert werden. Aber auch psychologische und neurowissenschaftliche Ansätze kommen zu Wort. So bietet er eine spannende Reise durch die wissenschaftliche Erforschung und Bewertung der Gefühle, die uns erst zu Menschen machen.

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    • Hier das Inhaltsverzeichnis von

      Landweer: Gefühle - Struktur und Funktion

      Landweer
      Struktur und Funktion der Gefühle. Zur Einleitung

      1. Grenzen des Kognitivismus

      Demmerling
      Brauchen Gefühle eine Sprache? Zur Philosohpie der Psychologie

      Renz
      Zwischen ontologischer Notwendigkeit und zufälliger Semantik. Zu Spinozas Theorie der menschlichen Affekte.

      Kettner
      Neid und Eifersucht. Über ungute Gefühle und gute Gründe

      2. Fühlen und Weltbezug

      Slaby
      Emotionaler Weltbezug. Ein Strukturschema im Anschluss an Heidegger

      Blume/Demmerling
      Gefühle als Atmosphären?
      Zur Gefühlstheorie von Hermann Schmitz

      Weber-Guskar
      Emotionale Intentionalität.
      Zu den Gefühlekonzeptionen von Martha Nussbaum und Peter Goldie

      3. Intersubjektivität der Gefühle

      Burkart
      Distinktionsgefühle

      van der Berg
      Der Schmerz der Anderen. Bildlektüren entlang von Grünewald, Bacon und Rosenbach
      -> mit 9 Bilder (Abbildungen)

      Schiemann
      Ambivalenzen und Grenzen des Mitleides bei Jean-Jeaques Rousseau

      4. Gefühl und Moral

      Wils
      Emotionen in ethischen Begründungsverfahren

      Landweer
      Normativität, Moral und Gefühle
    • Christoph Demmerling:
      Echte und unechte Gefühle. Mit einem Kommentar zur Debatte über Neuro-Perfektionierung
      Was sind Gefühle?

      In: Information Philosophie 4/09

      Lesprobe:

      Gefühle werden ähnlich wie Gedanken, Wahrnehmungen oder Empfindungen häufig als geistige Zustände oder Prozesse aufgefasst. Gefühle sind jedoch keine ‚rein’ geistigen Gebilde, sondern sie sind – anders und in einem stärkeren Ausmaß als Gedanken oder Überzeugungen – mit bestimmten körperlichen (physiologischen) Prozessen verbunden, die nicht im engeren Sinne mentaler Art sind. Außerdem stellen Gefühle qualitative Zustände oder Prozesse dar, die aus der Perspektive dessen, der sie hat, auf eine bestimmte Weise erfahren werden. Gefühle sind nicht nur von Gedanken, sondern auch von bloßen Empfindungen wie einer Hitzewallung oder einem Schmerz im Knie zu unterscheiden. Die meisten Gefühle haben einen Gehalt und lassen sich anders als bloße Empfindungen – im Übrigen wie Gedanken oder Überzeugungen – als intentionale Zustände charakterisieren. Gefühle sind auf Objekte oder Sachverhalte bezogen, d.h. sie weisen einen Weltbezug auf.

      Gefühle bilden zwar keine natürliche Art, so dass sich mit Hilfe einer allgemeinen Definition notwendige und hinreichende Bedingungen angeben ließen, die ein Gefühl erfüllen müsste, um als Gefühl gelten zu können. Ich gehe vielmehr davon aus, dass es eine Reihe von Gefühlen wie z.B. Angst, Scham oder Neid gibt, die sich bestimmte Merkmale teilen, dass es aber auch Gefühle gibt – man denke an Dankbarkeit –, bei denen dies nicht der Fall ist. Statt nach einer allgemeinen Definition zu suchen, ist es sinnvoller davon auszugehen, dass Verwandtschaften von Gefühlen nicht aufgrund gemeinsam geteilter Merkmale, sondern aufgrund von Familienähnlichkeit bestehen. Im Kernbereich lassen sich allerdings trotzdem gewisse Aspekte auszeichnen.

      Ein Beispiel verdeutlicht dies. Maria ist ziemlich aufgeregt vor ihrem Examen. Sie hat Angst durchzufallen, irgendetwas nicht zu wissen, eine schlechte Note zu erhalten. Das ist der Weltbezug der Angst. Marias Angst nun lässt sich aus mehreren Perspektiven betrachten. Wir können sie von außen beschreiben und das bleiche Gesicht erwähnen, den leicht zitternden Körper. Ein Mediziner könnte sie an bestimmte Geräte anschließen. Er könnte den Blutdruck und den Puls messen und etwas über die neuronalen Prozesse sagen, die sich in ihrem Nervensystem und Gehirn abspielen. Das ist die Außenperspektive auf Marias Angst, die Perspektive der dritten Person. Hier werden die mit der Angst verbundenen körperlichen Prozesse erfasst, und das für die Angst typische Ausdrucksverhalten wird registriert. Für Maria selbst aber ist die Angst zunächst einmal keine Frage der Pulsfrequenz oder neuronaler Prozesse. Es fühlt sich für sie auf eine bestimmte Weise an, diese Angst zu haben. Um diesen Aspekt zu charakterisieren, bieten sich ein Begriff wie derjenige des phänomenalen Erlebens und die Rede von der Subjektivität der Gefühle an.

      Das Beispiel zeigt, dass Gefühle in physiologischen und neuronalen Prozessen wurzeln, aber eine davon zu unterscheidende Empfindungsqualität besitzen, eine phänomenale Qualität, die an die Perspektive der ersten Person gebunden ist und sich nicht auf physiologische Komponenten reduzieren lässt.

      Mit dem intentionalen Gehalt, dem mit Gefühlen verbundenen physiologischen Geschehen und dem phänomenalen Erleben sind drei Aspekte von Gefühlen genannt, die im Zusammenhang mit einer Antwort auf die Frage, was ein Gefühl ist, von besonderer Wichtigkeit sind. Damit ist nicht ausgeschlossen, dass in einer ganzen Reihe von Fällen weitere Aspekte – ich nenne lediglich die Handlungsmotivation – zu berücksichtigen sind.
      ...


      information-philosophie.de/index.php?a=1&t=2772&n=2&y=4&c=82
    • Die Präsenz der Gefühle
      Männlichkeit und Emotion in der Moderne

      Herausgeber: Borutta, Manuel, Verheyen, Nina
      Verlag: Transcript 2010
      Seitenzahl: 330

      Männliche Gefühle finden sich in der Moderne bislang meist ausgeblendet oder negativ erzählt: als Unterdrückung, Disziplinierung oder verhängnisvolle Entfesselung maskuliner Affekte. Die geschichts-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Beiträge des Bandes revidieren dieses einseitige Bild. Sie rekonstruieren Gefühle als einen stets präsenten Bestandteil von Männlichkeit, der sich in verschiedenen Sphären moderner Gesellschaften artikulieren und zudem historisch wandeln konnte. Vornehmlich am Beispiel der deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts wird die Beziehung von Männlichkeit und Emotion in mehreren Praxisfeldern (Ehe und Familie, Politik und Krieg, Freundschaft und Sexualität, Kulturrevolution und New Age) analysiert und verglichen.
    • Hartmann, Martin:
      Gefühle - Wie die Wissenschaften sie erklären .
      1. Auflage, Campus Verlag: 2005.

      Gefühle sind im Gespräch, ob von emotionaler Intelligenz die Rede ist oder von der emotionalen Wende der Philosophie. Dabei stand für die Philosophie lange die Vernunft des Menschen im Mittelpunkt. In der griechischen Stoa hieß es: "Der Weise ist ohne Affekt." Heute jedoch sind Gefühle eine Schlüsselkategorie der Human- und Naturwissenschaften. Martin Hartmann beschreibt die Entwicklung dorthin seit dem Ende des 19. Jahrhunderts und erläutert, wie in Philosophie und Kognitionswissenschaft Gefühle zusehends als "vernünftig" oder "rational" definiert werden. Aber auch psychologische und neurowissenschaftliche Ansätze kommen zu Wort. So bietet er eine spannende Reise durch die wissenschaftliche Erforschung und Bewertung der Gefühle, die uns erst zu Menschen machen. Der AutorMartin Hartmann, Dr. phil., ist wissenschaftlicherMitarbeiter am Institut für Philosophie der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

      Einleitung .................................... 9
      Affekt, Gefühl, Emotion, Empfindung:
      Begriffsklärung ................................ 27

      1 »Wir fürchten uns, weil wir zittern«:
      Ein Anfang mit William James ............... 38
      IntrospektionalsAusgangspunkt ................ 39
      Der»Irrtum«desnatürlichenDenkens ............ 41
      Erschöpfen sich Gefühle in der Empfindung
      körperlicherVeränderungen? ................... 45
      DieGegenständedesGefühls ................... 48
      Cannons Kritik: Furcht und Wut beschleunigen
      denHerzschlag .............................. 53

      2 Urteile, Überzeugungen, Wertungen:
      Die Rationalisierung der Gefühle ............ 57
      Was kennzeichnet kognitivistische Gefühlstheorien? . . 58
      SprachealsAusgangspunkt..................... 64
      Der reine Kognitivismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
      KognitionenundKörper...................... 78
      KognitionenundWünsche .................... 88
      Wie sich Gefühle anfühlen:
      DerphänomenologischeAnsatz ................ 94
      »Eine Art, die Dinge zu sehen«:
      GefühlealsWahrnehmungen .................. 97
      Der Hund ist nicht gefährlich, und trotzdem fürchte
      ich mich vor ihm: DieWiderständigkeit der Gefühle .. 101

      3 Kinder, Körper und Kognitionen ........... 105
      HabenKleinkinderGefühle?................... 105
      Gefühle werden durch kognitive Elemente nicht
      hinreichendbestimmt ........................ 110
      DieundeutlicheRolledesKörpers .............. 111
      »Aufruhr der Gedanken«:Martha Nussbaum . . . . . . 114

      4 Psychologie und Hirnforschung ............ 121
      LeDoux, Damasio und der Schädel des
      PhineasGage .............................. 122
      WassindAffektprogramme?................... 133
      DieHerrschaftderGefühle.................... 139
      Deweys Analyse des Reiz-Reaktions-Schemas
      und Heideggers Furcht: Bausteine einer Kritik
      neurowissenschaftlicher Gefühlstheorien . . . . . . . . . 143

      5 Die Notwendigkeit eines umfassenderen Zugriffs....... 154
      Beatlemania ............................... 154
      AmBeispielderScham ....................... 159
      Literatur ................................... 170
      Glossar .................................... 182

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    • Deutschen Zeitschrift für Philosophie 2009, Heft 5 widmete sich u.a. der "Philosophie der Gefühle".


      „Wie ein Bogenstrich, der aus zwei Saiten eine Stimme zieht“. Eine dialogische Philosophie der Liebe
      von Angelika Krebs

      -> Krebs stellt drei Modelle der Liebe vor: 1. Liebe als Verschmelzung (klassisch: Platon, modern: Solomon), 2. Liebe als selbstlose Sorge (klassisch: Aristoteles I., modern: H. Frankfurt), 3. Liebe als Dialog (klassisch: Aristoteles II., modern: R. Scruton). Anschließend werden diese Modelle diskutiert.

      Das Paar als Quelle des Selbst. Zu den soziobiologischen Grundlagen der philosophischen Anthropologie
      von Ferdinand Fellmann

      -> Fellmann stellt zunächst Luhmanns Liebes-Konzeption vor und kritisiert diese dann aus aus anthropologischer Sicht. Anschließend wird ein soziobiologisches konzeptionelles "Fundament" der Liebe vorgestellt. Schließlich wird hierauf aufbauend eine Theorie personaler Idenität vorgestellt.


      Außerdem beinhaltet das Heft 2 Besprechungen - von Eva-Maria Engelen und Matthias Schloßberger - welche einige allgemein Veröffentlichungen zur "Philosophie der Gefühle" vorstellen und andiskutieren:
      Philosophie der Gefühle gestern und heute (Eva-Maria Engelen), Philosophiegeschichte der Gefühle tut not (Matthias Schloßberger)

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    • Gefühl und Weltbezug. Die menschliche Affektivität im Konetext einer neo-existenzialistischen Konzeption von Personalität.
      von Jan Salby
      Mentis Verlag 2008, 372 S.


      Rezensiert von:
      Johannes Balle, Universität Köln
      E-Mail: johannes.balle@uni-koeln.de

      „Das propositionale Existenzgefühl“
      Mit seiner Dissertation „Gefühl und Weltbezug“ unternimmt Jan Slaby den Versuch einer systematischen Darstellung der Rolle des Gefühls für die personale Existenz. Slabys Strukturskizze der menschlichen Affektivität zielt auf die Erklärung der Rolle von Gefühlen im Zusammenhang mit Fragen des Erkennens, Entscheidens und Handelns. Originell dabei ist, dass Slaby die emotionstheoretische Diskussion aus dem engeren Rahmen der analytischen Philosophie des Geistes befreit, indem er auf Einsichten Heideggers und Tugendhats zurückgreift.
      Hierbei spielt der Begriff „Verstehen“ eine zentrale Rolle. Vom Standpunkt der „personalen Perspektive“ rückt das Selbstverständnis und das Handlungsvermögen von Personen in den Blickpunkt des Interesses. Die Untersuchung mentaler Phänomene erfolgt nicht nur mit Blick auf die im engeren Sinne geistigen Zustände einer Person, sondern es ist die „Gesamtheit der personalen Existenz“ (S. 55), die das Interesse des Autors findet. Genauer wird das personale Selbstverständnis als propositional strukturiertes Selbstverhältnis analysiert. Slaby wiederholt damit Ernst Tugendhats gewagten Versuch, Personalität durch Propositionalität zu erläutern: „Das Leben einer Person selbst, ihre Existenz, hat eine propositionale Struktur.“ (S. 57)
      Wie ist diese These zu verstehen? Als philosophischer Gemeinplatz kann die Bemerkung gelten, die Fähigkeit zur Selbstbezugnahme sei charakteristisch für Personen. Originell ist die Wiederaufnahme von Tugendhats Forderung, das „praktische Sichzusichverhalten propositional zu verstehen“ (S. 58 ), um so die „Orientierung am Subjekt-Objekt-Modell“ zu überwinden. Das charakteristische Verhalten von Personen bestehe - so argumentiert Slaby mit Tugendhat – nicht darin, jeweilige propositionale Einstellungen in den Mittelpunkt des Interesses zu heben, sondern das allen „Bestimmungen zugrundeliegende Sichverhalten, das man als Existieren oder Leben der Person bezeichnen kann“ (S. 58 ).
      Slabys Begriff „Perspektivität“ schließt offenbar die starke These ein, dass allen Weisen des Fühlens eine „grundlegende Affektivität“ zugrunde liege. Diese Grundaffektivität betrachtet der Autor als Ermöglichungsbedingung jedes evaluativen Welt- und Selbstbezugs. Was diese Behauptung genau bedeutet, wird indessen nicht klar. Indem Slaby der „Affektivität“ diese fundamentale Bedeutung verleiht, sucht er in Anlehnung an Heideggers Klammer zwischen „Befindlichkeit“ und „Verstehen“ die einseitige Diskussion innerhalb der Philosophie des Geistes und deren standardisiertes Verständnis von Intentionalität zu erweitern.
      Doch was soll man sich unter dem „propositionalen Charakter“ des Existenzgefühls vorstellen? Slaby bemerkt lapidar: „Eine Person ist, was sie tut und lässt.“ (58 f.) Personale Existenz impliziert offenbar das propositionale Format des Absichten-Bekundens: „Eine Person will immer irgendetwas tun (oder lassen), und diese propositionale Struktur ist die Struktur ihrer Existenz.“ (S. 59) Weshalb sollte die Aristotelische These der Strebensnatur ihrerseits die Propositionalität des Existenzgefühls implizieren? Die Behauptung, Personen wollten stets irgendetwas, rechtfertigt nicht zwingend die andere These, derzufolge die propositionale Struktur unser Existenzgefühl in angemessener Weise beschreibe.
      Ohnehin wäre daran zu erinnern, dass Personen gelegentlich „tiefe“ Gefühlszustände erleben können, die frei sind von jedem Wünschen und Wollen. Es ist fraglich, ob die Engführung von Wünschen und Fühlen auf das existentielle Grundgefühl statthaft ist. Vieles spricht für die Entkoppelung der emotionalen von der konativen Ebene. Die Charakterisierung von Personen über ihre Strebensnatur jedenfalls impliziert weder die von Slaby angesprochene Propositionalität ihrer Erlebnisse, noch erklärt sie Exklusivität und spezifischen Inhalt eines privilegierten Grundaffektes. Daher bleibt unklar, was genau man unter einem propositionalen Existenzgefühl verstehen soll. Sollte damit die Idee gemeint sein, dass personaler Weltbezug essentiell perspektivisch verfasst ist (S. 62), so möchte man doch genauer wissen, was dieser Gemeinplatz, dem so unterschiedliche Philosophen wie Nietzsche, Gadamer und Perry zustimmen würden, in diesem spezifischen Zusammenhang bedeutet. Offenbar soll die gemeinte grundlegende Perspektivität als propositionale Struktur ihrerseits affektiv erfahrbar sein. Aber eine phänomenologische Beschreibung dieser propositionalen Perspektivität fehlt in Slabys Ausführungen. Es scheint, dass eine systematische Erläuterung des grundlegenden Existenzgefühls nicht schon durch den Verweis auf eine formale Struktur ersetzt werden kann. Eine solche Darstellung aber scheint erforderlich, denn das „neoexistentialistische Konzept“ macht in Anlehnung an Heidegger jenes existentielle Grundgefühl zum Dreh- und Angelpunkt der Untersuchung. Hier wäre zu erinnern an zeitgenössische Autoren wie etwa Matthew Ratcliffe, der in seinen phänomenologischen Analysen jene feinkörnigen Beschreibungen des „Feeling of Being“ liefert, die Slaby dem Leser schuldig bleibt.
      Fragen wir uns, welche Rolle den Emotionen im Zusammenhang der Entstehung von Werteigenschaften zukommt. Slaby scheint sich hier auf die Seite der „Konstitutionstheoretiker“ John McDowell und David Wiggins zu schlagen, die ihrerseits sowohl objektivistische als auch subjektivistische Ansätze ablehnen. Und in der Tat: Es ist nicht zielführend, Werteigenschaften gänzlich unabhängig von affektiven Zuständen erklären zu wollen. Andererseits sollten Werte nicht in ausschließlicher Abhängigkeit von den Vorstellungen des Subjektes spezifiziert werden. Dennoch klingt Slabys Lösung salomonisch, wenn er behauptet, objektive Eigenschaften und subjektive Auffassungsweisen seien eben gleichermaßen an der Entstehung evaluativer Eigenschaften beteiligt.
      Wollte man nun am Konzept kognitiver Gefühlstheorien festhalten, wonach Affekte wahrheitsfähige Darstellungen von Werteigenschaften seien, so bedeutet das nicht zwingend, einer starken Urteilstheorie im Sinne Robert Solomons und Martha Nussbaums das Wort zu reden. Mit John McDowell könnte man affektive Gehalte als begrifflich verfasste Erfahrungen bezeichnen. Affekte wären wie Wahrnehmungen zwar keine kognitiven Zustände im engeren Sinne, doch würden sie begriffliche Merkmale besitzen, wodurch sie rationalen Diskursen zugänglich wären. Auch Slaby scheint sich dieser Argumentation anzuschließen, doch seine folgende Begründung überzeugt nicht vollständig.
    • Sabine Döring unterscheidet zu Recht zwei Formen propositionaler Inhalte: (A) Mentale Gehalte sind repräsentational, sofern eine Einstellung mit einer „mind-to-world-direction-of-fit“ und einer begrifflichen Struktur einen Sachverhalt als bestehend repräsentiere. (B) Eine zweite Ebene kommt ins Spiel, sofern der betreffende Sachverhalt auch tatsächlich besteht. Dieser Gehalt wäre als „propositional“ zu bezeichnen, da er einer externen Korrektheitsbedingung unterliegt. Man könnte nun behaupten, dass Wahrnehmungen und Emotionen als repräsentationale Gehalte gleichermaßen einer Korrektheitsbedingung unterliegen, dem Subjekt aber nicht wie Urteile in begrifflicher Form zugänglich sind. Während Döring diesen zentralen Unterschied betont, bleibt Slabys Argumentation unklar. Einer monistischen Konzeption im Geiste Freges zufolge müsste man behaupten, dass mentale Gehalte sowohl begrifflich als auch wahrheitskonditional strukturiert seien. Aber kann eine solche Urteilstheorie auch für emotionale Gehalte gelten? Zwar ist anzunehmen, dass Emotionen als Gründe für Urteile dienen können. In diesem Sinne wären sie Vorstufen begrifflich strukturierter Einstellungen. Doch ist Slabys Behauptung abzulehnen, alle Formen affektiver Inhalte besäßen ihrerseits begriffliche Strukturen. Man denke etwa an Stimmungen, die nicht selten einen diffusen und begrifflich höchst unbestimmten Charakter besitzen. Ihr Mehrwert und spezifischer Charakter besteht geradezu darin, sich einer eindeutigen begrifflichen Fixierung zu entziehen.
      Was aber könnte die Rede vom nicht-begrifflichen Charakter affektiver Inhalte leisten? Sabine Döring behauptet, „Begrifflichkeit“ impliziere „Inferentialität“. Slaby greift hiergegen ein weiteres Mal auf McDowell zurück, doch seine Ausführungen bleiben unspezifisch: Selbstverständlich sollten sich Gründe im Diskurs „artikulieren“ lassen. Doch diskursive Artikulation kann am Ende nichts anderes bedeuten als die Ausübung inferentieller Fähigkeiten. Slabys Betonung des Unterschiedes zwischen einer potentiellen und einer aktualen Inferentialität ändert nichts an der Tatsache, dass die „Artikulierbarkeit von Gründen“ (S. 258 ) im Kern nichts anderes beinhaltet als jene Argumentationskompetenz, die wir als schlussfolgernde Befähigung von Diskursteilnehmern auffassen. Dörings Argumente für den nicht-begrifflichen Gehalt von Emotionen jedenfalls sind durch Slabys Ausführungen nicht erledigt. Insbesondere wird Slabys Rede von „begrifflicher Verfasstheit“ dann zu einem schwammigen Konzept, wenn er behauptet, „alles Mögliche“ könne als Grund eines Urteils fungieren und demnach begrifflichen Charakter besitzen (S. 259). Es scheint, als würde hier die Rede von begrifflichen Inhalten unnötigerweise aufgeweicht, um das von Slaby verfolgte monistische Programm zu retten. An diesem Punkt der Ausführungen wäre eine systematische Analyse der Frage, was Begriffe sind, gewinnbringend gewesen.
      Slabys Verdienst liegt darin, die gegenwärtige Debatte um Emotionen durch Einsichten aus dem Umkreis der existentialistischen Philosophie zu beleben. Worin aber besteht der Zugewinn mit Blick auf die inhaltliche Diskussion? Wenn der Autor Heideggers Idee einer grundlegenden Existenzaffektivität in analytischem Gewand reanimiert, so erinnert dies an die Debatten um Tugendhats diesbezügliche Versuche: Die Rede von einem propositionalen Existenzgefühl lässt an kritische Studien aus dem Umkreis der Heidelberger Schule denken, wie sie durch Dieter Henrich und Manfred Frank vorgelegt wurden. Nicht nur Heideggers, auch Tugendhats Darstellung des existentiellen Selbstverhaltens setzt sich den kritischen Nachfragen jedes propositionalistischen Reflexionsmodells von Selbstbewusstein aus. Der Autor jedenfalls vermag die formale Idee eines propositionalen Existenzaffektes nicht mit der Erfahrungstatsache des individuellen Selbstbewussteins in systematischen Einklang zu bringen. Es bleibt nach der Lektüre einmal mehr fraglich, was die Propositionalitätsthese für die phänomenologische Analyse der affektiven Existenz zu leisten vermag. Am Ende bleibt unklar, was genau Slaby unter dem fundamentalen Existenzgefühl versteht. Aus den so unterschiedlichen Thesen einer ursprünglichen „Perspektivität“ sowie einer „Strebensnatur“ des Menschen folgt ja nicht zwingend die Idee einer existentiellen Grundstimmung, die in transzendentaler Weise unser Welt- und Selbstzugang ermöglicht. In Slabys Dissertation bleibt dies über weite Strecken lediglich eine Behauptung. Jean-Paul Sartre löste in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts dieses Problem, indem er in ausführlichen Studien für den nichtgegenständlichen und nichtreflexiven Charakter des Selbstbewussteins argumentierte. Bei Slaby fehlt die Erklärung, wie Selbstbewusstein und Existenzgefühl systematisch zusammengedacht werden können.

      kritikon.de/issue/200811/8
    • Spirit schrieb:

      Philosophie der Gefühle: Von Achtung bis Zorn
      von Christoph Demmerling, Hilge Landweer
      Preis: EUR 29,95
      Taschenbuch:338 Seiten
      Verlag: Metzler (10. Mai 2007)
      Kurzbeschreibung
      Stolz, Ärger, Angst, Neid etc. - das ganze Spektrum der Gefühle wird philosophischen Einzelanalysen unterzogen. Ausgehend von der Alltagserfahrung stehen die gemeinsamen Merkmale und die Differenzen der einzelnen Gefühle im Vordergrund. Dabei wird Bezug genommen auf die Philosophiegeschichte und aktuelle philosophische Kontroversen. Nicht nur Struktur und Gehalt der Gefühle sondern auch ihre leibliche Erfahrung werden betrachtet. Ein Nachschlagewerk für Philosophen und Psychologen.


      Hierzu noch das Inhaltsverzeichnis:


      Philosophie der Gefühle - Ansätze, Probleme, Perspektiven.

      Zur Einleitung -. 1

      1.
      Das >Andere der Vernunft< oder ein erweiterter Rationalitätsbegriff?. . 2

      2.
      Jon Elster und die Rationalität der Emotionen 7

      3.
      Martha Nussbaum und die Individuation von Gefühlen 11

      4.
      Richard Wollheims Konzeption von Emotionen als Dispositionen. . . 15

      5.
      Peter Goldie, Robert Musil und der Prozesscharakter der Gefühle. . . 17

      6.
      Die leibliche Fundierung von Gefühlen 20

      7.
      Der Zugang zu Gefühlen und ihre Beschreibung 24

      8.
      Phänomenologische und analytische Perspektiven.
      Gemeinsamkeiten und Sachdifferenzen 30

      Achtung und Anerkennung
      35

      1. Ist Achtung ein Gefühl?
      36

      2. Achtung als Gefühl des Vergleichs bei David Hume
      38

      3. Kants Konzeption der Achtung als Gefühl und Haltung ;. . . 42

      4. Die leibliche Basis der Hochachtung
      48

      5. Achtung als akutes Gefühl und als Gefühlsdisposition 51

      6. Gefühlsdisposition und leibliche Disposition 55

      7. Der moralische Wert der Achtung
      57

      Angst
      63

      1.
      Leiblichkeit und intentionaler Gehalt 64

      2.
      >Krankhafte< und >gesunde< Angst 69

      3.
      Verwandte Phänomene: Schreck, Grauen, Panik' 73

      4.
      Angst und Hoffnung 76

      5.
      Angst und Furcht 80

      Ekel
      93

      1.
      Gehalt und Erleben des Ekels 94

      2.
      Typen und Formen des Ekels 96

      3.
      Vom Gefühl des Ekels zur Einstellung. Nietzsche und Sartre 103

      4.
      Ekel und seine Beziehungen zu Wut, Hass, Zorn,
      Verachtung und Scham 107


      Glück und Freude
      111

      1.
      Der Phänomenbereich der Glücksgefühle: Vergnügen, Freude,
      Glück 112

      2.
      Die Beziehung der Glücksgefühle zum Leben im Ganzen 117

      3.
      Glücksgefühle, Zufriedenheit, Dankbarkeit 122


      Liebe

      127

      1.
      Ist Liebe ein Gefühl? 127

      2.
      Liebe zu Personen und Liebe zu Sachen 130

      3.
      Muss Liebe wechselseitig sein? Glückliche und
      unglückliche Liebe 135

      4.
      Sympathie, Wohlwollen und Zuneigung im Verhältnis zu Liebe ... . 140

      5.
      Freundschaft,'Liebe und Verliebtheit 144

      6.
      Elternliebe und Liebe zu Gott 150

      7.
      Diskurs und Ideologie der Liebe 157

      8.
      Echtheit der Liebe - Echtheit der Gefühle 160

      Mitgefühle
      167

      1. Mitleid in der Geschichte der Philosophie
      168

      2. Bedingungen für Mitgefühle
      181

      3. Mitleid als akutes Gefühl und als Disposition
      184

      4.
      Zugang zu den Gefühlen anderer . . ; . . .' 186

      5.
      Stellvertretende Gefühle 188

      6.
      Mitleid im Verhältnis zu Schadenfreude, Neid, Verachtung
      und Liebe 190

      Neid und Eifersucht

      195

      1.
      Gehalt und Erleben des Neides 196

      2.
      Zur Entstehung des Neides 199

      3.
      Neid, verwandte Gefühle und moralische Bewertungen 203

      4.
      Eifersucht 211

      5.
      Wie ist Eifersucht zu bewerten? 214

      Scham und Schuldgefühl
      219

      1.
      Gehalt und Erleben der Scham und verwandter Gefühle 219

      2.
      Scham in der Philosophiegeschichte 223

      3.
      Normverstöße und Schamzeugen 228

      4.
      Scham, Peinlichkeit, Ehre 232

      5.
      Scham, Schuldgefühl und Empörung in der Moral 236

      6.
      Schamhaftigkeit und Schüchternheit als'Dispositionen 242


      Stolz
      245

      1. Stolz und Minderwertigkeitsgefühle
      246

      2. Stolz in der Geschichte der Philosophie
      252

      3. Stolz und seine Beziehungen zu Eitelkeit, Scham und Neid 256

      Traurigkeit und Melancholie
      259

      1.
      Gehalt und Erleben von Traurigkeit und Trauer 260

      2.
      Traurigkeit, Depression und Erkenntnis 266

      3.
      Traurigkeit, Melancholie und Acedia in der Geschichte
      des Denkens 269

      4.
      Gefühlsüberlagerungen - Trauer, Traurigkeit,. Aggressionsgefühle
      und Schuld . . ., 282

      Zorn und andere Aggressionsaffekte
      287

      1. Zorn und Ärger
      287

      2. Der Aggressionsbegriff
      290

      3. Die aggressive, gereizte Stimmung
      292

      4. Welterschließung durch Hass
      295

      5.
      Moralisierung und Ideologisierung der Aggressionsaffekte 299

      6.
      Zorn, Empörung und Moral 301

      7.
      Von Ärger, Wut und Hass über Neid und Eifersucht zu Zorn
      und Empörung. Die Entwicklungsthese 306

      Literatur
      311
    • Klassische Emotionstheorien: Von Platon bis Wittgenstein
      Herausgegeben von Hilge Landweer und Ursula Renz


      Inhaltsverzeichnis

      Zur Geschichte philosophischer Emotionstheorien ............................... 1
      Hilge Landweer und Ursula Renz
      1. Philosophiegeschichte und Emotionsforschung .......................... 1
      2. Zu den Ursprüngen antiker Affektenlehren .................................. 5
      3. Emotionen im Banne christlicher Heilslehren .............................. 8
      4. Emotionen in der frühen Neuzeit ................................................... 9
      5. Philosophie, Vernunft und Emotionen .......................................... 11
      6. Philosophische Emotionstheorie und Psychologie ...................... 12
      7. Zum vorliegenden Band ................................................................... 16

      Platon: Affekte und Wege zur Eudaimonie .............................................. 19
      Michael Erler
      1. Affekte als Störenfriede .................................................................... 23
      2. Sokrates und die Affekte .................................................................. 25
      3. Sokrates’ Partner und ihre Emotionen: Phaidon ............................ 28
      4. Affekte der ‚anständigen Menschen‘ .............................................. 31
      5. Affekt und Therapie .......................................................................... 34
      6. Qualität der Affekte: Philebos ............................................................ 36

      Aristoteles: Bausteine für eine Theorie der Emotionen .......................... 45
      Christof Rapp
      1. Bezeichnung und Begriff .................................................................. 48
      2. Emotionen als Gegenstand von Dialektik und
      Naturphilosophie ............................................................................... 50
      3. Zur Individuation von Emotionen ................................................. 53
      4. Emotionen in der öffentlichen Rede und im Theater ................. 57
      5. Tugenden, Charakterformung und emotionales Training ........... 60
      6. Das gute Leben und die richtigen Emotionen .............................. 63

      Stoa und Epikur: Affekte als Defekte oder als Weltbezug? ................... 69
      Friedemann Buddensiek
      1. Die Affekte bei den Stoikern ........................................................... 72
      2. Probleme der stoischen Affekttheorie ............................................ 79
      3. Therapie der Affekte ......................................................................... 85
      4. Das Ideal der Affektlosigkeit: Die „guten Gefühle“ des
      Weisen ................................................................................................. 90

      Die antike medizinische Tradition: Die körperliche Basis emotionaler
      Dispositionen ................................................................................................. 95
      Christopher Gill (übersetzt von Damian Caluori)
      1. Die hippokratische Medizin und verwandte Ideen in der
      klassischen griechischen Philosophie ............................................. 99
      2. Galenische Medizin ........................................................................... 104

      Plotin: Was fühlt der Leib? Was empfindet die Seele? ............................ 121
      Damian Caluori
      1. Die affektiven Zustände des Leibes ............................................... 124
      2. Was empfindet die Seele? ................................................................. 130

      Augustinus: Die Ambivalenz der Affekte zwischen Natürlichkeit und
      Tyrannei .......................................................................................................... 141
      Johannes Brachtendorf
      1. Der hellenistische Kontext ............................................................... 143
      2. Augustins Lehre von denpassiones im Grundriss .......................... 146
      3. Metaphysische Hintergründe der Affektenlehre ........................... 150
      4. Der Mensch unter der Herrschaft der Affekte ............................. 152
      5. Die Befreiung von der Herrschaft der Affekte ............................. 154
      6. Affekttherapie am Beispiel der Traurigkeit .................................... 156
      7. Das sexuelle Begehren ...................................................................... 159

      Christliche Denker vor dem 13. Jahrhundert: Von der Askese zur
      Liebestheologie .............................................................................................. 163
      Alexander Brungs
      1. Die Bedeutung emotionaler Phänomene im Rahmen einer
      radikalen Wendung menschlichen Daseins ................................... 165
      2. Platonisches Erbe .............................................................................. 169
      3. Die ersten theoretischen Aufrisse einer christlichen
      Anthropologie und die Klassifikation der Gefühlsregungen ..... 171
      4. Monastische Spiritualität und die affektive Neigung zu Gott .... 177

      Thomas von Aquin: Emotionen als Leidenschaften der Seele .............. 185
      Martin Pickavé
      1. Was sind Emotionen? ....................................................................... 188
      2. Emotion und Kognition ................................................................... 192
      3. Die Grundklassifikation der Emotionen ....................................... 195
      4. Verantwortlichkeit für Emotionen ................................................. 200
      5. Nachwirkung ...................................................................................... 201

      Wilhelm von Ockham: Die Passionen der zwei Seelen .......................... 205
      Vesa Hirvonen (übersetzt von Johanna und Raino-Lars Albert)
      1. Der Mensch und die Passionen ....................................................... 207
      2. Sensorische Passionen ...................................................................... 209
      3. Die Passionen des Willens ................................................................ 213

      Huarte de San Juan und Suárez: Lachen im spanischen Humanismus
      und in der Spätscholastik ............................................................................. 221
      Robert Schnepf
      1. Lachen und Heiterkeit als Gegenstand der Affekttheorie ........... 223
      2. Systematische Ansätze und literarische Form ............................... 225
      3. Hintergründe: Der Mediziner und der Theologe ......................... 229
      4. Metaphysik, Natur, Seele – der systematische Ort der Theorie
      menschlicher Gefühle ....................................................................... 233
      5. Lachen und Heiterkeit bei Huarte und bei Suárez ....................... 239

      Montaigne und La Rochefoucauld: Emotionen in der Moralistik ........ 247
      Markus Wild
      1. Wer und was sind die Moralisten? .................................................. 249
      2. Montaigne: Der Zorn als exemplarische Emotion ....................... 252
      3. La Rochefoucauld: Emotionen als Ausprägungen der
      Eigenliebe ........................................................................................... 259
      4. Autonomie der Emotionen und Emotionen als Handlungen .... 264

      Descartes: Emotionen als psychophysische Zustände ............................ 269
      Dominik Perler
      1. Eine mechanistische Gefühlstheorie? ............................................. 271
      2. Zwei Substanzen und ein komplexer Zustand .............................. 273
      3. Der repräsentationale Gehalt von Emotionen .............................. 278
      4. Die kognitive Steuerung von Emotionen ...................................... 284

      Hobbes: Furcht und Bewegung .................................................................. 293
      Michael Hampe
      1. Allgemeine Relevanz und Natürlichkeit der Gefühle bei
      Hobbes ................................................................................................ 295
      2. Kausalgenese der Gefühle ................................................................ 300
      3. Moralische Bewertung und Affektivität ......................................... 302
      4. Affekte als Störungen ........................................................................ 303
    • Spinoza: Philosophische Therapeutik der Emotionen ............................ 309
      Ursula Renz
      1. Naturalismus, Ideenbegriff, individuelle Prägung ........................ 312
      2. Die Primäraffekte oder warum Menschen Gefühle haben ......... 316
      3. Sekundäraffekte oder die Vielfalt emotionalen Lebens ............... 321
      4. Fazit: Von der Naturalisierung zur Therapie ................................. 327

      Malebranche: Neigungen und Leidenschaften ......................................... 331
      Tad Schmaltz (übersetzt von Ursula Renz)
      1. Cartesische und augustinische Psychologie ................................... 334
      2. Natürliche Neigungen ....................................................................... 338
      3. Die Leidenschaften des menschlichen Geistes ............................. 343

      Shaftesbury: Emotionen im Spiegel reflexiver Neigung ......................... 351
      Angelica Baum und Ursula Renz
      1. Programm: Von den Affekten zum Gefühl .................................. 354
      2. Quellen: Aristoteles, Stoa und Cambridge Platonism ....................... 357
      3. Der Gefühlsbegriff als Grundlage der Tugendethik .................... 360
      4. Der psychische Ursprung von Gefühlen und die Bedeutung der
      Antizipation von Ideen ................................................................... 363
      5. Von der Ästhetik der Gefühle zum Criticism: Das implizite
      Bildungsprogramm der späteren Philosophie Shaftesburys ....... 365

      Hutcheson: Leidenschaften und Moral Sense .............................................. 371
      Aaron V. Garrett (übersetzt von Ursula Renz)
      1. Affektionen und Leidenschaften ..................................................... 374
      2. Historischer Hintergrund ................................................................. 375
      3. Hutchesons Konzeption des moralischen Sinns .......................... 379
      4. Das System der Gefühle ................................................................... 384
      5. Die Arten der Leidenschaften nach Hutcheson ........................... 386
      6. Fazit ..................................................................................................... 389

      Hume: Natur und soziale Gestalt der Affekte .......................................... 393
      Christoph Demmerling und Hilge Landweer
      1. Zur Topografie der Affekte ............................................................. 396
      2. Indirekte Affekte ................................................................................ 399
      3. Gefühlsresonanzen: Zur Rolle von Mitgefühl und Vergleich .... 404
      4. Gefühle, Normen, Moral .................................................................. 408

      Smith: Sympathie, moralisches Urteil und Interesselosigkeit ................. 413
      Christian Strub
      1. Sympathie und moralische Beurteilung .......................................... 416
      2. Sympathie – diesseits von Eigen und Fremd. Nichtinvolviertsein
      in eine Situation ................................................................................. 420
      3. Der moralische Standpunkt: Begehren nach Billigung
      durch den „unparteiischen Zuschauer“ ......................................... 424

      Rousseau: Die Transformation der Leidenschaften in soziale
      Gefühle ........................................................................................................... 435
      Sidonia Blättler
      1. Zivilisation der Leidenschaften und der Laster ............................ 438
      2. Idylle der sozialen Gefühle ............................................................... 443
      3. Die Norm der Autarkie und die Erziehung zur emotionalen
      Selbstübereinstimmung .................................................................... 449

      Kant: Vernunftgewirkte Gefühle ................................................................ 457
      Birgit Recki
      1. Keine Theorie der Affekte – eine begründete
      Vernachlässigung ............................................................................... 460
      2. Eine Theorie der Gefühle: Ihre Stationen und Elemente ........... 463

      Schopenhauer: Emotionen als Willensphänomene ................................. 479
      Dieter Birnbacher und Oliver Hallich
      1. Biografie und Persönlichkeit ............................................................ 481
      2. Philosophie als expressive Beschreibung ....................................... 482
      3. Primat des Affekts über die Vernunft ............................................ 485
      4. Emotionen als Willensphänomene ................................................. 487
      5. Emotionen – eine Quelle von Illusionen ....................................... 494
      6. Emotionen in der Moral ................................................................... 495

      Kierkegaard: Die existenzielle Bedeutung von Emotionen .................... 501
      Romano Pocai
      1. Erfahrung des Nihilismus ........................................................................ 504
      2. Analyse der Schwermut ........................................................................... 508
      3. Der Schwindel der Freiheit ..................................................................... 510
      4. Theorie der Verzweiflung ........................................................................ 516
      5. Zwischen Freiheit und Ausgeliefertheit ................................................ 522

      Nietzsche: Umwertung (auch) der Affekte ............................................... 525
      Werner Stegmaier
      1. Das Feld und der Gang von Nietzsches Umwertung der
      Affekte ................................................................................................ 528
      2. Experimentelle Erweiterungen der Umwertung in Nietzsches
      Notaten ............................................................................................... 537
      3. Ideal eines dionysischen Zustands des Affekt-Systems ............... 541

      James: Von der Physiologie zur Phänomenologie ................................... 547
      Jan Slaby
      1. James über Gefühle – die Standard-Lesart .................................... 550
      2. Die Rezeption der James-Lange-Theorie in Philosophie und
      Neurowissenschaft ............................................................................ 554
      3. Der andere James – eine philosophische Theorie des affektiven
      Weltbezugs ......................................................................................... 558

      Whitehead: Kritik der Gefühle ................................................................... 569
      Maria-Sybilla Lotter
      1. Whiteheads Metaphysik der Gefühle ............................................. 571
      2. Philosophische Abenteuer ................................................................ 572
      3. Die Kritik der Gefühle ...................................................................... 574
      4. Wirklichkeit als Prozess des Fühlens .............................................. 578
      5. Die Kultivierung der Emotionen .................................................... 580

      Scheler: Die Anatomie des Herzens oder was man alles fühlen kann... 587
      Kevin Mulligan
      1. Werterkenntnisse versus Gefühle ................................................... 591
      2. Die Taxonomie des emotionalen Lebens ...................................... 594
      3. Gefühlserkenntnisse .......................................................................... 604
      4. Beurteilung .......................................................................................... 611

      Wittgenstein: Das Sprachspiel der Emotionen ......................................... 613
      Gunter Gebauer und Anna Stuhldreher
      1. Wittgensteins Methode: Die übersichtliche Darstellung ............. 617
      2. Wittgensteins Kritik: Das Privatsprachenargument ..................... 619
      3. Überlegungen zur Philosophie der Psychologie ........................... 623
      4. Schluss ................................................................................................. 633
    • Heidegger und Bollnow: Theorie der Befindlichkeit und ihre Kritik ... 635
      Barbara Merker
      1. Heideggers Theorie der Befindlichkeit ........................................... 638
      2. Die Emotion der Furcht ................................................................... 646
      3. Die Stimmung der Angst .................................................................. 649
      4. Bollnows Heidegger-Kritik .............................................................. 652
      5. Existenzphilosophie und Angst ...................................................... 653
      6. Die Vielfalt der Stimmungen ........................................................... 654

      Sartre: Emotionen als Urteile ...................................................................... 661
      Jean-Pierre Wils
      1. Skizze der „Skizze“ ............................................................................ 663
      2. Entdeckung der Phänomenologie ................................................... 664
      3. Die Analyse des Bewusstseins ......................................................... 669
      4. Handlung und Emotion: Der Weg in die Magie .......................... 672
      5. Die Stellung des Körpers und die Emotion als
      Ersatzhandlung .................................................................................. 676

      Langer: Philosophie des Fühlens ................................................................ 681
      Rolf Lachmann
      1. Der philosophische Ansatz .............................................................. 683
      2. Formen und Formbarkeit des Fühlens .......................................... 686
      3. Kunst als Phänomenologie des Fühlens ........................................ 688
      4. Fühlen als allgemeine Bewusstseinsform ....................................... 689
      5. Die Dynamik lebendiger Aktivität .................................................. 691
      6. Das Auftauchen des Fühlens ........................................................... 693
      7. Sensibilität und Emotionalität ......................................................... 694
      8. Fühlen und Verhalten ....................................................................... 695
      9. Die Entkoppelung des Fühlens vom Verhalten ........................... 698
      10. Die kulturelle Form des Fühlens ................................................... 700

      Zu den Autorinnen und Autoren ............................................................... 705
    • Perler, Dominik
      Transformationen der Gefühle
      Philosophische Emotionstheorien 1270-1670

      532 Seiten, Gebunden
      Erschienen im Februar 2011


      Was sind Gefühle? Um diese, in der aktuellen Philosophie heiß umstrittene Frage zu beantworten, geht Dominik Perler einen philosophiehistorischen Weg: Er diskutiert die Theorien von Thomas von Aquin, Duns Scotus, Wilhelm von Ockham, Montaigne, Descartes und Spinoza, um einen neuen Blick auf die gegenwärtigen Debatten zu werfen. In seinem überaus klar und verständlich
      geschriebenen Buch zeichnet er nach, wie sehr sich der theoretische Rahmen zur Erklärung von Gefühlen verändert hat und damit gleichzeitig die Frage, wie man seine Emotionen kontrollieren kann. Der große Reichtum dieser Debatten, zeigt Dominik Perler, eröffnet ganz neue theoretische Zugänge zur alten Frage: Was sind Gefühle?

      Autoren-Informationen:
      Dominik Perler, geb. 1965, ist Professor für Theoretische Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er lehrte nach der Promotion in Fribourg und der Habilitation in Göttingen zunächst in Oxford und dann als Ordinarius für Philosophie an der Universität Basel. Gastprofessuren führten ihn nach Los Angeles, St. Louis, Tel Aviv und Madison. Im Jahr 2006 wurde ihm der Gottfried-Wilhelm-Leibniz Preis der DFG verliehen, die bedeutendste wissenschaftliche Auszeichnung in Deutschland.
    • Entaktivismus (Evan Thompson): Theorie der Gefühle

      Der Enaktivismus ist eine neuere kognitionswissenschaftliche sowie philosophische Strömung, die darauf zielt, die dualistische Kluft zwischen Körper, Geist und sozialer Umwelt zu überwinden und somit u.a. "Welt" nicht in der Form interner Repräsentationen zu konzeptionalisieren. Im Rahmen dieser philosophischen Strömung widmen sich Autoren seit einigen Jahren unterschiedlichen Problemen, unter anderem auch der Theorie der Gefühle:

      Giovanna Colombetti and Evan Thompson, The feeling body: Towards an enactive approach to emotion, in Willis F. Overton, Ulrich M¸ller, and Judith Newman, eds., Body in Mind, Mind in Body: Developmental Perspectives on Embodiment and Consciousness. Lawrence Erlbaum, 2007.

      Link: individual.utoronto.ca/evant/FeelingBody.pdf

      (Evan Thompson ist ein zentraler Autor dieser Richtung: de.wikipedia.org/wiki/Evan_Thompson)