Das sogenannte "Böse", Satan, Nietzsche und Aleister Crowley

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    DAS OKKULTE III - ALEISTER CROWLEY WAR KEIN SATANIST

    Wer interesse hat kann sich seine Studie mal anhören, ich glaube die Augen werden dadurch geöffnet und die Weltsicht ändert sich. Was Nietzsche angeht, es heisst das er Syphilis hatte, deshalb wurde er auch verrückt. Vielleicht spielt das auch unteranderem eine rolle was die Polemik angeht in sein Werk "Der Antichrist".
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    Aleister Crowley über Nächstenliebe (Conf.2, S.470) um 1923 e.v. :
    „Sie alle geben vor, Christen zu sein, gleichwohl hält man die Anweisung „Liebet eure Feinde“, die übrigens der erste Folgesatz des Gesetzes von Thelema ist, allgemein und allumfassend für gänzlich unakzeptabel. Ich selbst befinde mich in jeder vorstellbaren Art von Klemme, einfach weil ich darauf bestehe, dies auch in die Praxis umzusetzen.

    Ich weigere mich, meine Feinde für unversöhnlich zu halten: ich scheue keine Mühe, sie zu verstehen und zu lieben. Dadurch gelingt es mir unvermeidlich früher oder später, sie zu vernichten, das heißt sie in meine Vorstellung meiner Selbst zu inkorporieren. (Ich neige dazu, dies so auszudrücken, daß ich, wenn ich meinen Feind aus dem Hinterhalt heraus erschlagen habe, sein Herz und seine Leber roh verschlinge, um mich mit seinem Mut, seiner Energie und allen sonstigen guten Eigenschaften zu stärken, und dann werde ich sehr traurig, wenn man mich wie kürzlich als Kannibalen beschimpft. Bildhafte Metaphern sind nicht immer erwünscht.)

    Ich kann es der Öffentlichkeit nicht begreiflich machen, daß einen Menschen im gewöhnlichen Sinne des Wortes als seinen Feind zu behandeln, ihm auf jede mögliche Art zu schaden und ihn sonstwie auszuschalten einfach nur bedeutet, sich die eigene Nase aus Groll gegen das eigene Gesicht abzuschneiden. Es gibt nichts im Universum, daß nicht unzertrennbar eins mit jedem anderen Ding ist; und der größte Mensch ist er, der keinen Unterschied zwischen einem Ding und einem anderen Ding macht.“

    Aleister Crowley über Kapitalismus (Conf.2, S.457) um 1923 e.v. :
    „Dies war eines der Symptome der übelriechenden Krankheit, die in den Vereinigten Staaten wütet und bereits fast jedes Gewand der politischen religiösen und individuellen Freiheit zerfressen hat, die einmal die Essenz der ursprünglichen amerikanischen Idee gewesen ist. Mein Geist versank in die Kontemplation über die unheilbare Pestilenz, die droht, das ganze der Menschheit heimzusuchen, zumal sie jetzt als ein allgemeines Prinzip des Geldgeschäftes akzeptiert wird, das bestrebt ist, die Tyrannei international zu machen, alle Sitten von historischen Bedeutsamkeit und in der Tat alles zu unterdrücken, was der menschlichen Gesellschaft im Interesse der Schöpfung eines Marktes für genormte Erzeugnisse Ablenkung oder Vielfalt verschafft.

    Die moralische Rechtfertigung für diese Aktivitäten ist erbärmlich dünn, denn das Element, das zu unterdrücken am wichtigsten ist, ist die Ursprünglichkeit als solche, sogar wenn es um die Frage der reinen Handwerkskunst geht. Die Idee hinter dem Puritanertum ist die Rückführung der Masse der Menschheit auf ein Ausmaß von Sklaverei, über das die bösartigsten Tyrannen der Geschichte nicht einmal nachgedacht haben; denn das Ganze zielt darauf ab, die Hilflosigkeit des Arbeiters vollkommen zu machen, indem man seine Kapazität so gering wie möglich hält.

    Es darf ihm nicht länger erlaubt sein, ein handwerkliches Können auszuüben, das ihm vielleicht ein paar Stiefel einbringen könnte; er muß unfähig gemacht werden, irgend etwas anderes zu tun, als Jahr ein, Jahr aus irgendeinen unbedeutenden Handgriff in der Fabrik mechanisch zu wiederholen, so daß für niemanden, sobald der Schuh zu drücken beginnt, möglich sein wird, überhaupt Stiefel zu haben, es sei denn über den Weg der komplexen industriellen Verschwörung der Trusts.

    Diese Idee, bewußt oder unbewußt, liegt allen Versuchen zu Grunde, die „Zivilisation“ auszuweiten. Der Fortschritt dieser Pest ist überall auf der Welt nur zu gut zu sehen. Genormte Hotels und genormte Handelsgüter sind bis in die entlegensten Winkel vorgedrungen, und das wäre ökonomisch ohne den furchtbaren Druck der lokalen Konkurrenz unmöglich gewesen. Wenn wir also in den Zeitungen von der Entrüstung über die mohammedanische Moral lesen, können wir den Verdacht hegen, daß die amerikanischen Hutmacher keine Hoffnung sehen, ihren Überschuß abzubauen, solange der verruchte Orientale an seinem Turban oder Tarbush festhält.

    Die exzellente, bequeme und würdige Kleidung der entlegenen Völker von Japan bis nach Sizilien müssen den nichtswürdigen schlampigen Produkten der ausländischen Fabriken Platz machen, und für das Motiv sorgt man mit einer weltweiten Kapagne zugunsten des sozialen Snobismus. Die Leute werden davon überzeugt, daß sie gefälligst wie ein Jadgbaron oder Bankpräsident auszusehen haben. Solche Pläne hängen ganz offensichtlich von der Zerstörung aller Dinge ab, die zur Ursprünglichkeit, Selbstachtung, Liebe zur Schönheit oder der Ehrfurcht vor der Geschichte beitragen.“

    Lebe so, dass dein Glück so wenig wie möglich, von äußeren Dingen abhänging ist.
    (Epiktet)

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