Sokrates

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  • ..ist, wenn man so will, der Jesus der abendländischen Philosophie. Wobei es Sokrates um das Wahre ging. Jesus um das Gute. Hingerichtet hat man seltsamer Weise beide. Bliebe noch das Schöne übrig, für das sich noch ein Märtyrer finden muss. :)

    Das ist die eigentliche Trinität, die unser Dasein ausmacht.
    Es ist gut, ins philosophische Nichts zu springen. Besser ist es, wieder heil nach Hause zu kommen.

    Wenn du die Natur beherrschen willst, mein lieber Adson, musst du zuerst lernen ihr zu gehorchen. (aus Der Name der Rose)

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Comments 6

  • berlin_experience -

    Wie wäre es mit van Gogh?
    Spaß beiseite. Ich denke dieser schöne Beitrag ist gut und wahr. Die menschliche Essenz wurde getroffen, jodoch kann ich mit dem Begriff der Trinität hier nicht viel anfangen - nicht nur weil Jesus ein Teil der theologischen Trinität darstellt. Mein Problem mit dieser Bezeichnung liegt erstens in der Beziehung der Begriffe untereinander; was ist wahre Schönheit und ist diese gut? Zweitens spielt die Subjektivität innerhalb dieser Trinität eine zu unterschiedliche Rolle, als dass ich diese Begriffe zusammengefasst hervorheben würde.
    Wo ordnet man bspw. Begriffe wie das Richtige, das Mögliche oder das Gemeinschaftliche dazu ein? Ist wahr gleich wirklich und steigert man das Gute mit dem Besten? - Vielleicht assoziiere ich gerade zu stark, ich wollte dennoch meine Gedanken äußern :)

    • iselilja -

      Danke für Deine Anregung.. ich hatte das irgendwie auch schon ein wenig erwartet. Tatsächlich befinde ich mich momentan (eigentlich schon seit einigen Monaten) in einem Modus der Neuinterpretation primär religiös geprägter Begrifflichkeiten. Und ich komme immer mehr zu der Ansicht, dass vieles durchaus brauchbar ist und auch in unserem heutigen modernen Weltverständnis nicht unbedingt zu verwerfen ist. Das Ganze ist recht kompliziert und vielschichtig und insofern auch nicht in zwei drei Sätzen beschreibbar.

      Hinsichtlich der Einordnung, Zusammenfaßbarkeit und auch Priorisierung von Begrifflichkeiten könnte ich hier vielleicht auf einen Beitrag im Thread Weisheit verweisen: philosophie-raum.de/index.php/…?postID=782882#post782882

      Was ich dort anspreche, ist gewissermaßen schon der Blick von Nirgendwo auf die Dinge, die uns lenken - oder besser gesagt mit denen wir uns selbst lenken. Schaut man sich die frühen Polytheismen an, sehen wir, dass die "Götter" im Grunde nichts anderes symbolisieren als das, wofür wir auch heute keine wirklichen Begriffe finden - oder etwas konkreter: deren offensichtlichen Zusammenhang wir nicht rein rational beschreiben können.

      ps: die Trinität habe ich hier insofern nur analogisch gebraucht, um vom "Vater/heilger Geist/Sohn weg und hin zum Schönen/Wahren/Guten zu leiten.

  • Alltag -

    Die Werte der Götter und Geheimbünde ordnen sich den Fake-News zum Trotz seit dem Anthropozähn dem (mit)geteilten Wissen unter. :)

  • Alltag -

    Aber das darf doch nicht vergessen gehen, für die Schöne wurde doch zehnjahrelang der Krieg um Troja geführt.

    • iselilja -

      Ja wer weiß, der gr. Mythologie nach waren es Hera, Aphrodite und Athene die aus dem Schönen einen Zankapfel machten, vermutlich wer von den Dreien die Schönste sei. :) Irgendwo spielt da auch Helena eine Rolle bei. Die Griechen waren garnicht so dumm.

    • iselilja -

      Heute nennen wir es Werte, an denen wir uns orientieren. Im Mittelalter formte sich der Begriff Transzendentalien, und die alten Griechen nannten es noch Götter. Die Welt verändert sich und dennoch scheint es so, als würde der Mensch mit seinen Prinzipien immer noch der selbe wie vor tausenden Jahren sein.