Pannentheismus

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    • RE: Wahrheit als Absolutum

      Nali-
      "Gehört denn der Zweifel nicht zur Wahrheit? Das heisst, gehört es nicht mithin zur Wahrheit, dass wir sie suchen und nie gänzlich finden können? Und liegt nicht gerade in diesem Bedürfnis, einer Absolutheit gerecht werden zu wollen das relative Momentum einer vielgestaltigen, weil individuellen Wahrheit?


      Zweifel ist eine Motivation Wahrheit zu suchen oder finden zu wollen. Er kann wahr sein, wenn sich die Frage nach Wahrheit von Zweifel stellt. Ebenso ist das Bedürfnis einer Absolutheit gerecht zu werden eine Entität und kann wahr sein, wenn das Ziel der Wahrheit dieses Bedürfnis ist.

      Dass etwas prüfbar immer gleich ist, beschränkt das Feld der Wahrheiten auf ein empirisches, wonach sich sagen liesse, dass Wahrheit eine einzige sei, nämlich eine ontologische.


      In der Tat gibt es bestimmte Wahrheitskriterien um sich Wahrheit anzunähern, alles andere ist Spekulation und ich habe nicht gesagt, dass ich gerechtfertigte Spekulation für falsch halte wie z.B. Metaphysik, es muss erlaubt sein auch zu spekulieren um zu neuen Ufern gelangen zu können, denn Denken oder Träumen ist das Einzige das horizonterweiternd ist. Das heißt aber nicht, dass es mehrere Wahrheiten in dem von mir erwähnten Sinn gibt. Allenfalls Scheinwahrheiten also etwas scheint wahr zu sein.

      LG
    • RE: Wahrheit als Absolutum

      Hellmut-

      es gibt keine relativen Wahrheiten?? Halbwahrheiten? Hörst Du nie Politiker reden?


      Politiker, ja ich habe sie schon zur Genüge gehört - was sie sagen - Vagheiten, gefinkelte doppeldeutige Sätze die genügend Freiraum bieten sich auch bei Gelegenheit gegenteilig rechtfertigen zu können und viel wischiwaschi.
      Relative Wahrheiten sind subjektive Wahrheiten, Halbwahrheiten sind keine Wahrheiten sondern nichtssagende Interpretationen.

      HG
    • Verstehen von sich selbst...

      dass es uns alle braucht, vorallem aber unseren Willen zur Verständigung und zum Verständnis. Zitat Nachtlicht

      Das klingt gut, Nachtlicht. So wirst Du deinem hehrern Namen gerecht. Ich denke, als erstes sollten wir uns selbst verstehen und annehmen lernen...teif innen...dann die nächsten beziehungen, Partner, freunde, Herkunftsfamilie,...Gott...
      Mit der größeren Wahrheits-Klarheit kommt dann auch überall mehr Harmonie.
      Meint Hellmut, mit Gruß.
      "Man kann den Menschen nichts beibringen. Man kann ihnen nur helfen, es in sich selbst zu entdecken." (Galileo Galilei)
    • Hallo Nali-

      Ich glaube, wenn wir die Wahrheit, die wir je subjektiv für richtig und wahr empfinden, gelten lassen, sie eigentlich zum einzigen Fundament unseres Sinnes machen, dass diese auch für andere eine relevante Grösse darstellen könne. Man muss nur genügend überzeugt sein, so scheint es, um diese Scheinwahrheiten zu klären oder diese Halbwahrheiten ganz zu machen.


      Ja, aaber, ist nicht gerade diese Größe das Dilemma in unserer Zeit?
    • Ich glaube, wenn wir die Wahrheit, die wir je subjektiv für richtig und wahr empfinden, gelten lassen, sie eigentlich zum einzigen Fundament unseres Sinnes machen, dass diese auch für andere eine relevante Grösse darstellen könne. Man muss nur genügend überzeugt sein, so scheint es, um diese Scheinwahrheiten zu klären oder diese Halbwahrheiten ganz zu machen.


      Die subjektive Wahrheit von der du sprichst, ist deine ureigenste Wahrheit von der du überzeugt bist und die du nach außen hin entsprechend vertrittst sodass sie, auf Grund deiner Darstellung, auch für andere wie du sagst, eine relevante Größe darstellen sollte. Jeder vertritt seine Wahrheit, und Überzeugung allein bewahrheitet 'etwas' nicht, dazu bedarf es gerechtfertigter Evidenzen und selbst dann ist damit noch keine Intersubjektivität gegeben. Wenn nun jeder seine eigene Wahrheit vertritt,was soll das werden, viele Wahrheiten verbunden mit Streit und Krieg, weil jeder in seiner Wahrheit sich gerechtfertigt fühlt, oder glaubt die Wahrheit gepachtet zu haben.

      Wenn du aber deine Überzeugungskraft dazu benützt dich selber in deiner Wahrheit zu stärken, könnte es unter Umständen passieren, dass du in einer Lüge lebst und es nicht einmal merkst, was wiederum dazu führen kann, dass du an dieser von dir festgehaltenen vermeintlichen Wahrheit zu Grunde gehst oder verzweifelst.
    • Angenommen, dass ich gar nichts über Wahrheit sagen kann, weil ich doch selbst derjenige bin, der die Wahrheit erforscht, so aber kann ich mich an etwas machen, das eine Deskription meiner Auffassung von Wahrheit entspricht. Diese, so muss ich eingestehen, ist eine Auffassung von Wahrheit. Soweit so gut.


      Wenn du nichts über Wahrheit sagen kannst, dann kannst du auch keine Beschreibung (Deskription) darüber machen sondern nur sagen - 'ich weiß nicht, was Wahrheit ist'. Sobald du Wahrheit erforschst, musst du wissen, was der Begriff Wahrheit oder was du darunter verstehst bedeutet, das muss nicht allgemeingültig sein, sondern kann einfach deiner Subjektivität entsprechen- das ist dann deine Auffassung von Wahrheit.

      Problematisch wird es, wenn ich meiner Auffassung von Wahrheit eine ganz eindeutige und einzig richtige Wahrheit zugrunde lege, wonach alles, was nicht diesem Schema entspricht, falsch genannt werden muss. Denn wir sehen doch dann, dass meine Wahrheit die wahrere sein müsste als alle anderen denkbaren Wahrheiten, die nicht diesem Schema entsprechen. Dies würde aber so gesehen die Anwendung von Gewalt rechtfertigen, meine Wahrheit, da sie der einzigen Wahrheit entspricht, durchzusetzen. Hiergegen dürfte nämlich nichts Wahres sprechen.


      Für wen wird es problematisch wenn du behauptest, dass du der alleinig Wissende bist und daher einen Wahrheitsanspruch stellst, der sich nur in deiner Überzeugung von Wahrheit rechtfertigt - man wird glauben du bist irre. Woran würden wir erkennen, dass deine Wahrheit Wahrheit an sich oder allgemeingültig ist, an deinen Wahrheitskriterien?
      Du willst also den Allmächtigen spielen und in deiner Wahrheitsauffassung Gewalt rechtfertigen?

      Der Rest scheint mir ein wenig konfus zu sein, oder willst du darin Poesie zum Ausdruck bringen? Hast du's schon mal mit Logik probiert?

      Ist nicht bös gemeint - aber manchmal hilft einfach Spazierengehen und abschalten.

      LG