Weitere transzendenzoffene Gedanken zum Wasser

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    • Weitere transzendenzoffene Gedanken zum Wasser

      Liebe Leute!

      Gestern lief ja die Veranstaltung, bei der ich auch die "feuchte" Philosophie vom anderen thread- stark lektoriert- vortrug. Es wurde gut besucht und gut aufgenommen. Einen Hauch mehr Beifall als ich erhielt ein Team-Mitglied mit folgendem Beitrag. Ich möchte ihn gerne zur Diskussion stellen. (Hinweis: Starnberg, König-Ludwig-Saal war der Veranstaltungsort)


      See, Seele, Psyche, das Harte und das Weiche (Wandlung, Verwandlung)

      Von E.S.

      Still ruht der See - Hölderlin

      Buddha hingegen:

      Alles Irdische ist Illusion.

      Wer hat Recht?

      Doch wohl Buddha.

      Denn der See ruht n i c h t.

      Er s p i e g e l t Ruhe vor.

      Denn alles fließt, sagt Heraklit,

      Der Grieche.



      König Ludwig stieg in den See,

      doch schon eine Minute später

      war er nicht im gleichen See.

      Alles fließt !

      Sogar der See des Todes

      und des Lebens.



      See und Seele sind gleich.

      Der gleiche Wortstamm

      verbindet sie.

      Alles wandelt sich !

      Wollen wir das?

      Ja! ….. Nein! ….



      Die Vorzeit - die unserer Vorfahren -

      sah noch die Seelen

      aus den Wassern aufsteigen.

      Verwandlung gehört zur Natur.

      Auch die Seele bleibt niemals gleich.

      Wie das Wasser fließen innere Bilder

      Jede Minute ändert unser Inneres -

      die Seele und die Zellen.



      Und was bringt uns zu der Annahme,

      wir seien identisch?

      So wie der See über den Grund fließt,

      der sich nicht ändert?



      Woran sonst sollen wir uns festhalten?

      An unserem eigenen Grund?

      Aber wo ist unser Grund?

      Oder an den Göttern?

      Aber die wandeln sich auch.

      Der Gott des Brahmanen ist ein anderer,

      als der Gott Hölderlins,

      oder der der Liebenden.

      - Oder die Götter der Moderne



      Die neuen vergoldeten Götter

      haben nichts mit den alten zu schaffen.

      Die erzeugen – Sachen, die

      hart im Raume - an einander stoßen -

      vergoldete Kriegs-Geld-Götzen,

      die die Seele verschlingen.



      Woran kann man sich festhalten?

      S e l i g bin ich nur,

      wenn ich ganz bei mir bin

      - bei meiner Seele.

      Aber was ist Seele?



      Die Wissenschaft sagt:

      Es gibt k e i n e Seele !

      Sie nennt es Psyche.

      Das ist eine harte Sache

      Die in Hirn-Mess-Apparaten

      als synaptisch-mechanisches Räderwerk

      in einer metallenen Kopfmaschine

      die Seele verbirgt.



      So wie die metallenen Götter

      der strengen Dogmen.





      Der Physik der Psyche

      folgte die Psycho-Technik.

      Es ist wie im richtigen Leben:

      Die Materie siegt -

      über die Idee des Schönen und des Guten.

      Über das Flüchtige, das Zarte, das bloß Ersehnte,

      - über die schöne Illusion



      Die h a r t e Welt des goldenen Kalbes

      treibt die Seele.



      Harte Burschen reiten das Kalb

      Gut so !

      So steigt das Bruttosozialprodukt.



      Bis die Seele zerbricht.

      Wenn die - unter dem Kalb merken,

      dass sie nicht ganz Mensch sind.

      Aber die Seele gibt es ja nicht!

      Also k e i n e Rücksicht !



      Oder doch?

      Wenn es sie nicht gäbe,

      müssten wir sie erfinden

      Wie sonst

      könnten wir Mensch werden?



      -



      „Ein Gott ist der Mensch !

      Wenn er träumt - .

      Bloß ein Bettler,

      wenn er nachdenkt.“

      ……

      …….sagt Hölderlin -

      Bevor er sich von der Welt

      in die geistige Umnachtung

      verabschiedete.



      Warum wohl?





      Güte ist wie ein flüchtiger Schleier über dem See

      D i e s es Bild ist schön …



      Der arabische Dichter Gibran mahnt:

      Wer seinen Lebenswandel

      auf die gerade herrschende Lehre

      einschränkt,

      kerkert seinen Singvogel

      in einen Käfig.





      Die Geschichte des Abendlandes

      ist voll von Leuten,

      die sich geirrt haben.

      Stimmt Revel, der Philosoph zu.



      Wahrheit ist nie die,

      die behauptet, sie sei die

      Wahrheit.



      Ist die Seele wahr?



      Wahre Schönheit ist sanftes Geflüster,

      Sanftmut ist wie ein erster Frühlingstag.

      Über dem See … der Seele?

      Wir wissen es nicht genau.

      Wir ahnen es.



      Das Weiche dringt in das

      Undurchdringliche ein.

      So die Weisheit des Laotse.
      "Man kann den Menschen nichts beibringen. Man kann ihnen nur helfen, es in sich selbst zu entdecken." (Galileo Galilei)