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  • Zitat von Philosophist: „Der Unterschied zwischen Gedichten und Fragmenten bräuchte vielleicht eine weitere Eröterung.... “ Dem Namen entsprechen verlangt ‚Fragment‘ nach dem Rest, um ein Ganzes zu sein. Das Gedicht hingegen ist ein fertiggestelltes Werk, das sich als vollendetes Ganzes präsentiert. Beiden gemeinsam ist, dass der Empfänger sich selbst einbringen muss, um den Text zu ergründen und sich Fragmenten oder Gedichte zu nähern. Einige Heraklit Fragmente können als Einzeiler gelesen werd…

  • Zitat von Philosophist: „Was deine letzte Frage anbetrifft: das kommt darauf an wie man Rhetorik versteht... in der Rhetorik geht es ja oft auch um vielfältige Meinungen und eine davon soll man erfolgreich im Wettstreit der Meinungen rhetorisch durchsetzen...das kennen wir seit der Antike und den Sophisten...für die Rhetoriker gibt es nur Meinungen und keine einzige absolute Wahrheit im Sinne Platons (das kann man beispielsweise so bei Isokrates finden, aber das nur am Rande). Was ist dein Verst…

  • Zitat von idea: „Was meinst du mit fraglos friedfertig gut gesinnten Lebenssituationen? Gibt es bei dir im Kleinen keinen Streit oder Situtionen in denen du dich ungerecht behandelt fühlst? Worauf führst du das zurück? “ Dennoch ist es möglich, dass solche Streitigkeiten im Kleinen aus Unachtsamkeit oder unglücklichem Zufall aufkommen, sodass es Energieverschwendung wäre sich sogleich zu engagieren. Die Volksweisheit "Wehret den Anfängen" ist nicht annähernd eine Lizenz zum grob- und rücksichtsl…

  • Zitat von idea: „Was bedeutet Friede für euch, bzw. könnt ihr Frieden umsetzen, wenn ja, wie, mögt ihr überhaupt Frieden, wäre das ein Anliegen für euch, oder ist euch der Begriff und dessen Inhalt egal? “ Im Alltag sind die uns zu Risiken und Nebenwirkungen fraglos gut gesinnten Lebenssituationen friedfertig! Es fällt leicht den so verstandenen 'kleinen' Frieden zu mögen, und nach Möglichkeit auch im Kleinen zu fördern.

  • Zitat von Philosophist: „Wenn ich mich recht erinnere, wird ja sowohl bei Nietzsche als auch bei Heraklit die Betonung des Spiels/Spielerischen hervorgehoben (also das Kind welches spielt und deshalb ihm die "Herrschaft" auch gehört) bzw. hebt Nietzsche in seiner Deutung dieses Fragment den Aspekt des Spielerischen hervor...und dieses Spiel wäre vielleicht "Jenseits von Gut und Böse" anzusiedeln...(um eine Formel Nietzsches aufzugreifen) Der Mensch hier als ein homo ludens , ein spielerischer Me…

  • Zitat von Philosophist: „Der Mensch hier als ein homo ludens , ein spielerischer Mensch verstanden. Ob das im Sinne Kants wäre? “ ich kann mir dazu noch kein philosophisches Bild machen. Auf der Suche nach der verlorenen Poesie ‘Auf der Suche nach der verlorenen Poesie‘ ist zwar eine Anlehnung auf den klingenden Titel des siebenteiligen Hauptwerks von Marcel Proust, À la recherche du temps perdu ,- das kaum einer je gelesen hat - aber eben auch eine treffende Skizze für den aktuellen Zwischensta…

  • Günter Wohlfart erörtert im zweiten Teil von “Also Sprach Herakleitos“ die Bedeutung von Heraklits Fragment B 52 bei Nietzsche. Er weist es als zentrales Element im ganzen Nietzsche Werk aus. …… schenke uns die detailliert begründeten Ausführungen … INTERMEZZO Flow of consciousness Wenn Kants philosophischen Grundfragen /1/ eine fünfte hinzugefügt wird - Woher kommt der Mensch? -, so öffnet sich ein Feld von Antworten, die konzeptuell weit an der darwinschen Herkunft der Menschheit vorbei zielen…

  • Zitat von Philosophist: „Das von dir zitierte Heraklit Fragment hat Nietzsche auch schon behandelt. Man könnte hier Nietzsches Interpretation dieses Fragments mit der von Heidegger vergleichen. Nietzsches Interpretation ist glaube ich in seinem Buch über die "Philosophie im tragischen Zeitalter" zu finden. “ Eine dazu meines Erachtens bestens passende Studie publizierte: - Günter Wohlfart, “Also Sprach Herakleitos“ Heraklits Fragment B 52 und Nietzsches Heraklit-Rezeption; Verlag Karl Alber, 199…

  • Zitat von Philosophist: „Der Ausschnitt, den du ausgewählt hast, ist durchaus lesenswert “ Steht die poetische Philosophie damit im Leeren? Meine Kompetenzen bei weitem überschreitend, denke ich, Martin Heidegger erwartete von der Poesie, so sehr er sich darum bemühte, zu viel. Helmuth Vetter zitiert im Grundriss Heidegger dessen Arbeit am Heraklit Fragment DK 22 B 52 Zitat von Martin Heidegger GA 10 -168: „" [...] Seinsgeschick, ein Kind ist es, spielend, spielend das Brettspiel; eines Kindes i…

  • Zitat von Philosophist: „[...] Man kann es auch so sagen: Heideggers Beziehung zur Dichtung ist auch selektiv, denn er befasst sich nur mit einer bestimmten Auswahl von Dichtern und berücksichtigt nicht alle. Und das ist meines Erachtens ein problematischer Zug seines Verhältnisses zur Dichtung. Auch was die deutschprachige Literatur/Dichtung anbetrifft, werden nicht alle von ihm berücksichtigt, aber Goethe kannte er sicherlich... Die Dichtung hat in seinem Werk aber eine bedeutende Rolle gespie…

  • Zitat von Philosophist: „Wie kann man Heideggers Verhältnis zur Poesie/Dichtung beurteilen (in Bezug auf sein philosophisches Denken)? “ Der Begriff <Poesie> bezeichnet im übertragenen Sinn eine bestimmte Qualität. So spricht man etwa von der „Poesie eines Moments“ und meint damit etwa eine ‘Stille‘, eine sich der Sprache entziehende oder über sie hinausgehende Wirkung, die sich anderseits in der Dichtung entfaltet /1/. Das Wort <Poesie> kommt in der Küche so richtig zur Geltung! Denn ποίησις, p…

  • Zitat von Philosophist: „Muss die "Seinsgeschichte" auch in seiner "poetischen Form" gedacht werden bei Heidegger? Die "Gedichte" Heideggers scheinen dafür für diese Annahme zu sprechen..Oder noch anders: ist das seinsgeschichtliche Denken Heideggers auch ein poetisch-philosophisches Denken? “ Gewiss in der Poesie steht alles Kopf! Martin Heidegger suchte in jeder erdenklichen Art und Weise das Verständnis von Sein denkend zu bergen, was ihn selbst zur Frage nach Seins-vergessenheit, -verlassenh…

  • Zitat von Philosophist: „Was das Gedicht vom "Rätselring" mit den "Beiträgen" verbindet ist das Stichwort des "Ereignisses". Beide - also "Gedicht" und die "Beiträge" - sprechen vom "Ereignis" ,machen es zum Thema. Diesen Aspekt sollte man sich bewusst machen, Was deinen letzten Gedanken /deine letzte Frage anbetrifft: das kann gut sein [...] Ob ich damit bezüglich deiner Frage vielleicht etwas weiterhelfen kann? (Zur Not müsste ein Heidegger-Experte herangezogen werden , bezüglich deiner letzte…

  • Zitat von Philosophist: „1) In den "Beiträgen" findet sich jedenfalls eher die von dir genannten Wörter als die Wendung "Ring des Seyns". Viel ist vom "Ereignis" natürlich die Rede und vom "Seyn". Aber das Wort "Ring" ist dort eher Mangelware. Man müsste schauen ob die "Beiträge" vor oder nach dem "Gedicht" <Ring des Seyns" verfasst worden sind. Ich tippe darauf, dass dies möglicherweise vor dem Verfassen des Gedichts geschrieben worden sind. In der Dissertation von Lanzi habe ich jedenfalls auc…

  • Zitat von Philosophist: „Interessant ist aber, dass es dem "Denker" Heidegger" auch evtl. den "Dichter"/"Poet" Heidegger gibt, also Heidegger eine Art Dichter-Denker... (wie Nietzsche) “ Zunächst möchte ich Dir für Deine Hinweise auf die hier vorgestellten Texte des Dichter-Denkers danken! Gegen diese Bezeichnung hätte Martin Heideggers gewiss nichts. Die Poetische Philosophie ist in meiner Besprechung bisher zu kurz gekommen. Die Poesie hat es im Alltag schwer! So auch in der Philosophie. Zuflu…

  • Zitat von Philosophist: „Bei meinem erneuten Durchblättern der "Beiträge" bin ich jedenfalls nicht auf die Wendung "Ring des Seyns" gestoßen. Dann könnte er eher indirekt hier mit thematisiert sein in den Beiträgen, denn auch in diesen ist ja vom "Seyn" die Rede. “ Mir geht es ebenso, statt Ring ist mir zwar Bahn, Kreis und die ewige Wiederkehr begegnet, aber nicht in einer dem "Ring des Seyns" ähnlichen Form. So war es ja auch bei Francesco Lanzis Dissertation, die mich zur Vermutung veranlasst…

  • Im Sprung durch Heideggers Beiträge zur Philosophie hüpfend, klingt einmal mehr an, welchen Anspruch Martin Heidegger an sich stellt und was er damit vom Leser erwartet. Ich beziehe mich auf Folgendes [Fettdruck von Alltag]: Zitat von Martin Heidegger Beiträge 93. Die grossen Philosophien: „[Die grossen Philosophien] sind ragende Berge, unbestiegen und unbesteigbar. Aber sie gewähren dem Land sein Höchstes und weisen in sein Urgestein. Sie stehen als Richtpunkt und bilden je den Blickkreis; sie …

  • Zitat von Philosophist: „[...] zur Dissertation von Francesco Lanzi, die ich so noch nicht kannte und diese kann gern hier auch als Referenz dienen. Soweit ich sehe , behandelt diese Arbeit allerdings "nur" die "Spätphilosophie" von Heidegger (hauptsächlich die "Beiträge), ohne seine "Gedichte" dabei zu berücksichtigen. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Allerdings wäre es ideal sowohl die Beiträge als auch die "Gedichte" Heideggers zu berücksichtigen. Auch das Gedicht "Ring des Seyns" stammt ja …

  • Zitat von Philosophist: „[...] ...die Frage ist wie kann man das was hier im "Gedicht" gesagt wird zu anderen Gedanken Heideggers in Beziehung setzen und ist dies überzeugend dann (für eine Interpretation)? Oder sollte man unterscheiden zwischen dem was hier im "Gedicht" gesagt wird und das was Heidegger eben wo anders in seinem Werk sagt ... Lässt sich das "Gedicht"im Rahmen seiner "Gesamtphilosophie" interpretieren (also einschließlich seiner "Frühphilosophie")? “ Ist eine Einschätzung zu find…

  • Zitat von Philosophist: „[...] Der hier vorgestellte Deutungsansatz hat jedenfalls eine gewisse Nachvollziehbarkeit. Auch die Rede von den "verketten Ringen" finde ich im Hinblick auf die Interpretation des Gedichts durchaus nicht schlecht (verkettet sind dann Seiendes , Sein und Dasein), auch wenn im "Gedicht" Ring des Seyns glaube ich davon nicht die Rede ist, soweit ich mich erinnere. Das Bild der Schmiedekunst kommt aber dort selbst vor. “ Um des eigenen Glückes willen sind weder Schwerte, D…