Die Weisheit des Ostens 1 - Die Philosophie des alten Indien

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  • Die Weisheit des Ostens 1 - Die Philosophie des alten Indien

    In diesem Blogbeitrag soll einmal des Kapitel "Die Philosophie des alten Indien" aus dem Werk ""Kleine Weltgeschichte der Philosophie" von Hans Joachim Störig wiedergegeben, besprochen und diskutiert werden... Das Kapitel beginnt mit folgendne einleitenden Worten:

    "Indien ist, geographisch betrachtet und ebens in geistiger Beziehung, eine ganze Welt für sich. Dieses riesige Land, vom ewigen Schnee des Himalaja im Norden bis zur tropischen Hitze der großen Stromebenen und des Südteils alle Klimazonen umfassend, mit einer Bevölkerung von über 900 Millionen Menschen, Heimat vieler Sprachen, Kulturen und Religionen, mit einer Geschichte von mindestens drei bs vier Jahrtausenden, ist nicht nur das Ursprungsland der ältesten uans bekannten Zeugnisse des philosophierenden Menschengeistes, sondern auch eine der ältesten Wiegen menschlicher Kultur - soweit die Altertumswissenschaft urteilen kann, deren Ausgrabungsergebnisse teilweis stets vom Zufall abhängen. Jedenfalls wird dei sogenannte Kultur von Mohenjo-Doro im Industal, deren Überreste in Gestalt mehrerer übereinandergelagerter Schcihten von Städten mit festen, mehrstöckigen Häusern, Geschäften und breiten Straßen der Spaten im Jahre 1924 erstmalig an Licht brachte, von Fachleuten auf das dritte oder vierte Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung angesetzt. Die gefundenen Haushaltsgegenstände, geschmolzene Gefäße, Waffen und Schmuckstücke sollen an Kunstfertigekti nicht nur denen des alten Ägypten und Babylon, sondern auch europäischen an die Seite zu stellen sein.
    Um die Mitte des zweiten vorchristlichen Jahrtausends, etwa um das Jahr 1600 v.Chr. - alle Festlegungen von Daten in der frühen Geschichte Indiens sind nur Schätzungen - begann von Norden her die allmähliche Eroberung Indiens durch das Volk, das sich selbst aryas, die Arier, nannte. Das Wort bedeutet nach manchen Erklärung ursprünglich "edel, so dass Arier "Edeleute" bedeuten worde. Nach anderen meint es "die zu den Treuen Gehörigen", das heißt die sich zur Religion der Arier Bekennenden; wieder andere leiten es ab von einem Wort für "pflügen", so dass Arier soviel wie Bauern hieße. Als die Sprachwissenschaft - um 1800 - die Verwandtschaft der ursprünglichen Sprache dieser Arier mit den europäischen Sprachen bemerkt hatte, erhielt die Sprachfamilie, welche das Indische, Persische, Griechische, Lateinische, Slawische, Germanische, Romanische, Keltische und Armenische umfasst, den Namen arische oder indogermanische Sprachen, und man leitete aus der sprachlichen Verwandtschaft die Annahme ab, dass die Inod-Arier mit den eben genannten Völkergruppen von einem indo-germanischen Urvolk abstammten, über dessen ursprüngliche Heimat sich ein langer wissenschaftlicher Streit entspann. In jüngster Zeit sit diese ganze Annahme bezweifelt worden; doch dass die genannten Sprachen auf eine - freilich nicht durch schriftliche Zeugnisse belegte - gemeinsame Muttersprache zurückgehen, gilt als sicher.
    Die Eroberung Indiesn durch die Arier vollzog sich in drei Etappen, von denen jede Jahrhunderte dauerte und die in einer gewissen Beziehung zu den drei Gebieten stehen, in welche Indien gemeinhin von der Geographie eingeteilt wird. In der ersten, etwa bis zum Jahre 1000 v. Chr. reichende Periode erstreckte sich ihr Siedlungsgebiet nur auf das sogenannte Pandschab (Fünfstromland) um den Indus im Nordwesten Indiens; in der zweiten, wiederum rund 500 Jahre währendn Periode wurde es, unter fortwährenden Kämpfen gegen die Ureinwohner und auch unter Kämpfen der arischen Stämme untereinander, nach Osten ausgedehnt auf das Gebiet um den Ganges, wohin sich nunmehr der Schwerpunkt verlagerte; in der dritten Periode, ungefähr von 500 v. Chr. ab, wurde der Südteil indiens, das Hochland von Dekhan, allmählich von den Ariern und ihrer Kultur durchdrungen, wenngleich sich hier bis heute vieles von der Kultur der Ureinwohner, der sogenannten Draviden, erhalten hat, insbesondere auch eine Gruppe dravidischer Sprachen.
    Das Denken der Indo-Arier allein bildet den Inhalt der altindischen Philosophie. Von der Geisteswelt der vor-arischen Völker ist kaum etwas bekannt." (Störig)

    Ich bespreche den Text jetzt extern weiter und verlinke das Endergebnis dann als PDF-Datei... Bis dann..

    Fernostasiatische Philosophie

    Hier einmal der bisherige Thread als PDF-Datei

    joachimstiller.de/download/philosophie_fernost.pdf

    Gruß Joachim Stiller Münster


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