[Argumentieren 1] Wesley C. Salmon: Logik - Ein elementarer Kurs

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  • In diesem Teilprojekt soll einmal das Werk "Logik" von Wesley C. Salmon gelesen, besprochen und diskutiert werden...

    Ich geben zuerst eben eine gekürzte Inhaltsübersicht:

    Vorwort

    1. Kapitel: Der Bereich der Logik

    2. Kapitel: Deduktion

    3. Kapitel: Induktion

    4. Kapitel Logik und Sprache

    Literaturhinweise
    Argumentationsformen (korrekte und inkorrekte)
    Register


    Hier der Wiki-Artikel zum Stichwort "Argument":

    de.wikipedia.org/wiki/Argument

    Und hier der Wiki-Artikel zum Stichwort "Fehlschluss":

    de.wikipedia.org/wiki/Fehlschluss

    Man muss grundsätzlich unterscheiden zwischen analytischen Syllogismen und synthetischen Syllogismen... Man muss also Unterscheiden zwischen analytisch-deduktiven Arguemtnen und synthetisch-deduktiven Argumenten... Denn analytische-deduktive Argumente sind imemr tautolog, aber eben "nur" diese...

    Ich habe es jedenfalls so verstanden, dass analytische "immer" deduktiv sind... Und zwar beide... Nur analytische dedkutive Schlüsse sind tautolog, aber nich synthetische deduktive Schlüsse.... Und induktionen stellen wir mal nocht zurück....

    Je ein Beispiel für beide Formen mag das verdeutlichen. Ein analytischer deduktiver Schluss wäre das Cogito-Argument von Descartes:

    Wer denkt, "ist".
    Ich denke.
    Also bin ich.

    Dieser Syllogismus ist eindeutig tautolog... Die Konklusion ist allein im Obersatz bereits enthalten.

    Anders ein synthetischer deduktiver Schluss. Ein klassisches Beispiel wäre das von Platon und Aristoteles:

    Alle Menschen sind sterblich.
    Sokrates ist ein Mensch.
    Also ist auch Sokrates sterblich.

    Hier setzt sich die Konklusion aus beiden Prämissen zusammen und ist daher nicht mehr analytisch, sondern synthetisch... Der Schluss ist dann aber nachweisbar voll gültig... Das ist eben der springende Punkt, den ich glaube, erkannt zu haben...

    Ich war übrigens gerade sehr froh, die Vorlesung von Dietmar Hübner noch einmal gesehen zu haben, denn es bestätig alles, was ich nur intuitiv in Erinnerung hatte... Wenn ich etwas Neues sehe, merke ich mir offensichtlich erstaunlich viele Details... Und: Endlich habe ich die Stelle wiedergefunden, an der das Wort "gut" nicht definierbar ist, nämlich bei Moore... Das beantwortet eine für mich gnaz wichtige und aktuelle Frage...Denn natürlich ist der Begirfff "gut" definierbar...

    Seht Euch einmal den Vortrag von Dietmar Hübner unbedignt einmal an... Tut es seinfach... Ihr werdet sehr viel Gewinn daraus ziehen...



    Ich frage mich gerade, wie es sich denn bei Induktionen verhält also bei Verallgemeinerungen... Offensichtlich hängt ihre Gültigkeit von der Frage ab, ob die Allgemeinsätze (Induktionen) a prior oder a posteriori sind... A-priori-Sätze gelten bekanntlich notwenig und allgemeingültig... Und dafür spielt es keinerleic Rolle, ob sie synthetisch oder analystisch sind. Sie gelten immer... Nur A-posteriori-Aussagen sind nicht verallgemeinerbar... Das kommt dann bekanntlich Popper mit seinem Falsifikationsprinzip ins Spiel...

    Also, das (neue) Gültigkeitskriterium für Deduktionen ist die Unterscheidung zwischen analytischen und synthetischen Obersätzen... Das Gültigkeitskriterum für Induktionen ist hingegen die Unterscheigung zwischen A-priori-Sätzen und A-posteriori-Sätzen... Und damit haben wir es eigentlich schon komplett... Jetzt können wir und die Lektüre von Wesley C. Salmon eignetlich schenken... Zumindest an dieser Stelle... Sagt was dazu... Ist das genehm so? Ist doch eigentlich ganz einfach, und eine fast kongeniale Erweiterung von Knat und Aristoteles zugleich, die auf diese Weise auch noch kompatibel werden...

    Die Einteilung bei Kant in korrekter Form:

    ......................................analytisch........................synthetisch

    a priori..................................X...................................X

    a posteriori..................................................................X

    Meiens Erachtesn sollte sich das Schema in genau dieser Form durchsetzen... Es ist die didaktisch günstigste Darstellung...

    Das ist, was ich unter "wahrer" Philosophie verstehe... Alles andere ist Mumpitz...


    hhmoeller schreibt zur Philosophie von Josef Mitterer:

    "Das folgende Argument belegt, daß Mitterer Objektsprache und Metasprache gleichsetzt:

    (1) Das Objekt ist Gegenstand der Objektsprache.1

    (2) Die Beschreibung des Objekts ist Gegenstand der Metasprache.2

    (3) Das Objekt ist identisch mit der Beschreibung des Objekts.3
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------
    (4) Der Gegenstand der Objektsprache ist identisch mit dem Gegenstand der Metasprache.

    Da Objekt- und Metasprache jeweils durch ihren Gegenstand definiert sind, folgt, wenn Mitterers These wahr ist:

    Die Objektsprache ist identisch mit der Metasprache.
    ----------------------------------------------------------------------------------------------------

    1. Definition von "Objektsprache".
    2. Definition von "Metasprache".
    3. Mitterers These.

    Und weiter:

    "Es wird nicht "einfach behauptet", sondern präzise und nachvollziehbar nachgewiesen, daß Mitterers These falsch ist. Die Unterscheidung zwischen Objekt- umd Metasprache wird erläutert in Salmon, Wesley C.: Logik - laut Klappentext ein "elementarer Kurs", also eine Einführung für Anfänger. Damit ist jeder Philosophie-Anfänger in der Lage, meine Behauptung nachzuvollziehen, und zu überprüfen, ob der von mir behauptete Fehler tatsächlich vorliegt. Damit ist auch klar, daß man Mitterer nicht unrecht tut, wenn man seine Fehlleistung als Anfängerfehler bezeichnet." (hhmoeller)

    Und weiter:

    Bei Salmon findet sich das folgende Beispiel für einen Use-Mention-Fehlschluß4:

    9/12 hat eine Neun im Zähler.
    3/4 = 9/12
    ---------------------------
    3/4 hat eine Neun im Zähler.

    Das wäre ohne die Unterscheidung von Objekt- und Metasprache ein gültiger Schluß.

    Und noch ein Beispiel:

    (1) "Preißn" ist bayerisch.
    (2) "Preißn" = Preußen
    ------------------------
    (3) Preußen ist bayerisch.

    Ich möchte noch einmal auf das Cogito-Argument zurückkommen... Offensichtlich handelt es sich um eine Tautologie, und des handelt sich deshalb um eine Tautologie, weil es ein anyltischer deduktiver Schluss ist, aber nciht, weil es überhaupt ein deduktiver Schluss ist.. Wäre es ein synthetischer deduktiver Schluss, wäre er gültig... Hier zunächst noch einmal das Cogito-Argument:

    Wer denkt, "ist".
    Ich denke.
    --------------------------
    Also bin ich.

    Der Syllogismus ist eindeutig analytisch, und daher tautolog...

    Und nur ein Beispiel für eien synthetisch-deduktiven Syllogismus:

    Alle Menschen sind sterblich.
    Sokrates ist ein Mensch.
    -----------------------------------------
    Also ist auch Sokrates sterblich.

    Der obige Syllogismus ist eindeutig synthetisch, denn die Konklusion steckt nicht allein im Obersatz, sondern ist aus beiden Prämissen "zusammengesetzt"...Und daher ist der obige Syllogismus auch gültig...

    Nachtrag:

    Oh mein Gott, allmählich dämmmert mir was: Was wäre, wenn das Cogito-Argument formal gültig ist, "obwohl" es tautolog ist... Verdammte Hacke...

    Literaturhinweise:

    - Wilhelm Kamlah, Paul Lorenz: Logische Propädeutik
    - Wesley C. Salmon: Logik
    - Holm Tetens: Philosophiscehs Argumentieren
    - Wolfgang Weimer: Logisches Argumentieren

    Ich bespreche den Text jetzt extern weiter und verlinke das Endergebnis dann als PDF-Datei... Bis dann..

    Gruß Joachim Stiller Münster

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