Angepinnt Tagungen, Workshops, Veranstaltungen

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    • Nachtrag:

      Die Philosophische Anthropologie versteht sich bei Max Scheler und insbesondere Helmuth Plessner als Denkansatz der „Entzauberung“ der Lebensphilosophie. Max Scheler will den menschlichen „Geist“ zwar im Lebenszusammenhang, aber nicht selbst als „Leben“ begreifen; und Helmuth Plessner wird sich sowohl in der Anlage seiner Philosophischen Anthropologie als auch in seiner Wissenssoziologie explizit gegen die ‚Herabsenkung‘ des Geistes auf das Niveau des Lebens wenden.
      Nicht zu verkennen ist dabei, dass die Philosophische Anthropologie der Lebensphilosophie viel verdankt: Die durchgängige These von der sensomotorischen Unspezialisiertheit und der korrelativen „Weltoffenheit“ des Menschen, die im kontrastiven Vergleich zum Tier gewonnen wird, ist eingebettet in eine Philosophie des Lebendigen. Der Mensch wird in seiner „Sonderstellung“ zutiefst auch als Lebewesen begriffen, dessen Vitalität Produkt einer eigendynamischen, nicht im "Kampf ums Dasein" aufgehenden schöpferischen Vielfalt des Lebens insgesamt ist. Gemeinsames Kennzeichen der divergenten lebensphilosophischen Ansätze ist die Kritik an mechanistischen Vorstellungen des Lebens sowie an der Reduktion des (menschlichen) Lebens auf „Nützlichkeit“ und Rationalität. Scheler nimmt diese Anregungen Nietzsches, Bergsons und Dilthey auf und erkennt in der Frage nach dem Wesen des „Lebens“ und dessen Wahrnehmbarkeit Grundfragen der Philosophie. Insbesondere Plessners raffinierte Philosophische Anthropologie („ezxentrische Positionalität“), die auch eine historische Anthropologie enthält („homo absconditus“) formuliert die Denkmotive Diltheys, Nietzsches und Bergsons noch einmal neu. Und Arnold Gehlen wird im Denken des Menschen als eines „antriebsüberschüssigen“ Lebewesens vielleicht am unvoreingenommensten gegenüber der als „spekulativ“ und „irrationalistisch“ verstandenen Lebensphilosophie (Plessner) sein, indem er explizit das nietzscheanische und bergsonianische Denkmotiv des „Mehr-Lebens“ des „nicht festgestellten Tieres“ in seine Theorie des Menschen aufnimmt. Im Rückgriff der Philosophischen Anthropologie auf Denkfiguren des Lebens spielen andererseits auch die Biophilosophien eine wichtige Rolle, insbesondere der „Neovitalismus“ Hans Drieschs und die vitalistische Biologie Jakob von Uexkülls.
      Der Workshop unternimmt zunächst, die vielfältigen theoriegeschichtlichen Bezüge der Philosophischen Anthropologie (Scheler, Plessner, Gehlen, Rothacker, Portmann u.a.) zum lebensphilosophischen Denken erstmals zu rekonstruieren und neu zu ordnen: und zwar der gesamten Spannweite dieses Denkens, einerseits der Philosophie des organischen Lebens (v.a. Bergson), andererseits der Philosophie des geschichtlichen Lebens (v.a. Dilthey), und dazwischen des Vitalismus des „nicht festgestellten Tieres“ (v.a. Nietzsche). Zugleich bietet es sich an, systematische Fragen zu stellen, etwa nach der Gemeinsamkeit und Differenz lebensphilosophischen und philosophisch-anthropologischen Denkens überhaupt. Nicht zuletzt könnte es sich – angesichts der gesellschaftlichen Relevanz der Lebenswissenschaften, aber auch angesichts der weltweit Resonanz erzeugenden Revitalisierung des Bergsonismus durch Gilles Deleuze – lohnen, die lebensphilosophischen Ansätze in ihrem eigenen Denken des Menschen ernst zu nehmen: in der Suche nach Argumentationen, die es ermöglichen könnten, ‚die‘ Lebensphilosophie gegenüber dem Pauschalverdacht des Irrationalismus, der Geistfeindschaft und Vernunftzerstörung (der auf manche Vertreter der Lebensphilosophie ohne Frage zutrifft) stärker in sich zu differenzieren und damit erneut anschlussfähig zu machen.

      Der Workshop ist der zweite Plessner Workshop, die sich insbesondere an Nachwuchswissenschaftler richten. Er wird in einem Kommentar-Prinzip veranstaltet.
    • "Human Nature and Self Design"

      Internationale Tagung des Graduiertenkollegs Bioethik
      am Interfakultären Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen 30. Juli – 1. August 2009, Tübingen "


      Programm:
      izew.uni-tuebingen.de/kolleg/tagung_hnsd09/programm.html

      Sprecher:
      izew.uni-tuebingen.de/kolleg/tagung_hnsd09/speakers.html

      Konzept:
      „Was ist der Mensch?“ kann als die Schlüsselfrage der Anthropologie verstanden werden. Sie ist mit weiteren Fragen nach den Grenzen des Menschlichen verbunden. Im Laufe der Geschichte haben Anthropologen diese Fragen sehr unterschiedlich beantwortet. Dabei wurde auch versucht, aus den mannigfaltigen Erklärungsansätzen ethische Grundsätze abzuleiten. Solche normativen Schlussfolgerungen stehen häufig mit zwei Aspekten in Verbindung. Erstens wird überlegt, welchen Rang der Mensch in der Ordnung der Natur einnimmt. Zweitens stellt sich die Frage, welche Rolle der Begriff der Natürlichkeit für ethische Überlegungen spielt. In Bezug auf die zunehmenden Möglichkeiten einer Gestaltung des Menschen durch Biotechniken erlangt die Diskussion über die Naturwüchsigkeit des Menschen und ihre moralische Dimension neue Relevanz. Menschliche Eigenschaften, die zuvor als unwandelbar galten, lassen sich nun modifizieren und damit unter individuelle Verantwortung stellen. Das bedeutet, dass die vermeintliche Unumstößlichkeit vieler anthropologischer Tatsachen nicht mehr gegeben ist, sondern durch menschliches Eingreifen verändert werden kann. Damit werden klassische Fragen nach dem Wesen des Menschen und dessen ethischen Implikationen in neuen Kontexten aktuell..

      Um einige der in diesem Zusammenhang entstehenden Probleme zu diskutieren, organisiert das Graduiertenkolleg „Bioethik – Zur Selbstgestaltung des Menschen durch Biotechniken“ (GRK 889/3 der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG) am Interfakultären Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen vom 30. Juli bis 1. August 2009 die internationale Tagung „Human Nature and Self-Design“. Die Konferenz umfasst ein breites Spektrum an Fragestellungen zur Natur des Menschen und seinen Gestaltungsmöglichkeiten, angefangen von anthropologischen Gesichtspunkten, bis hin zur Einbeziehung aktueller und zukünftiger Biotechniken der Selbstgestaltung in einen ethischen Diskurs.

      Die Konferenz beginnt mit einem Eröffnungsvortrag, der einen Überblick über philosophisch-anthropologische Theorien sowie deren normative Implikationen geben wird. Damit findet eine thematische Einstimmung auf die folgenden zwei Tage der Konferenz statt.

      Gegenstand des zweiten Konferenztages sind die terminologischen und theoretischen Grundlagen der Diskussion anthropologischer Fragen. Zunächst soll die Kontroverse um die „Menschliche Natur“ dargestellt werden. Im Anschluss gilt es, die Bedeutung dieses Begriffs aus disziplinär verschiedenen Ansätzen heraus zu analysieren. Eine Klärung kommt um eine Betrachtung der Ausdrücke „Natürlichkeit“ und „Künstlichkeit“ nicht herum. Ein weiterer wichtiger Aspekt besteht darin, zu zeigen, wie diese Begriffe als Argumente innerhalb ethischer Bewertungen verwendet werden. Abschließend werden Positionen vorgestellt, die das Verständnis des Menschen als „Krone der Schöpfung“ herausfordern und die Rolle des Menschen in der Natur reflektieren.

      Der letzte Tag der Konferenz widmet sich aktuellen und zukünftigen biotechnischen Anwendungsgebieten menschlicher Selbstgestaltung. Dabei wird es nicht nur um neurotechnische Methoden, wie z.B. das Brain-Computer-Interface, die Neurostimulation oder um psychopharmakologisches Enhancement gehen. Es werden auch genetische Eingriffe, z.B. die Keimbahntherapie, diskutiert. Zusätzlich werden Methoden der „body-modification“, welche die Menschheit bereits länger begleiten, u.a Cutting, Branding oder Tätowierungen, vorgestellt. Um eine Diskussionsgrundlage zu schaffen, werden jeweils einzelwissenschaftliche Ergebnisse zu den jeweiligen Techniken vorgestellt. Anschließend werden diese aus einer ethischen Perspektive heraus besprochen.

      Das Ziel der Tagung besteht darin, moderne Auffassungen vom Wesen des Menschen auf einer möglichst breiten Basis zu diskutieren. Eine besondere Betonung liegt dabei auf den normativen Implikationen der anthropologischen Debatte. Diese gilt es offen zu legen und zu diskutieren.
    • Philosophische Anthropologie in Frankreich und Deutschland - Dresden

      Philosophische Anthropologie in Frankreich und Deutschland

      Seminar und Workshop in Kooperation von Université Sorbonne (Paris IV) und TU Dresden

      29.-30.01.2010, TU Dresden

      Institut für Soziologie, Chemnitzer Str. 46a (Falkenbrunnen), Raum 232


      Freitag, 29.1., 13.00 Uhr

      Karl-Siegbert Rehberg: Begrüßung und Einführung
      Gérard Raulet: Der Streit um Bergson - Wer sind die "konsequenten Bergsonianer"?
      Olivier Agard: Max Scheler und die französische Philosophie: Transfers und Konvergenzen
      Guillaume Plas: Erich Rothackers und Ernst Cassirers Kulturanthropologien und ihre politischen Implikationen
      Julia Christ: Mimesis ans Tötende: Die Theorie der Nachahmung von Gabriel Tarde und ihre Rezeption – Simmel versus Adorno


      Sonnabend, 30.1., 9.30 Uhr

      Manfred Gangl: Zum Problem der Entfremdung in der Philosophischen Anthropologie
      Heike Delitz: Bergsonismus und Gehlen
      Matthias Wunsch: Aktuelle französische Anthropologiedebatten (Kurzdarstellungen)
      Karl-Siegbert Rehberg: Gehlen und Lévi-Strauss
      Joachim Fischer: Philosophische Anthropologie bei Peter Sloterdijk



      Vorträge und Diskussionen werden auf Deutsch stattfinden.


      Das Blockseminar / der Workshop hat zwei Schwerpunkte innerhalb des Feldes "Philosophische Anthropologie in Frankreich und Deutschland": Zum einen geht es - um die Jahrhundertwende - um Henri Bergsons Philosophie (vor allem um das Hauptwerk "Die schöpferische Entwicklung", frz. 1907, dt. 1912) und dessen Wirkung auf das philosophisch-anthropologische Denken in Deutschland v.a. bei Scheler, Plessner, Gehlen, die Bergson (durchaus kritisch) gelesen haben. Bergson ist der intellektuelle Star seiner Epoche und der große französische Philosoph des 20. Jahrhunderts vor Jean-Paul Sartre und Maurice Merleau-Ponty; er entfaltet selbst in intensiver Kenntnis der zeitgenössischen Evolutionsbiologie eine philosophische Anthropologie und im letzten Werk ("Die beiden Quellen der Moral und der Religion", 1932) auch eine darauf aufbauende soziologische Theorie. Und er hat darüber hinaus eine ganze neue Philosophie entfaltet, die derzeit international - dank der Lektüre von Gilles Deleuze - verstärkt rezipiert wird.
      Im zweiten Schwerpunkt geht es nach 1945 über Bergson und den Bergsonismus und dessen Einfluss auf die deutsche Philosophische Anthropologie hinaus um die Suche nach ähnlichen französischen Denkweisen zur deutschen Philosophischen Anthropologie und ihrer soziologischen Theorie: Autoren, die sich selbst zwar zumeist ausdrücklich als 'anti-anthropologisch' verstanden haben, gleichwohl um ein Denken des Menschen kreisen. Hier wird nicht zuletzt Claude Lévi-Strauss im Zentrum stehen, der von Gehlen sehr früh produktiv gelesen wurde, und der in "Die elementaren Strukturen der Verwandtschaft" (1949) nicht zuletzt selbst eine Theorie der Selbstkultivierung des menschlichen Lebewesens vorlegt, eine Theorie der aktiven Unterscheidung des Menschen vom Tier. Gehlen hat in "Urmensch und Spätkultur" (1956) in der Tat ähnliche Fragen wie Lévi-Strauss und wie bereits Émile Durkheim ("Die elementaren Formen des religiösen Lebens", frz. 1912) verfolgt. Darüber hinaus wird das Feld der philosophischen Anthropologie geweitet, auf Autoren wie Maurice Merleau-Ponty, Maurice Pradines, Maurice Hauriou auf der französischen, Erich Rothacker, Ernst Cassirer, Peter Sloterdijk auf der deutschen Seite.

      heike-delitz.de/MasterseminarAnthropologie.html
    • Die Natur des Menschen. Symposium der Forschungsstelle Kritische Naturphilosophie.

      Die Natur des Menschen.

      Symposium der Forschungsstelle Kritische Naturphilosophie. 11. Januar 2010

      Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. BIS-Saal.


      Die Frage nach der Natur des Menschen ist so alt wie die Kulturgeschichte der Menschheit. Mögliche Antworten auf die Kernfrage der Anthropologie sind somit immer im Kontext der jeweils herrschenden Kultur zu verorten. Die alte, vermeintlich längst überkommene Frage nach der Natur des Menschen ist stets abhängig gewesen vom Entwicklungsstand der Kultur, aber auch vom jeweiligen Fortschritt in Technik und Naturwissenschaften. Nur so ist zu erklären, warum die Frage nach dem Wesen der menschlichen Natur stets bei Umbrüchen im Denken, bei bevorstehenden Epochenschwellen virulent wurde. Der unreflektierte Rückgriff auf „die Natur“ des Menschen ist dabei ebenso problematisch wie die unkritische Verwendung anthropologischer Parolen.


      staff.uni-oldenburg.de/myriam.…ie_Natur_des_Menschen.pdf
    • Tagungen, Workshops, Veranstaltungen

      Ansgar Beckermann: Ich und meine Neuronen

      Frankfurter Philosophisches Buchsymposium

      Öffentlicher Vortrag
      Do, 4.2.2010, 19 Uhr, Campus Westend, IG 411


      Das Frankfurter Philosophische Buchsymposion findet einmal im Jahr am Institut für Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt. Jeweils eine bedeutende deutschsprachige philosophische Neuerscheinung wird dabei einerseits einem breiteren außerakademischen Publikum nähergebracht und andererseits Gegenstand einer intensiven Fachdiskussion.
      Das Symposion beginnt mit einem öffentlichen Abendvortrag der Autorin oder des Autors, der die Grundgedanken des Buchs erläutert. Am darauffolgenden Tag werden im Rahmen eines ganztägigen Workshops verschiedene zentrale Aspekte des Buchs mit der Autorin oder dem Autor diskutiert. Die Diskussionen werden jeweils von Beiträgen geladener Referentinnen oder Referenten eröffnet.

      Das Programm

      4. Februar 2010, 19 Uhr

      Öffentlicher Abendvortrag

      Ansgar Beckermann: Ich und meine Neuronen

      Campus Westend, IG 411

      5. Februar 2010, 10-18 Uhr

      Workshop mit Thomas Goschke (Dresden),
      Geert Keil (Aachen),

      Jasper Liptow (Frankfurt/M.),
      Gerson Reuter (Frankfurt/M.)
      buchsymposion.uni-frankfurt.de/symposion2010.htm
    • "Der Geist in der Natur - Mind in Nature", 2. Internationaler Kongress der European Society of Early Modern Philosophy

      "Der Geist in der Natur - Mind in Nature", 2. Internationaler Kongress der European Society of Early Modern Philosophy

      Veranstalter: Professor Dr. Dominik Perler,
      Humboldt-Universität zu Berlin
      Institut für Philosophie
      Unter den Linden 6, 10117 Berlin, Tel.: (+49)30/20932873


      15.02.10 - 17.02.10 in Berlin

      When early modern thinkers began to oppose the metaphysical framework of aristotelian hylomorphism and maintained that natural things are to be explained in purely mechanistical terms, explaining mind became problematic: How do mind and its various activities (as perception, imagination, memory, thinking etc.) relate to "natural processes"? Are they identical? Or radically different? In which categories are they to be described? And how can an explanation of mind be integrated into a complete account of nature? In the announced conference such problems are discussed in its historical context and related to contemporary debates of the philosophy of mind by leading scholars from all over Europe and the U.S.

      Scientific Organizers:
      Dominik Perler (Berlin)
      Johannes Haag (Berlin, Potsdam)

      Invited Plenary Speakers:

      Michael Della Rocca (Yale)
      Dennis Des Chene (St Louis)
      Susan James (London)
      Jonathan Lowe (Durham)
      Dennis Moreau (Nantes)
      Udo Thiel (Graz)
      Cathrine Wilson (New York)

      Scientific Colloquia (organized by: )
      Lena Halldenius (Malmö)
      Michael Hampe (Zurich)
      James Hill (Prague)
      Andreas Hüttemann (Münster)
      Cees Leijenhorst (Nijmegen)
      Sophie Roux (Grenoble)

      Participants are requested to register under <info.esemp@hu-berlin.de

      > until 10 February 2010.
      Congress fees amount to 50 Euro (standard), 30 Euro (ESEMP members) and 10 Euros (students).
      For further information please visit the conference website <kongress.esemp.de

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    • Tagungen, Workshops, Veranstaltungen

      Bioprozesse – Logik und Ontologie lebender Systeme

      vom 25. bis 27. März 2010, Uni Rostock, Wismarsche Straße 8


      Am Zentrum für Logik, Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte der Universität Rostock arbeitet ein Verbund aus Natur- und Geisteswissenschaftlern am Verständnis der lebenden Zelle im Wandel. Das Gesamtziel des Verbundvorhabens ist die Entwicklung eines wissenschaftstheoretischen Neuansatzes, der es ermöglicht, den stetigen Fortschritt und Wandel unseres Wissens über komplexe lebende Systeme als einen langfristigen und dynamischen Transformationsprozess von Wissenssystemen zu rekonstruieren, zu beurteilen und zu dokumentieren sowie darüber hinaus erkenntnistheoretische, bildtheoretische und ontologische Probleme der vielschichtigen Modelle, Abbildungen und Repräsentationen zellulärer Prozesse lebender Systeme neu aufzugreifen und zu diskutieren. Dem Teilprojekt OntoCell fällt dabei die Aufgabe zu, die logischen und ontologischen Grundlagen von zellulären Prozessen lebender Systeme bereitzustellen. Entsprechend werden die Beiträge auf der geplanten Tagung die Themen "Leben", "Lebewesen", "Zelle und Prozess" berücksichtigen und aus philosophischer Sicht sich um die Klärung damit einhergehender fundamentaler ontologischer Fragen bemühen.

      Von Rostocker Seite zum Beispiel wird das durch die Vorstellung einer Ereignistheorie geschehen, zu der sich die Logik des Aspekts von Antony Galton in den letzten 25 Jahren gemausert hat. Diese Theorie ist zwar in einer der arithmetischen nachgebildeten Formelsprache des reinen Denkens verfasst, legt aber ihren Aussagen keine arithmetischen Gegenstände, Eigenschaften und Relationen zugrunde, sondern spricht in zeitlichen Aussagen über Zustände, Ereignisse und lebende Systeme. Sie hat es nicht mit einem Redebereich unwandelbarer, zeitloser Gegenstände zu tun, sondern sieht sich der évolution créatrice gegenüber. Es gehört zu den hervorstechenden Zügen besagter Ereignistheorie, dass sie in ihrer Semantik gar nicht erst von Redebereich spricht, sondern all das betrachtet, was war bzw. ist, und sich offen hält für das, was die Zukunft bringen wird. So kann es nicht ausbleiben, dass sie bei der Ausarbeitung des Interpretationsbegriffes und der Semantik atomarer sowie quantifizierter Sätze noch gänzlich unerforschtes Neuland betritt.

      Das Verständnis der lebenden Zelle im Wandel stellt Ansprüche an die moderne Logik, welche diese nur durch ihren eigenen Wandel erfüllen kann, der sie von der angestammten Orientierung an den Zahlen zur Einbeziehung der Tatsachen des Lebens führt.


      Tagungsprogramm

      Donnerstag, 25.3.2010

      9.15-10.45 Uhr
      Bertram Kienzle (Rostock) „Propositionale Repräsentation von alternden Entitäten, ihrem Tun, Sein und Werden (I. Teil)“

      11.15-12.45 Uhr
      Marianne Schark (Freiburg) „Zur ontologischen Bestimmung von Zellen als kleinste lebende Einheit“

      14.30-16.00 Uhr
      Johanna Seibt (Aarhus) „Allgemeine Prozesstheorie“

      16.30-18.00 Uhr
      Niko Strobach (Saarbrücken) „Einzellflaschenhälse“

      Freitag, 26.3.2010

      9.15-10.45 Uhr Martin Lemke (Rostock) „Ereignis-Ontologie“

      11.15-12.45 Uhr
      Stefan Schulz (Freiburg) „Repräsentation von Prozessen und Funktionen in biomedizinischen Ontologien“

      14.30-16.00 Uhr
      Johanna Seibt (Aarhus) „Die Ontologie emergenter Prozesse in biologischen Zellen“

      16.30-18.00 Uhr
      Mathias Brochhausen (Saarbrücken) „Ist Speziation ein Prozessmuster“

      Samstag, 27.3.2010

      9.15-10.45 Uhr
      Ludger Jansen (Rostock) „Prozessbeteiligte“

      11.15-12.45 Uhr
      Bertram Kienzle (Rostock) „Propositionale Repräsentation von alternden Entitäten, ihrem Tun, Sein und Werden (II. Teil)“

      Ihre Anmeldung senden Sie bitte an: bertram.kienzle(at)uni-rostock.de! iph.uni-rostock.de/Workshops.144.0.html

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    • Tübingen: Internationale Tagung - Human Nature and Self Design

      Hier gibt es per Video-Stream einige interessante Vorträge dieser Tagung: timms.uni-tuebingen.de/List/Li…UT_20090____00__hnsd_000_

      Beispielsweise:

      "We are Apes. Towards a Radical Evolutionary Anthropology" (Prof. Dr. Volker Sommer)

      "Does the Chimpanzee have a Theory of Mind? 30 Years later" (Prof. Dr. Josep Call)

      "Eccentric Positionality and the Limits of Human Conduct" (Prof. Dr. Hans-Peter Krüger)

      "Anthropology as an Empirical Discipline" (Prof. Dr. Jean-Jacques Hublin)

      "Genetic Modifications - Possibilities and Limits of Gene Therapy" (Prof. Dr. med. Boris Fehse)

      "Ethical Assessment of Genetic Modifications and Gene Therapy" (Prof. Dr. Nikolaus Knoepffler)
    • Interdisziplinäre Konferenz "Leibgedächtnis & Therapie"
      Eine Begegnung zwischen Phänomenologie und Therapie - 31.03.2011-02.04.2011 am DKFZ in Heidelberg

      Die interdisziplinäre Konferenz "Leibgedächtnis und Therapie" (Body Memory and Therapy) vom 31. März bis 2. April 2011 im DKFZ in Heidelberg bietet ein Forum für den Austausch von theoretischen und praktischen Erkenntnissen über das Leibgedächtnis und seine Bedeutung für die therapeutische Arbeit.

      Keynote Speakers: Prof. Dr. B. Waldenfels
      Prof. Dr. Dr. T. Fuchs
      Prof. Dr. F. Röhricht
      Prof. Dr. P. Jansen
      PD Dr. S. C. Koch
      Dr. Udo Baer & G. Frick-Baer
      Dr. W. Barnowski-Geiser
      Dr. M. Summa
      Dr. des. M. Eberhard

      psychologie.uni-heidelberg.de/…g/leibkonferenz2011.shtml

      psychologie.uni-heidelberg.de/projekte/bewegung/flyer.pdf

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    • 3. Frankfurter Philosophisches Buchsymposion: Reinhard Brandt: "Können Tiere denken? (3./ 4. Feburar 2011)

      Das Frankfurter Philosophische Buchsymposion findet einmal jährlich am Institut für Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt. Jeweils eine deutschsprachige philosophische Neuerscheinung soll dabei einerseits einem breiteren außerakademischen Publikum nähergebracht und andererseits Gegenstand einer intensiven Fachdiskussion werden. In diesem Jahr widmet sich das Symposion Reinhard Brandts Buch "Können Tiere denken? Ein Beitrag zur Tierphilosophie" (edition unseld 2009), in dem Brandt die These verteidigt, dass Tiere nicht über die für das menschliche Denken charakteristische Urteilsfähigkeit verfügen. Ablauf: 3. Februar 2011, 19 Uhr Öffentlicher Abendvortrag Reinhard Brandt: "Können Tiere denken? Kleine Geschichte des Nichtdenkens und Denkens" Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Hörsaalzentrum HZ 5 4. Februar 2011, 10-18 Uhr Ganztägiger Workshop mit Reinhard Brandt, Hans-Johann Glock (Zürich), Jasper Liptow (Frankfurt/Main), Henrike Moll (Leipzig) und Gerson Reuter (Frankfurt/M.) Anmeldung zum Workshop per Email unter buchsymposion@uni-frankfurt.de. Organisation: Jasper Liptow / Gerson Reuter Institut für Philosophie Grüneburgplatz 1 60629 Frankfurt/Main Tel.: +49 (0)69 798 32769 (Liptow) Tel.: +49 (0)69 798 32791 (Reuter) buchsymposion@uni-frankfurt.de

      buchsymposion.uni-frankfurt.de/
    • On Forgiveness

      Forum for European Philosophy Event

      Monday 7 February, 6.30-8.00pm
      Wolfson Theatre, New Academic Building, LSE lse.ac.uk/collections/forumFor…ophy/events/dialogues.htm

      - Tom Farrow, Senior Lecturer in Psychiatric Neuroimaging, Medical School, University of Sheffield and Honorary NHS Clinical Scientist
      - Raimond Gaita, Professor of Moral Philosophy, King's College London

      This interdisciplinary dialogue will discuss the role of forgiveness in private and public life and will consider whether neuroscience and philosophy can offer complementary perspectives on the concept of forgiveness.

      All events are free and open to all without registration
      For further information contact Juliana Cardinale: 020 7955 7539
      J.[email]Cardinale@lse.ac.uk[/email]

      Forum for European Philosophy
      Room J5, European Institute
      London School of Economics, WC2A 2AE
      philosophy-forum.org
    • Helmuth Plessners ‚Verspätete Nation‘ in der Diskussion

      V. INTERNATIONALER HELMUTH PLESSNER KONGRESS

      Wiesbaden 04.09-06.09.2012
      [Helmuth Plessner (1892-1985): 120. Geburtstag am 04.09.2012]


      DIENSTAG, 04.09.

      16.00 Kongress-Eröffnung
      HELMUT MÜLLER (OBERBÜRGERMEISTER VON WIESBADEN)
      JOACHIM FISCHER (PRÄSIDENT DER HELMUTH PLESSNER GESELLSCHAFT)
      TILMAN ALLERT (UNIVERSITÄT FRANKFURT)
      MICHAEL HÜTHER (INSTITUT FÜR DEUTSCHE WIRTSCHAFT KÖLN)
      17.30 – 18.30 CHRISTA ALLERT ‚Plessners Wiesbaden‘ (Stadt-Rundgang)
      19.00 Abendvortrag
      Moderator
      TILMAN ALLERT (FRANKFURT/WIESBADEN)
      HERMANN LÜBBE (ZÜRICH)
      „Die verspätete Nation“. Wirkungen eines Deutschland-Buches und seines späteren Titels
      21.30 Empfang der Stadt Wiesbaden
      Veranstaltungsorte:
      LITERATURHAUS VILLA CLEMENTINE, Frankfurter Str. 1: Eröffnungsveranstaltung und Empfang
      am Dienstag
      DEUTSCHES FILMHAUS DER MURNAUSTIFTUNG, Murnaustr. 6: Kongress am Mittwoch und

      Lokale Organisation und Kontakt:
      Prof. Dr. Tilman Allert tilman.allert@t-online.de o. allert@soz.uni-frankfurt.de

      MITTWOCH, 05.09.

      9.00-12.00 Vormittag
      Moderator: KARL SIEGBERT REHBERG (DRESDEN)
      9.00-9.45
      TILMAN ALLERT (FRANKFURT A.M.)
      Plessners ‚Schicksal deutschen Geistes‘‘. Zur Genese und Aktualität einer Diagnose
      Pause
      10.00-10.45
      WOLFGANG BIALAS (BERLIN)
      Plessners "Verspätete Nation" im Vergleich mit anderen zeitgenössischen philosophischen Analysen
      des Nationalsozialismus
      Pause
      11.00-11.45
      JOACHIM FISCHER (DRESDEN)
      Die exzentrische Nation. Das Junktim zwischen Plessners Deutschlandstudie und seiner
      Philosophischen Anthropologie
      Mittagspause
      14.30-18.00 Nachmittag
      Moderator: MATTHIAS SCHLOSSBERGER (POTSDAM)
      14.30-15.15
      FRANKA MAUBACH (GÖTTINGEN)
      Der »deutsche Sonderweg« als joint venture von Lehrer und Schüler: Helmuth Plessner und Christian
      Graf von Krockow
      Pause
      15.30-16.15
      HANS GEORG SOEFFNER (ESSEN)
      Volk ohne Staatsidee - Idee ohne Staatsvolk. Nachkriegsdeutschland in Europa
      Pause
      16.30-17.15
      ANDRZEJ GNIAZDOWSKI (WARSCHAU)
      Verspätung und Unreife. Zur Phänomenologie des nationalen Bewusstseins bei Plessner und
      Gombrowicz
      19.30 Abendvortrag
      Moderator: MARCO RUSSO (NEAPEL/SALERNO)
      GILBERT MERLIO (PARIS)
      Plessners Schrift "Die verspätete Nation" im Vergleich mit Edmond Vermeils
      "L'Allemagne. Essai d'explication“
      21.00-22.00 Mitgliederversammlung der Helmuth Plessner Gesellschaft

      DONNERSTAG, 06.09.

      9.00-12.00 Vormittag
      Moderatorin: OLIVIA MITSCHERLICH (POTSDAM)
      9.00-9.45
      WOLFGANG EßBACH (FREIBURG)
      Plessners Blick auf Europa - 50 Jahre nach der Versöhnungsmesse von Reims
      Pause
      10.00-10.45
      HANS PETER KRÜGER (POTSDAM)
      Die Ablösung des Westens vom Westen: Zur realgeschichtlichen Öffnung der Frage nach dem
      Menschen in der ‚Verspäteten Nation‘
      Pause
      11.00-11.45
      SCOTT DAVIS (MIYAZAKI, JAPAN)
      Comparing Culture and Humanism in Germany and China in Light of Plessners ‘Verspätete Nation’
      Mittagspause
      14.30-18.00 Nachmittag
      Moderatorin: CLAUDIA SCHMÖLDERS (BERLIN)
      14.30-15.15
      HELMUT LETHEN (WIEN)
      Aus der Sphäre der Entscheidung zum prekären Ruhepunkt des Rückblicks. Plessners verspätete
      humanistische Wende
      Pause
      15.30-16.15
      CAO WEIDONG (PEKING)
      Plessners ‚Verspätete Nation‘ – eine deutsche und eine chinesische Lesart
      Pause
      16.30-17.15
      AUSTIN HARRINGTON (LEEDS)
      'Die verspätete Nation' und die gegenwärtige Debatte zum Eurozentrismus
      17.15-18.00
      GREGOR FITZI (OLDENBURG)
      Die Grenzen der Funktionaldifferenzierung. Zur Aktualität des Kontrastes zwischen Plessners und
      Luhmanns Auffassung der politischen Modernisierung

      19.30-21.30 PODIUMSDISKUSSION
      „Deutschland in Europa und der Welt – Die Welt und Europa in Deutschland
      Helmuth Plessner ‚Verspätete Nation` in der Diskussion“
      Moderator: TILMAN ALLERT (FRANKFURT/WIESBADEN)
      MICHAEL HÜTHER (KÖLN)
      ZDZISLAW KRASNODEBSKI (BREMEN/WARSCHAU)
      CAO WEIDONG (PEKING)
      MARCO RUSSO (NEAPEL/SALERNO)
      KARL-SIEGBERT REHBERG (DRESDEN)
      CLAUDIA SCHMÖLDERS (BERLIN)
      WALTER SEITTER (WIEN)
    • Konferenz
      Constantin Brunner (1862-1937) im Kontext

      Veranstalter: Seminar für Deutsche Philologie, Georg-August-Universität Göttingen; Franz Rosenzweig Minerva Forschungszentrum, Hebräische Universität Jerusalem; Jüdisches Museum Berlin; Leo Baeck Institute New York/Berlin; Internationaal Constantin Brunner Instituut Den Haag; Constantin-Brunner-Stiftung, Hamburg
      Datum, Ort: 21.10.2012-23.10.2012, Berlin, Jüdisches Museum, Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin

      Constantin Brunner war zu seinen Lebzeiten ein bekannter und bisweilen umstrittener Philosoph, Gesellschaftskritiker und Lebensreformer. Mit seiner Philosophie, die er vor allem in seiner 1908 erschienenen "Lehre von den Geistigen und vom Volk" formulierte, ging es Brunner weniger darum, einen akademischen, als vielmehr einen lebenspraktischen Beitrag zu leisten. Er hat damit das Interesse einer Reihe von Intellektuellen, Künstlern und Jugendbewegten auf sich gezogen - die Korrespondenz mit Persönlichkeiten wie z.B. Walther Rathenau, Lou Andreas-Salomé, Leo Berg, Rose Ausländer, Gustav Landauer und Martin Buber zeugt davon.

      Brunner nahm ausgehend von seinen philosophisch-theoretischen Schriften, in denen er erkenntnis- und wissenschaftstheoretische, naturwissenschaftliche und psychologische Fragen erörterte, auch sehr ausführlich zu zentralen politischen, kulturellen, sozialen und theologischen Debatten seiner Zeit Stellung. Ein Schwerpunkt seiner Arbeiten seit dem Ersten Weltkrieg bildete das Thema des Judenhasses, den er zu verstehen und überwinden suchte. Brunner wandte sich nicht nur gegen Anarchismus, Nationalsozialismus und Kommunismus, sondern auch gegen den Zionismus. Große Aufmerksamkeit auf christlicher und zugleich auf jüdischer Seite fand sein Buch "Unser Christus oder das Wesen des Genies" (Berlin 1921).

      Das Werk Constantin Brunnens wurde vor allem in Kreis seiner Anhänger und Anhängerinnen diskutiert und weitergedacht, die nach dem Zweiten Weltkrieg das Internationaal Constantin Brunner Institut (ICBI) in den Haag gründeten. Erst seit wenigen Jahren wird Brunnens Werk und Persönlichkeit in verschiedenen Disziplinen wiederentdeckt. Derzeit wird in zwei Forschungsprojekten der umfangreiche Nachlass Brunnens aufbereitet und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Die Teilnachlässe Brunnens sind in der Dependance des Leo Baeck Institute am Jüdischen Museum Berlin zusammengeführt und digitalisiert worden (finanziert durch die DFG). In einem zweiten Projekt wird die Korrespondenz Brunnens transkribiert und online gestellt. Eine Auswahl dieser Briefe wurde kommentiert herausgegeben (finanziert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die Stiftung Irene Bollag-Herzheimer, Basel).

      Die Konferenz, die aus Anlass des 150. Geburtstages und 75. Todestages Brunnens veranstaltet wird, hat das Ziel, diese und viele andere derzeitige Forschungen zu Brunnens Werk, seinem Wirken und seiner Biographie in ihren philosophischen, literaturwissenschaftlichen und historischen Kontexten zu diskutieren und einzubetten, um eine Grundlage für eine neue Auseinandersetzung mit Brunnens Werk und Biographie zu legen.

      Die Tagung wird gefördert durch die Fritz-Thyssen-Stiftung.


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      21. Oktober, Sonntag

      15.00: Eröffnung der Tagung

      15.45: Begrüßung und Einführung in das Thema

      Aubrey Pomerance (Berlin)
      Gerhard Lauer (Göttingen)

      16.00-17.00: Zur Geschichte des Brunnernachlasses
      Moderation: Irmela von der Lühe (Berlin)

      Aubrey Pomerance (Berlin)
      "Die Constantin Brunner Sammlung. Der Bestand und seine Geschichte"

      Frank Mecklenburg (New York)
      "Constantin Brunner im Kontext des Archivs des Leo Baeck Instituts und seiner Sammlungen"

      Jürgen Stenzel (Göttingen)
      "Anmerkungen zur Brunnerrezeption"

      Kaffeepause

      17.15-18.30: Brunners Frühzeit
      Peter Sprengel (Berlin)
      "'Da sollte einmal erbarmungslos aufgeräumt werden' – Moderne-Kritik und Kunsttheorie in Constantin Brunners Zeitschrift "Der Zuschauer" (1893-1895)"

      Pause

      19.30 Brunners Briefe – Book Launch
      Moderation: Irmela von der Lühe (Berlin)

      Hanns Zischler (Berlin)
      "...wenn der Gedanke wieder einmal einen Mund bekam zu reden". Lesung aus Briefen Constantin Brunners

      In Kooperation mit dem Göttinger Wallstein-Verlag

      22. Oktober, Montag

      9.00: Eintreffen

      9.30-11.00: Brunners Systemphilosophie im Kontext I
      Moderation: Bernd Auerochs (Kiel)

      Martin Rodan (Jerusalem)
      "Constantin Brunners Auffassung der europäischen Geistes- und Kulturgeschichte"

      Giuseppe Veltri (Halle)
      "Geist vs. Volk und Wahrheit vs. Aberglauben: Zu Constantin Brunners binärer Philosophie"

      Kaffeepause

      11.30-13.00: Brunners Systemphilosophie im Kontext II
      Moderation: Bernd Auerochs (Kiel)

      David J. Wertheim (Amsterdam)
      "Constantin Brunner's Spinozism in the context of Spinoza's German-Jewish Popularity"

      Jürgen Stenzel (Göttingen)
      "Brunner im Kontext der zeitgenössischen Philosophie"

      Mittagspause

      14.30-16.00: Politische Philosophie und Praxis I
      Moderation: Christine Holste (Berlin)

      Irene Aue-Ben-David (Jerusalem)
      "Der leidende Patriot. Constantin Brunner und der Erste Weltkrieg"

      Jacques Aron (Brüssel)
      "Constantin Brunner im Rahmen des jüdischen Antizionismus"

      Kaffeepause

      16.30-18.00: Politische Philosophie und Praxis II
      Moderation: Christine Holste (Berlin)

      Elisabeth Conradi (Stuttgart)
      "Die Antisemitenfrage bei Constantin Brunner"

      Andreas Kilcher (Zürich)
      "'Das Gebot der Anpassung'. Constantin Brunners Ausweg aus dem Judentum"

      23. Oktober, Dienstag

      9.30 Eintreffen

      10.00-10.45: Zeitgenössische Brunnerrezeptionen I
      Moderation: Irene Aue-Ben-David (Jerusalem)

      Claudia Weinzierl (Wien)
      "Die Begegnung Lou Andreas-Salomé und Constantin Brunner. Der 'missing link' zwischen Lebensphilosophie und Psychoanalyse?"

      Kaffeepause

      11.15-12.45 Zeitgenössische Brunnerrezeptionen II
      Moderation: Irene Aue-Ben-David (Jerusalem)

      Martin A. Hainz (Berlin)
      "Schüler und ihr Lehrer? Zu Rose Ausländer, dem Czernowitzer Kreis und Constantin Brunner"

      Helmut Braun (Köln)
      "'Mein liebes Kind – Verehrter Meister'. Constantin Brunner und Rose Ausländer. Ein Werkstattbericht"

      Mittagspause

      14.30-16.00: Brunners Religionskritik
      Moderation: Gerhard Lauer (Göttingen)

      Hans Goetz (Kopenhagen)
      "Religion als Form des abergläubischen Denkens"

      Hans-Rüdiger Schwab (Münster)
      "Eckhard-Rezeption und Christus-Genie. Brunners 'Unser Christus'"

      Kaffeepause

      16.30-18.00: Brunners Persönlichkeit und Idealbild
      Moderation: Gerhard Lauer (Göttingen)

      Renate Stolte-Batta (Hamburg)
      "Brunner privat in seiner Widersprüchlichkeit"

      Bernd Auerochs (Kiel)
      "Gemeinschaft und philosophische Elite. Zu Constantin Brunners 'Lehre von den Geistigen und vom Volke'"

      Kontakt: Irene Aue-Ben-David

      Franz Rosenzweig Minerva Forschungszentrum
      The Hebrew University of Jerusalem, Mt. Scopus, Rabin Building, Jerusalem 91905, Israel

      brunner.conference@gmail.com


      URL zur Zitation dieses Beitrages
      hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=19995

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