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  • Vorerst schon einmal Danke für die Beleuchtung der philosophiegeschichtlichen Hintergründe, @Hermeneuticus.

  • Mir ist zur sinnlichen Gewißheit noch eingefallen, daß wir, wenn mich nicht alles täuscht, davon ausgegangen sind, daß die Unmittelbarkeit des sinnlichen Weltbezuges den Grund der Wahrheit des Wissens bildet? Es ist aber doch möglich, daß für Hegel die Sinnlichkeit den Wahrheitsanspruch der ersten Form eines Fürwahrhaltens darstellt? Das schiene mir plausibler, weil man damit die Schwierigkeit aus dem Weg geräumt hätte, wie eine vollständige Unvermitteltheit eigentlich denkbar sein soll. Obwohl …

  • Mir kommt immer wieder Pierce in den Sinn, der davon ausgeht, daß wir durch Krisen zum Wechsel unserer Überzeugungen gelangen. Mit Pierce im Hintergrund und als Unterscheidungsfolie sozusagen, wird mir Hegel verständlicher. Ohne daß wir bzw. das Bewußtsein reflektierend begreift, weil es dies auf den ersten beiden Bewußtseinsstufen auch noch gar nicht kann, bemerkt das Bewußtsein gleichwohl, daß seine Erfahrung und sein Wissen sich auf irgendeine Weise nicht in Übereinstimmung mit den Gegenständ…

  • Zum Verstandeskapitel ist mir bei der nach Hilfe suchenden, unsystematisch betriebenen Recherche aufgefallen, daß dieses Kapitel entweder äußerst knapp abgehandelt, mehr übergangen als bearbeitet wird (so wie auch Gehring verfährt) oder aber mehr oder weniger in Hegels Terminologie nach"erzählt" wird. Wobei die Schwierigkeiten mit den vielfachen Verflechtungen bestehen bleiben, weil sie eigentlich nur wiederholt werden. Aus diesem Grund hatte ich mich gestern dann für das Original entschieden. W…

  • Ich notiere die basics, die ich gestern gelernt habe (falls das für Euch alte Kamellen sind, dann kannst Du es gerne löschen, _its_not_me_). Mir ist überhaupt nicht klar gewesen, daß Hegel das Wort "Moment" in einem ganz bestimmten Sinn verwendet. Hier lese ich daß Hegel 1. das Wort "aufheben" als terminus in die Philosophie eingeführt hat, und daß er es bewußt wegen der Doppeldeutigkeit, in der das Wort umgangssprachlich -allerdings in unterschiedlichen Kontexten- verwendet wird, gewählt hat: A…

  • Als ich vor einigen Tagen irgendwo las, daß das Verstandeskapitel ein besonders vertracktes Stück sei, da dachte ich noch frohgemut, in abenteuerlichem Überschwang wohl, "na dann erst recht". Falls die Mitstreiter das Beschleunigen ebenfalls dem Verlangsamen vorziehen ... ich harre aus.

  • Zitat von Hermeneuticus: „(Ihr könnt sagen, was Ihr wollt: So verwickelt und schwerfällig sich Hegels minutiöse Analyse auf den ersten und zweiten Blick auch liest - wenn man sich darauf einlässt und genau liest, wird sie völlig klar und geradezu logisch elegant...) “ Gestern habe ich die Verzweiflung noch abwenden können, heute hilft kein gutes Zureden mehr, je genauer und gründlicher ich lese, desto unklarer, geradezu verworren wird mir der Text. Was meint "Medium", was ist "positive Allgemein…

  • Wir befinden uns jetzt doch auf der Bewußtseinsstufe der Wahrnehmung? Die ist bei Hegel gekennzeichnet dadurch, daß wir einzelne Gegenstände identifizieren? Für mich besteht die ganze Faszination dieses Kapitels darin, daß Hegel das, was wir alltäglich ununterbrochen tun, nämlich Gegenstände zu identifizieren, mikroskopisch genau -seiner Methode entsprechend- analysiert. Wenn wir ein Haus als Haus erkennen, dann geht das so blitzschnell, daß wir niemals darauf kämen, in diesem einen Erkennen ein…

  • Zitat von _its_not_me_: „Hallo @Friederike: worauf bezieht sich die Zahl? Falls es eine Beitragsnummer ist - die unterscheiden sich ja bei dir und mir “ Hermeneuticus' "Auftritt" am Do., 8.6. um 03.26 Uhr. Eine gute Gelegenheit, 2 Anliegen loszuwerden. Herzlichen Dank, Hermeneuticus für Dein "Wegbahnen" in das Wahrnehmungskapitel. Natürlich gehören alles zuvor Besprochene, gehören Gehring, Hegel, meine Arbeit mit dazu, aber die Verbindungslinien, die Du noch gezogen hast ... wie bei einem Puzzle…

  • Zitat von _its_not_me_: „Wie steht es eigentlich damit, dass unsere Sinne ja im Plural auftreten und zumeist auch im Team (wir triangulieren immer mit uns selbst)? Das scheint mir erst Thema im nächsten Kapitel zu werden ... “ Ich nehme das Zitat, weil ich glaube, daß es mich ein Schrittchen weiterführt. Zitat: „ (93) Der Reichtum des sinnlichen Wissens gehört der Wahrnehmung, nicht der unmittelbaren Gewißheit an, an der er nur das Beiherspielende war; denn nur jene hat die Negation, den Untersc…

  • Also - Butler und Nussbaum würde ich schon zu den KlassikerInnen zählen, aber für Cora Diamond habe ich wikipedia zu Rate ziehen müssen, weil ich ihren Namen noch nie gehört hatte. Sehr interessant. Eine Philosophin, die gegen eine mainstream-Rezeption argumentierte und vor kurzem erst entdeckt worden ist - für eine neue und andere Interpretation von Wittgenstein. Ich denke, Stephan, Du wirst Dich wohl darauf einrichten müssen, daß es nix wird mit dem Grundeinkommen. Mir ist so, als stünden die …

  • Zitat von Ste(PH)an: „Wegen unbekannterer Denker: es wird in Zukunft -zumindest ist das der Plan - noch zwei weitere Videoreihen auf dem Kanal geben. Einmal eine, die etwas umfassender ist und zum Beispiel auch Literatur und Film betrachtet und eine, die ausführlicher auf einzelne Denker/Theorien eingeht - da können dann auch mal Menschen behandelt werden, die sonst nicht in jedem Einführungswerk vorkommen. Die Einführungsreihe soll halt wirklich die Basics liefern, deswegen die typischen Namen …

  • Im Wahrnehmungskapitel erwähnt Hegel, sofern ich es nicht bei der SG übersehen habe, die bestimmte Negation das erste Mal. Damit meint er, daß einen Gegenstand zu identifizieren bedeutet, ihn dadurch zu einem bestimmten Gegenstand zu machen, der ausschließt, er könne noch irgendein anderer Gegenstand sein. Während die Eigenschaften, die in ihrer Kombination den Gegenstand ergeben, sich "gleichgültig" zueinander verhalten, denn andernfalls könnte ein Gegenstand nicht mehrere Eigenschaften haben, …

  • Zitat von _its_not_me_: „Wenn ich ehrlich bin, fand ich Vorlesung Nummer 4 erst spannend als es um das Sein des Selbstwußtsein ging Aber natürlich erstmal der Reihe nach :)“ Am besten hat mir Gehrings Einstieg gefallen: Die Bewegung vom Bewußtsein zum Selbstbewußtsein sei eine ganz andere als die Bewegungen, aus oder in denen sich das Bewußtsein bis dahin entfaltet habe, es sei eine "abenteuerliche" Bewegung. Fast noch besser als das Wort "abenteuerteuerlich" finde ich, daß es man es hier in dop…

  • Zitat von Hermeneuticus: „Diese Konsequenz finde ich rätselhaft, nachdem Du doch zunächst zitierst, wie Hegel die Relation Bewusstsein-Gegenstand fortspinnt und wie Bertram die Gegenstandserfassung als vom Selbstbezug des Bewusstseins abhängig konstatiert. Dein Fazit ist dem völlig entgegengesetzt. “ Habe ich mich womöglich vergaloppiert? Bei dem Bertramzitat geht es mir um den Satz mit der "Beständigkeit" und "Unbeständigkeit". Ich formuliere es höchst simpel: Ich bin davon ausgegangen, daß es …

  • Zitat von Hermeneuticus: „Aber wie verfahren wir weiter? Mir wäre es ja am liebsten, die Kapitel der Reihe nach durchzugehen und jeweils die Punkte, die uns darin jeweils als bedeutsam - einleuchtend oder fragwürdig - vorkommen, zusammenzutragen und zu diskutieren. Nicht von Satz zu Satz kriechend, aber auch nicht im Schweinsgalopp. Sondern etwa so, wie wir mit der SG verfahren sind. “ Ich würde insgesamt Gehrings Konzept folgen wollen. Was derzeit ja noch gleichbedeutend damit ist, den Kapiteln…

  • @_its_not_me_, Du hattest Gehrings "Henne-Ei"-Metapher, die sie im Zusammenhang mit der SG gebraucht, kürzlich erwähnt, und dazu hatte ich mir gedacht, daß sich dieses Bild wohl auf alle noch folgenden Bewußtseinsstufen anwenden ließe. Vor diesem Hintergrund lese ich einigermaßen überrascht (genaugenommen wollte ich meinen Augen fast nicht trauen), die folgende Stelle (93): Zitat: „ In dem Entstehen des Prinzips sind zugleich die beiden Momente, die an ihrer Erscheinung nur herausfallen, geworde…

  • Zitat von Hermeneuticus: „Darum darf man auch das Allgemeine, das Hegel als das Wahre der sinnlichen Gewissheit auszeichnet, nicht mit der artikulierten Allgemeinheit von Prädikaten bzw. Klassen verwechseln. Man hat es eher mit einem unartikulierten Handlungsschema zu tun, d.h. einer gleichbleibenden Weise, auf verschiedene Gegenstände zu reagieren. Das scheint mir diese (schon zitierte) Analyse sagen zu wollen: Es ist die Wiederholung der Zeigehandlung, die ihre Allgemeinheit konstituiert. Und …

  • Zitat von _its_not_me_: „Ich finde auch, dass das Ende des Kapitels, ziemlich deutlich macht, was Hegel wirklich von der sinnlichen Gewissheit hält: Auch die Tiere sind nicht von dieser Weisheit ausgeschlossen, sondern erweisen sich vielmehr am tiefsten in sie eingeweiht zu sein, denn sie bleiben nicht vor den sinnlichen Dingen als an sich seienden stehen, sondern verzweifelnd an dieser Realität und in der völligen Gewißheit ihrer Nichtigkeit langen sie ohne weiteres zu und zehren sie auf; und d…

  • Zitat von _its_not_me_ über Gehring: „Gemeint ist die Ebene noch vor jeder definierbaren Gegenstandswahrnehmung (obwohl später Bäume ins Spiel kommen), eine Ebene, die weit entfernt ist von Konzepten wie wissenschaftlicher Wahrheit oder dergleichen. Sinnliche Gewissheit heißt hier, wir (als konkrete Wesen vermute ich) sind uns Mitten in der Fülle des Konkreten einfach nur gewiss, dass wir da ein Etwas haben, das wir spüren, schmecken, empfinden, erfahren … wir erfahren so Gehring ein Etwas einfa…