Suchergebnisse

Suchergebnisse 1-20 von insgesamt 49.

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Zitat von Groot: „Generell seh ich aber einfach keinen Sinn in Logik. Für irgendwas anderes als Informatik ist das m.E. völliger unsinn. “ Mir kommt gerade ein Gedanke: Wenn man die Wissenschaft mit dem menschlichen Körper gleichsetzt, dann könnte m. E. die Logik das Skelett sein. Das Fleisch und alles andere müssen die einzelnen Fächer liefern.

  • Mit Locke bin ich inzwischen durch, und im Hinblick auf die Tatsache, daß die beiden Treatises Ende des 17. Jahrhunderts entstanden sind, können sie wohl al revolutionär bezeichnet werden. Um meine Betrachtung Lockes mit diesem Beitrag abzuschließen, sollen wenigstens einige der wichtigsten Punkte des zweiten Treatise kurz erwähnt werden. 1. Zunächst befindet sich der Mensch im Naturzustand, in dem er völlig frei und sein eigener Richter ist. Allerdings ist der Mensch in diesem Zustand auch völl…

  • Zitat von Riha: „Alles andere, z.B. auch die Entstehung von etwas aus dem Nichts, kann ich mir vorstellen. “ Zitat von Alltag: „Vo nüt chunt nüt! “ Vielleicht kommt es darauf an, wie man das Nichts definiert. Wenn man das Nichts als den Ort ansieht, in dem nichts Seiendes ist, dann hat Alltag wohl recht. Die Frage ist dann aber, ob es das Nichts in diesem Sinne überhaupt gibt. Eine andere Möglichkeit wäre mE, das Nichts mit dem für uns nicht Wahrnehmbaren gleichzusetzen, daraus könnte dann schon…

  • Zitat von Riha: „Es könnte dann immer noch eine bewusstseinsunabhängige Realität (buR) geben ,die aber kausal nicht auf das Subjekt einwirkt und daher nicht unseren Wahrnehmungen zu Grunde liegen kann. “ Ja klar, es mag in der Welt etwas geben (also Bestandteil der buR ist), das wir nicht wahrnehmen. Ganz bestimmt sogar. Ein einfaches Beispiel: Töne, die der Mensch nicht hören kann, die aber ein Hund sehr wohl hören kann. Zitat von Riha: „Aus der Annahme, dass unsere Wahrnehmungen ,Gedanken und …

  • Den ersten Treatise habe ich inzwischen durch und bin schon relativ weit im zweiten Treatise, den ich für interessanter halte als den ersten, in dem es ja doch nur um die Widerlegung von Filmer und letztlich auch nur um die Frage geht, ob eine absolute Herrschaft durch die Bibel gerechtfertigt ist oder nicht. Im zweiten Treatise kommt Locke bislang zu u. a. folgenden Ansichten: 1. Die Menschen sind durch ihr Menschsein frei und gleich. Kinder haben zwar gegenüber ihren Eltern eine Gehorsamspflic…

  • Zitat von Riha: „Im subjektiven Idealismus werden alle Bewusstseinsphänomene (Wahrnehmungen ,Gefühle, Gedanken ...) ausschließlich auf die Aktivität eines fundamentalen subjektiven Geistes, des absoluten Ichs, zurückgeführt. Die Existenz einer Bewusstseinsunabhängigen Realität wird damit geleugnet. “ Warum dies? M. E. ergibt sich der zweite Satz nicht aus dem ersten, denn das Dasein eines absoluten Ichs schließt doch eine bewußtseinsunabhängige Realität nicht aus. Zitat von Riha: „Ich wollte nur…

  • Zitat von Riha: „Warum ist es unmöglich ,dass mein Erleben nur der Traum meines Ichs (einer geistigen Substanz) ist? “ Das ist nicht unmöglich. Aber selbst wenn du träumen solltest, müßte ja ein Ich da sein, das träumt. Und die Annahme, daß ein Ich im Nichts existiert, halte ich für theoretisch wie auch praktisch unmöglich. Deshalb muß es eine bewußtseinsunabhängige Welt geben, egal, ob wir die nun richtig erkennen können oder nicht. Zitat von Riha: „Der subjektive Idealismus (z.B. Fichte) ist z…

  • Zitat von Riha: „Aber mal rein theoretisch: Die bewusstseinsunabhängige Welt könnte völlig anders sein oder vielleicht auch gar nicht existieren. Dennoch überleben wir, wenn wir uns an die Regelmäßigkeiten unserer Wahrnehmungen halten, also z.B. nicht über die Straße gehen ,wenn ein Auto naht. “ M. E. ist e auch theoretisch nicht möglich, daß keine bewußtseinsunabhängige Welt existiert. Wir überleben, weil zumindest ein Teil unserer Wahrnehmungen diese bewußtseinsunabhängige Welt zumindest teilw…

  • Zitat von Riha: „Die bewusstseinsunabhängige Welt könnte "einfältig " (undifferenziert ) und die Vielfalt lediglich durch unsere Sinne und unser Denken erzeugt sein. Aber dann könnte von einem Erfassen der vielfältigen bewusstseinsunabhängigen Welt nicht mehr die Rede sein. Die Vielfalt wäre dann ein reines Bewusstseinsphänomen. “ Ja, schon, aber wenn uns unser Bewußtsein derart täuschen würde, hätten wir dann eine Überlebenschance?

  • Zitat von Riha: „Wenn die Welt vielfaltig ist ,muss der Inhalt unseres Weltbildes(das ,was wir über die Welt denken) auch vielfältig sein. Sonst könnte es logischerweise nicht wahr sein. “ Das ist sicher wahr, aber die Erfassung dieser Vielfalt erfolgt ja durch unsere Sinne und unser Denken (und nicht durch die Vielfalt selbst).

  • Bei Locke habe ich inzwischen weitergelesen und bin im neunten Kapitel des ersten Treatise angekommen. Letztlich geht es Locke immer noch um die Widerlegung von Filmer. Ich fasse die wesentlichen bisherigen Ergebnisse Lockes kurz zusammen: 1. Der Ehemann hat keine absolute Macht über die Ehefrau, jedoch ist nach Locke die Ehefrau gegenüber ihrem Mann Gehorsam schuldig. 2. Eltern haben nach Locke jedenfalls keine biblisch begründete absolute Macht über ihre Kinder, jedoch sind auch nach Locke Kin…

  • Zitat: „Das Denken hat Zugang zum ganz Anderen. Es kann das Gleiche unterbrechen. [...] Auch die Erkenntnis im empathischen Sinne ist verwandelnd. Sie bringt einen neuen Bewusstseinszustand hervor. Ihre Struktur gleicht der einer Erlösung. Diese leistet mehr als die Lösung eines Problems. Sie versetzt den Erlösungsbedürftigen in einen ganz anderen Seinszustand. “ Hier fragt sich aber m. E., ob dieser Vorgang bewußt herbeigeführt werden kann, oder ob sich solch ein gedanklicher Zugang zum Anderen…

  • Ich bin - schon oder immer noch, je nachdem - im 4. Kapitel des ersten Treatise, und Lockes Kritik an seinem Gegner Robert Filmer geht weiter. Lockes Werk ist übrigens - wie kann es auch anders sein - im Englisch des ausgehenden 17. Jahrhunderts geschrieben, das sich von dem heutigen Englisch in mancher Weise unterscheidet, trotzdem ist das Werk aber gut lesbar. Locke scheint insofern kein Atheist im heutigen Sinne zu sein, als er versucht, Filmer durch eine andere Auslegung der Bibel zu widerle…

  • Zitat von iselilja: „Es spielt so gesehen keine Rolle, ob man es Wissenschaft oder Polytheismus nennt. Die Vielfalt der Welt und dessen was darin erkannt und verstanden werden kann, wird durch die Vielfalt in beiden Fällen erfasst. “ Die Vielfalt wird durch die Vielfalt erfaßt? Ich erlaube mir aber hier die These, daß die Vielfalt dessen, was in der Welt ist, nicht unbedingt durch systematisches Vorgehen erfaßt werden muß. Oder besser und genauer: Nicht durch ein starres, unveränderliches System…

  • In diesem Thread, den ich mit Absicht im wissenschaftlichen Bereich ansiedele, soll es um die politische Philosophie von John Locke gehen. Ich lese dazu gerade seine Two Treatises of Government; Lockes Essay Concerning Human Understanding soll hier also NICHT das Thema sein. Am Anfang seines ersten Treatise antwortet Locke auf Robert Filmer, der eine patriarchalische Weltordnung letztlich auf den göttlichen Schöpfungsakt sowie darauf zurückführt, daß der biblische Adam zum Alleinbeherrscher der …

  • Zitat von Fliege, Han zitierend,: „"Die Negativität des Anderen weicht heute der Positivität des Gleichen. Die Wucherung des Gleichen macht die pathologischen Veränderungen aus, die den Sozialkörper befallen." “ Zitat von Fliege, Han zitierend,: „Die Gewalt des Gleichen ist aufgrund ihrer Positivität unsichtbar." “ Dies scheinen mir Aussagen zu sein, die man u. a. auf die politische Korrektheit beziehen kann. Die Denkverbote bestehen, auch wenn sie nicht offiziell und damit auch nicht greifbar s…

  • Zitat von Fliege: „Der französische Existenzialismus war jedenfalls als schöne Literatur, wie ich finde, wirkmächtiger und bedeutender als als philosophischer Wälzer a la Sartres Sein und Nichts. “ Ja, ich meine auch, Sartre ist weniger der Wahrheit auf der Spur als daß er schöne Schriftstellerei von sich gegeben hat. Ich hatte vor Jahren mal einige Dutzend Seiten seines Hauptwerkes gelesen, fand es dann aber nicht wichtig genug, um die Lektüre fortzusetzen. Vielleicht lese ich es später mal gan…

  • Zitat von AbCdE: „Zitat von Groot: „Ich denke, es existiert nur die eine objektive Welt, von der wir alle als einzelne bestimmte Teilbereiche verstehen und sinnvoll interpretieren können “ Kannst du den Begriff Welt präziser ausdrücken? Du meinst ein Sinnfeld entsteht beim Tanz um das DING AN SICH? “ Ich meine, es ist egal, ob man Welt im Sinne von Universum oder Welt im Sinne von Seiendem interpretiert, @Groot hat hier m. E. recht.

  • Zitat von Fliege: „In Not- und Kriegszeiten müsste es jedoch deutlich mehr Philosophen geben, als da sind, würde sich das Philosoph-Sein allein an der Erfahrung von Verletzung und Schmerz entzünden. Ich vermute deswegen, es braucht eine weitere Komponente, nämlich, um in Byung-Chul Hans Duktus zu sprechen, die Positivität des Umgangs mit Verletzung und Schmerz aus einem schon vorher starken Geist. “ Ja, das stimmt wohl, allerdings m. E. mit zwei Einschränkungen. Erstens ist in Not- und Krisenzei…

  • So, das Buch habe ich mittlerweile durch. Zusätzlich zu den Zitaten von @Fliege , über die man bestimmt lange diskutieren kann, möchte ich zwei Gedanken nennen, die mir in dem Buch aufgefallen sind. 1. Seite 42: Allein die Negativität des Risses und des Schmerzes erhält den Geist lebendig. 2. Seite 96: Jeder tiefen Erfahrung, jeder tiefen Erkenntnis wohnt die Negativität der Verletzung inne. Vielleicht werden manche Philosophen nur deswegen nicht zu großen Denkern, weil sie nicht oft genug verle…