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  • Der von mir genannte Aufsatz stammt von Arnd Pollmann, Was ist ein moralisches Problem?; IP, Heft 3, 2014, S. 15-25). Pollmann führt zu den gängigen Moraltheorien aus — Deontologie: "[Kant] weigert sich 'rigoristisch', wie er selbst sagt, überhaupt die Existenz 'moralische(r) Mitteldinge', die weder gut noch böse sind, zu akzeptieren." Utilitarismus: "Der Utilitarismus muss schlicht jede Handlungsoption – übrigens auch jede Unterlassung – für moralisch relevant halten, weil selbst moralisch bela…

  • Dazu möchte ich eine Anmerkung machen: Zitat von Insiderschwammal: „Auch auf seine Aussage ''Was nicht Recht ist, ist Sünde'' “ Die hinführende Frage lautet, gibt es moralisch neutrale Handlungen, also Handlungen, die keine moralische Relevanz haben? Beispielsweise sollte man meinen, dass die Wahl beim Eismann zwischen Zitroneneis und Schokoladeneis moralisch belanglos oder indifferent sei. (Dazu erschien in Information Philosophie vor ungefähr zwei Jahren ein entsprechender Aufsatz.) Deontologe…

  • Zitat von HumbleThinker: „Zitat von "Fliege; Han zitierend": „"Die Negativität des Anderen weicht heute der Positivität des Gleichen. Die Wucherung des Gleichen macht die pathologischen Veränderungen aus, die den Sozialkörper befallen." “ Zitat von "Fliege; Han zitierend": „Die Gewalt des Gleichen ist aufgrund ihrer Positivität unsichtbar." “ Dies scheinen mir Aussagen zu sein, die man u. a. auf die politische Korrektheit beziehen kann. Die Denkverbote bestehen, auch wenn sie nicht offiziell und…

  • Zitat von Hancock: „Zitat von Fliege: „Byung-Chul Han erläutert, was er meint, so: "Das Netz verwandelt sich heute in einen besonderen Resonanzraum, in eine Echokammer, aus der jede Andersheit, jede Fremdheit eliminiert ist. Die wirkliche Resonanz setzt die Nähe des Anderen voraus. Heute weicht die Nähe des Anderen der Abstandslosigkeit des Gleichen. Die globale Kommunikation lässt nur gleiche Andere oder andere Gleiche zu" (S. 13). “ Das Netz besteht aus vielen exklusiven Echokammern, also aus …

  • Zitat von novon: „Zitat von Fliege: „Was sollen "immanent verschiedene Einschränkungen" sein? “ Ich wollte auf den Term "globale Kommunikation" hinaus. Was soll das sein? Was ich von/über Han in dem Bezug lese, handelt von Kommunikation ohne direkten persönlichen Kontakt. Da fiele auch Telefonieren, Sprechfunk oder Briefe schreiben rein. Sollte nicht eher von öffentlicher Kommunikation oder sogar öffentlicher Selbstdarstellung die Rede sein, um den besprochenen Gegenstand zu treffen? Außerdem st…

  • Zitat von HumbleThinker: „Zitat von Fliege: „In Not- und Kriegszeiten müsste es jedoch deutlich mehr Philosophen geben, als da sind, würde sich das Philosoph-Sein allein an der Erfahrung von Verletzung und Schmerz entzünden. Ich vermute deswegen, es braucht eine weitere Komponente, nämlich, um in Byung-Chul Hans Duktus zu sprechen, die Positivität des Umgangs mit Verletzung und Schmerz aus einem schon vorher starken Geist. “ Ja, das stimmt wohl, allerdings m. E. mit zwei Einschränkungen. Erstens…

  • Zitat von novon: „Macht im Sinne der KP wohl sicherlich Sinn. “ "KP"? Was sollen "immanent verschiedene Einschränkungen" sein?

  • Zitat von novon: „Zitat von Fliege: „S. 13: "Die globale Kommunikation lässt nur gleiche Andere oder andere Gleiche zu." “ Öhm... Versteh ich nicht. Inwiefern wären denn immanent verschiedene Einschränkungen wirksam, je nachdem wo sich derjenige befindet, mit dem ich gerade kommuniziere? Oder wofür steht "global" hier? “ Byung-Chul Han erläutert, was er meint, so: "Das Netz verwandelt sich heute in einen besonderen Resonanzraum, in eine Echokammer, aus der jede Andersheit, jede Fremdheit elimini…

  • Zitat von HumbleThinker: „So, das Buch habe ich mittlerweile durch. Zusätzlich zu den Zitaten von @Fliege , über die man bestimmt lange diskutieren kann, möchte ich zwei Gedanken nennen, die mir in dem Buch aufgefallen sind. 1. Seite 42: Allein die Negativität des Risses und des Schmerzes erhält den Geist lebendig. 2. Seite 96: Jeder tiefen Erfahrung, jeder tiefen Erkenntnis wohnt die Negativität der Verletzung inne. Vielleicht werden manche Philosophen nur deswegen nicht zu großen Denkern, weil…

  • Zitat von HumbleThinker: „Zitat von Fliege: „Aus dem Büchlein Die Austreibung des Anderen — Gesellschaft, Wahrnehmung und Kommunikation heute (2016) von Byung-Chul Han “ Das klingt interessant. Kannst du noch etwas über den Autor sagen? Und nachdem, was ich hier gelesen habe, ist das Buch eine Weiterentwicklung zu Ortega y Gasset, "Der Aufstand der Massen". Da dieses Buch etwa 1930 geschrieben wurde, wäre mir eine Aktualisierung auch sehr willkommen. “ "Byung-Chul Han, geboren 1959, studierte zu…

  • Aus dem Büchlein Die Austreibung des Anderen — Gesellschaft, Wahrnehmung und Kommunikation heute (2016) von Byung-Chul Han möchte ich einige Lesefrüchte anbieten. S. 7: "Die Negativität des Anderen weicht heute der Positivität des Gleichen. Die Wucherung des Gleichen macht die pathologischen Veränderungen aus, die den Sozialkörper befallen." S. 8: "Die Gewalt des Gleichen ist aufgrund ihrer Positivität unsichtbar." S. 9: "Das Selbe [...] tritt immer gepaart mit dem Anderen auf. Dem Gleichen fehl…

  • Zitat von kunnukun: „ich weiß nicht, wie man vom einen Thread in den anderen zitiert. “ 1. Du drückst in irgend einem Thread bei irgend einem Beitrag auf " für zitieren. 2. Unten rechts erscheint ein schwarzes Feld mit "Zitate (1)" oder "Zitate (2)" und so weiter (die Zahl steht für die Anzahl a der von dir aktivierten Zitate; es können mehrere sein). 3. Nun gehst du in irgend einen anderen Thread. 4. Dort findest du threadübergreifend unten rechts wieder ein schwarzes Feld mit "Zitate (a)". 5. …

  • Zitat von kunnukun: „Zitat von Fliege: „Suffizienzprinzip “ Erzähl (kurz)!* (*Ich ziehe um, daher kann es sein, dass ich kommende Woche zeitweise auf meinen Internetzugang verzichten muss. Aber irgendwann bin ich wieder da.) “ Das Suffizienzprinzip besagt, dass jeder genug haben soll. Dazu Frankfurt: Zitat von S. 17: „"Aus moralischer Perspektive ist es nicht wichtig, dass jeder dasselbe hat. Was moralisch zählt, ist, das jeder genug hat." “ Zitat von S. 55: „"Beim Prinzip der Suffizienz bezieht…

  • Zitat von kunnukun: „Ein schönes Beispiel, in dem auch das Differenzprinzip nicht zu einem wünschenswerten Ergebnis führt. Allerdings Gleichverteilung noch viel weniger! Sehen wir es graduell: Das eine ist besser als das andere. “ Darum empfiehlt Frankfurt, das Gleichheitsprinzip in allen Varianten fallenzulassen und stattdessen auf das Suffizienzprinzip umzustellen.

  • Zitat von kunnukun: „Zitat von Fliege: „S. 42-43: "Nehmen wir einmal an, dass von einer bestimmten Ressource (Medizin vielleicht oder Lebensmittel) genügend vorhanden ist, um einigen, nicht aber allen Angehörigen einer Bevölkerung zum Überleben zu verhelfen. [...] Wenn überhaupt Angehörige dieser Bevölkerung überleben sollen, müssen einige mehr haben als andere. [...] In einem solchen Fall darauf zu pochen, dass Ressourcen gleich verteilt werden sollen, wäre moralisch grotesk! Es wäre ebenfalls …

  • Das Büchlein von Harry Frankfurt (Ungleichheit – Warum wir nicht alle gleich viel haben müssen, 2016) eignet sich, um seine Argumentation durch einige ausgewählte Textpassagen knapp zu umreißen. S. 8-9: "[E]s [ist] irregeleitet, sich dem ökonomischen Egalitarismus als authentischem moralischem Ideal zu verschreiben." S. 16: "Ökonomischer Egalitarismus, wie ich ihn verstehe, ist die Lehre, dass jeder über dieselbe Höhe an Einkommen und Vermögen (kurz gesagt, 'Geld') verfügen soll." S. 17: "Aus mo…

  • @idea, Österreich hat einen anderen Schwerpunkt als Deutschland, nämlich einen südöstlichen Schwerpunkt. Hinter Wien beginnt der Balkan und dahinter kommt Erdogan. Was meint du, warum die Türkei zu allererst Österreich auf dem Kieker hat? *g*

  • Dass Österreich nicht unter der Fuchtel Merkels steht, möchte ich (nach 1529 und 1683) für ein europäisches Glück halten.

  • Zitat von idea: „Was hat Österreich außer der Sprache schon viel gemeinsam? Diese Vergeschwisterung ist mir schon immer auf den Geist gegangen, wir sind eine eigenständige Nation, die sich kulturell entwickelte “ Meine Rekonstruktion sieht so aus: Bis zur demokratischen Revolution 1848/49 (Parlamentssitz war die Paulskirche in Frankfurt am Main) bestand wohl die Möglichkeit für einen deutsches Bundesstaat unter Einschluss von Österreich. Nach Niederschlagung der demokratischen Revolution mimten …

  • Zitat von idea: „[...] dieses Deutschtum lässt sich nicht so einfach abschütteln, wenn ich daran denke wie aktuell die deutschnationalen Burschenschaften bei uns sind. Jaja, da kann einen schon manchmal der Grausen kommen. “ Für Deutschland ist das Deutschnationale ("Deutschland über alles") m. E. die Position einer Rechtspartei als Gegenstück zur Linkspartei mit ihrem Internationalismus ("Proletarier aller Länder, vereinigt euch"), wobei die Rechtspartei einen rechten Rand zum Rechtsextremismus…