Angepinnt Publikationen und Rezensionen

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    • Stufenmodell der Intentionalität

      Dieser Aufsatz erschien 2008 und wurde von der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft mit dem „Best Paper in the Cognitive Sciences 2008“-Award ausgezeichnet.
      Mit dieser „Skizze“ der Intentionalitäts-Stufen möchte der Autor eine Aussicht vorstellen, „wie in näherer Zukunft eine umfassende Theorie intentionaler Phänomene entwickelt werden könnte, die philosophische Überlegungen, phänomenologische Beschreibungen und Erkenntnisse aus empirischen Studien der Psychologie und den Neurowissenschaften integriert.“

      Stufenmodell der Intentionalität
    • Philosophie der Biologie: Eine Einführung
      (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
      Ulrich Krohs (Herausgeber), Georg Toepfer (Herausgeber)
      456 Seiten
      2005


      Die Biologie gilt als die Leitwissenschaft des 21. Jahrhunderts, deren Denkmuster und Erklärungsansätze sich anschicken, auch traditionelle geisteswissenschaftliche Theorien in Frage zu stellen. Darauf antwortet die sich gegenwärtig rasch entwickelnde Philosophie der Biologie, indem sie die methodischen Grundlagen der Biologie sowie die Struktur biologischer Erklärungen und Theorien auf den Prüfstand stellt und Begriffe wie "Funktion", "Organismus" oder "Lebewesen" aus philosophischer Perspektive analysiert. Der Band stellt eine kompakte Einführung in das noch junge Forschungsfeld der Philosophie der Biologie dar, in dem - nach Schlüsselbegriffen geordnet - die Grundfragen der Disziplin und die Brennpunkte aktueller Kontroversen dargestellt werden. Daher ist er auch als Seminarlektüre sowohl für Studierende der Philosophie als auch der Naturwissenschaft geeignet.

      Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.01.2006

      Erhellend findet Rezensentin Anne Tilkorn diesen Band mit dreiundzwanzig Aufsätzen zur Philosophie der Biologie, der einen Überblick über den aktuellen - angelsächsischen - Forschungsstand präsentiert. Das Ziel dieses von Ulrich Krohs und Georg Toepfer herausgegeben Sammelbands, den Leser in die elementaren Diskussionen einführen und gleichzeitig mit dem neuesten Forschungsstand kurzschließen, betrachtet Tilkorn als erreicht. Allerdings erscheinen ihr die Beiträge, die sich mit den historischen Hintergründen befassen, aufschlussreicher als der aktuelle angelsächsische Schlagabtausch um den neuesten und passendsten Begriff. Die Argumentation hält sie teilweise für etwas "kleinteilig" und dem eigentlichen Gedanken ausweichend. Neben Debatten um Grundbegriffe wie Teleologie, Organismus, Leben, Genetik, Morphologie oder Evolution räumt der Band nach Auskunft Tilkorn auch abseitigeren Theorien wie einer "Developmental Systems Theory" oder dem Kreationismus Platz ein.


      Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.10.2005

      Dieser Band will nicht weniger sein als eine umfassende philosophische Auseinandersetzung mit der Biologie - und zwar vor allem des vergangenen Jahrhunderts und der Gegenwart. Es geht den Herausgebern, so referiert die Rezensentin Manuela Lenzen, um Grundlagenreflexionen, aber auch um die Vermeidung des "unkritischen Gebrauchs" der zuletzt so stark in Mode gekommenen biologischen Begriffe. Herausgekommen ist dabei, so Lenzen, ein Band mit einem breiten Themenspektrum. Nachgefragt wird der Idee der Teleologie in der Evolutionsforschung, den eher unklaren, beziehungsweise der Klärung bedürftigen Konzepten des "Organismus" wie auch des "Gens", über deren genaue Definition keineswegs Einigkeit bestehe. So heißt es über den "Gen"-Begriff bei Peter Beurton so schlicht wie abstrakt: "Ein Gen ist, was einen Unterschied macht". Erläutert werden "Schlüsselexperimente" und die mögliche Gültigkeit vor-darwinistischer Evolutionskonzepte. Nicht jeder Text des Bandes wird, warnt Lenzen, für den Laien unmittelbar zugänglich sein, insgesamt aber verschaffe das Buch "einen guten Eindruck von der Vielfalt der Möglichkeiten" einer Philosophie der Biologie.

      Eine weitere Rezension:
      literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=12720
    • "Coneptual" und "nonconceptual representation"

      Eine interessante Doktorarbeit über die Frage, welche Rolle der Sprache in der kognitiven Entwicklung zukommt. Das ist relevant sowohl für die menschliche Ontogenese als auch für den Tier-Mensch-Vergleich. Leitfragen:
      1. Sorgt das Sprachvermögen für eine Diskontinuität (einen qualitativen Sprung) in der Ausbildung von "representations"? (Der Autor bejaht und begründet das.)
      2. Gibt es einen graduellen Übergang von "nonconceptual representations" zu "conceptual representations"? (Der Autor verneint das.)


      M.Van Cleave: The Role of Language in Cognitive Development

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