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  • Zitat von Hermeneuticus: „Adornos sprunghafte, undisziplinierte, in sich kreisende Gedankenflucht als Zumutung an den Leser bewerte “ Wahrscheinlich ist er weder sprunghaft noch undiszipliniert, sondern er setzt beim Leser einfach seine(Adornos) gesamte Denkentwicklung voraus, damit das, was er gerade schreibt (bzw. bei seinen Vorlesungen: was er gerade liest) dem Leser/Hörer unmittelbar einleuchten kann. Diesen Mangel jetzt auf seine Art zu schieben...tja, das ist die Sache des Temperaments, d.…

  • Zitat von Friederike: „Und @byLaszlo, Du merkst, ich formuliere jetzt schon vorsichtiger, und dies tue ich deswegen, weil ich eigentlich und im Grunde nicht nur Adorno, sondern alle Autoren und Autorinnen “ Und du merkst bald, dass ich mich zurückziehe, weil ich das aufkommende Gespräch der sich zunehmend einschaltenden Adorno-Spezialisten nur noch verständnislos und wie von guten und weniger guten Geistern verlassen, lauschen kann.

  • Zitat von Groot: „Zitat von byLaszlo: „Also, dass Gedankenpalast und Synthese nicht faktisch existieren, das hätte auch ich nicht anders vorgestellt, aber warum Denken "immer nur" das Unwahre hervorbringen kann, das übersteigt mein Fassungsvermögen. Was ich denke ist doch so lange wahr bis es durch etwas oder durch jemand relativiert wird. Aber im Denken sich von vornherein im Unwahren wähnen....hm. ...gut, ich verstehe das nicht... dann muss auch die Einschätzung, dass es unwahr ist, unwahr sei…

  • Zitat von Groot: „Gedankenpalast ist das, was man erkennt durch die Synthese. Das was ebenso kontingent möglich ist, aber nich faktisch gegeben. Das, was Luhmann durch soziale Systeme beschreibt, das herbeinegierte soziale System Gesellschaft, das man sich als absolute Negativität(wie sich retrospektiv rausstellt) herbeiimaginiert. Das Ganze, sowie das Unwahre sind Bezeichnungen einmal für den Gedankenpalast und für alles Denken, was immer nur das Unwahre hervorbringen kann. “ Danke, dass du nic…

  • Zitat von Groot: „Die bestimmte Negation passiert übrigens nie im Positiven, also nie an Hand der Realität, nie in den empirischen Tatsachen. Sondern immer innerhalb des Unwahren, innerhalb der Negativität, innerhalb des Gedankenpalastes, innerhalb des Ganzen, dass die Objektivität negierend beschreibt. “ Obwohl deine Bestimmung des Positiven für mich nachvollziehbar vorkommt ("Realität"), erstaunt mich um so mehr welches Geheimnis du um das Negative, Negation, Negativität machen musst. "Gedanke…

  • Zitat von Friederike: „Das ist ja alles klug und richtig, was Ihr sagt (Groot und byLaszlo) ... nur, wenn Adorno die Auffassung vertritt, es sei aus systematischen Gründen nicht, nie, niemals möglich, daß Begriff und Sache identisch seien, dann hilft doch erstens kein Verweis auf geschichtliche, d.h. kontingente Zustände, und woher rührt zweitens dann die Hoffnung, das Un-Mögliche könne "übertölpelt" werden? “ Hm. Wie könnte ich meine Herangehensweise kurz und bündig zeigen und dabei auch noch v…

  • Zitat von Ryoba: „zu einer Steigerung der Alternativlosigkeit “ Wenn man die Alternativlosigkeit im Westen, als das beinahe fraglos Positive feststellt, bedeutet nicht, dass die Unterdrückung und Ausbeutung aus der Welt verschwunden ist, und wir nach den kümmerlichen Resten von etwas, was als Gegenstand der Kritik sein könnte, suchen müssten. Auch Ausbeutung ist global geworden und wenn sie von uns aus gesehen nicht begrifflich vermittelbar ist, liegt auch daran, dass wir, d.h. wir: heute Reflek…

  • Zitat von Friederike: „Ich finde nur bei Euch das Spezielle der Adorno'schen ND nicht recht wieder. “ Kann sein, dass wir das "offene", zunächst und bis auf weiteres nicht abschliessbare, nicht beGRENZbare nicht so recht in unsere Sicht- und Redeweise integrieren können ? "Ich muss doch wissen, worauf ich hinaus will !" Man kann auch in ganz anderen Zusammenhängen diese Grenze für Sprachlichkeit, für das Vermögen der Sprache feststellen (ich muss rück- blickend immer kontrollieren, ob das Zeugs …

  • Zitat von Friederike: „Ah ja, dann also doch die Hegelsche "Versöhnung" als Schlußpunkt der Geschichte und dann ist "Das Ganze ist das Unwahre" (MM 55) von Adorno so ernst auch wieder nicht gemeint ... es sei denn, mit "Hoffnung" meint Adorno etwas, das wider alle Logik und allen Denkens funktioniert - etwas, das im Begriff nicht aufgeht (Genius oder Phrasendrescherei oder mein Störrischsein heute, weils bei mir nicht reicht). “ Ich würde das nicht so schnell "abhacken"! Zumindest auf s.8.(unten…

  • Zitat von byLaszlo: „Vertraut man dem System dagegen nicht, “ Es sollte im Beitrag 176. heissen: "Vertraut man seinem eigenen System dagegen nicht..." Wenn man seinem eigenen System mißtraut, landet man nicht Notwendig in der Utopie, man kann eine 2. 3. 5. verbesserte Version hinzu fügen, somit bleibt man schön redundant praktisch, d.h. man bleibt praktisch redundantt.

  • Zitat von Groot: „Es geht also nicht um ein philosophisches System(Was m.E. nicht so negativ zu betrachten ist, wie das Adorno tut, denn die Intuition dahinter ist m.E. eine sinnvolle), sondern darum die Vorraussetzungen zu beschreiben, wie konkrete Veränderung von Handlungen und Verhalten vonstatten gehen kann. “ Ich wusste nicht, was ich aus deinem Text herausgreifen soll, weshalb es für dich ratsam wäre im Gespräch bleiben zu wollen. Konkret: wenn du beim System bleibst, musst du ihm schon ve…

  • Zitat von Ryoba: „Ich sehe eher in dem Nichtidentischen den zentralen Begriff für Adornos Negative Dialektik. Er lehnt die Synthese bei Hegel, also die Positivität, ab, weil sie eine falsche Identität respektive Versöhnung vorgaukelt. “ Das könnte aus den Vorlesungen resultieren, die im Buch (Vorlesungen über NG) ausgeführt sind, der grössere Rest ist leider nur in Stichworten (11. bis 25. Vorlesung) hinterlassen. Auch sachlich bin ich mit diesem Resultat (Ryobas Worte im Zitat) einverstanden un…

  • Zitat von Friederike: „Und außerdem meine ich verstanden zu haben, daß die Negation der Negation für Adorno so etwas wie ein "Universalschlüssel" ist, mit dem man sich Zugang zu allen Bereichen verschaffen kann (geschichtliche Abläufe, Aussagenlogik, Gesellschaft/Individuum-Verhältnis, Sein/Bewußtsein-Verhältnis, d.h. soziologisch, ontisch) eine Art erkenntnistheoretische Universalformel also. Wenn das so ist, dann wird sie sowieso immer wieder auftauchen, unabhängig davon, welches Unterthema ma…

  • Zitat von Groot: „Naja, ich brauch mich nicht in nem Forum zu profilieren, weshalb ich es nicht nötig habe "getrost was in den Händen" zu halten und dieses etwas hier den ach so genialen Philosophen vorzubringen. “ Na ja, wir wollen es mit dem Treiben dem anderen es weder über- noch unterlassen, auf jeden Fall ich ehre dich zunächst einmal damit, dass ich deine Beiträge lese ohne Rücksicht darauf ob ich davon profitieren kann oder nicht. Wie du siehst, ich interessiere mich sogar für dein Arbeit…

  • Zitat von Groot: „Soweit zum m.E. nützlichen aus dem Vorwort der negativen Dialektik zum Systembegriff, weiter gehts mit Dialektik, da werde ich morgen weiterlesen. “ Übrigens, eine Beobachtung von mir: jedesmal, wenn ich hier im Thread etwas zitiert habe, bekam der zitierte Text viel mehr Perspektive, machen sich quasi-räumliche Dimensionen vernehmbar, entfaltet sich im Zitieren viel mehr, als dem "bloss Lesen" bis dahin möglich war. Insoweit beneide ich jedesmal dem, der was zum Zitieren hat -…

  • Zitat von Ryoba: „Was genau findest du interessant an der Möglichkeit des Systemausbruchs? (Was meinst du mit Systemausbruch?) Und wie kommst du jetzt auf veraltet? “ Dazu habe ich - im Gegenteil von witzig - die nachdrückliche Warnung es mit den Begriffen im System-freien besonders ernst zu nehmen: "Es ergibt sich dabei sogleich die Problematik, der vor allem die Lebensphilosophie erlegen ist, die auf Grund des Gegensatzes vom Lebendigem und Starrem ja auch antisystematisch war und etwas wie ei…

  • Zitat von Ryoba: „Du redest manchmal auch in Rätseln für mich. “ Das kommt daher, dass ich meine Begeisterung schon ausdrücke, bevor der Anlass auch nur mir begrifflich fassbar geworden wäre - ein sehr alter, unausrottbarer Fehler von mir. Es hat dann zum makaberen Ergebnis, dass ich den Grund meiner Freude selbst nicht kenne. (und wer will schon Witziges analysieren ?)

  • Zitat von Ryoba: „Adornos Antwort auf das Systembedürfnis, das einen innersten Wesenszug der Philosophie ausdrückt, ist ähnlichwie bei Heideggers die Säkularisierung des Systems und Verschiebung des Systems in eine latente Funktion. “ Wenn ich ihn im Beitrag 161. zur Säkularisierung zitiere, dann ist nicht Heidegger gemeint, sondern in der Tat: Theologie. Nicht allein aus Unerfahrenheit mit Adornos Texten also komme ich auf die Spur der Theologie... Was Adorno - übrigens - über das System und di…

  • Zitat von Friederike: „Das ist das Nicht-Identische. Das Nicht-Identische ist somit auch all das, was sich der begrifflichen Identifizierung entzieht. Deswegen gehört das Nicht-Begriffliche notwendig zur Dialektik dazu. Hm, ich versuche es noch klarer zu formulieren. Da Identifizieren eine notwendige Bedingung für das Denken und das Reden ist, folgt daraus konsequent, daß es ein automatisch durch die Identifikation Ausgeschlossenes gibt. Das können einzelne Merkmale sein, das können größere Sach…

  • Zitat von Ryoba: „Eine Verständnisfrage meinerseits: Meinst du mit dem, was nicht da ist, die revolutionäre Praxis? “ Eher meine ich da - wenn du mich verstehst - eine revolutionäre Situation ( die nicht da ist).