Der Tod

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  • Sanduhr.jpg

    Er kommt heimlich, ganz still
    nimmt sich einen von uns und verschwindet.
    Zurück bleibt nur die leere Hülle und
    die Erinnerungen, die wir tief in uns tragen,
    vermutlich schon lange vergessen haben,
    aber in den Verlust des einen erinnern wir uns plötzlich
    an die schönen Momente, den prägenden Augenblicken
    und an die gemeinsame Zeit, an die guten und
    an die schlechten Momente des Lebens.
    Wir denken an das letzte Treffen,
    an die Worte die wir mit diesem Menschen
    gewechselt haben und wir trauern.
    Trauern über den verstorbenen,
    selbst dann, wenn wir diesen Menschen schon
    lange aus den Augen verloren haben.
    Die gemeinsame Zeit ist in unserem Bewusstsein
    sicher aufbewahrt und fließt in Tränen aus uns hinaus
    und das Leben selbst rückt ein Stück näher an uns heran.
    Die Welt scheint kurz innezuhalten
    und alles wird plötzlich langsam um uns herum
    und wir merken erst in Momenten wie diesen,
    wie kurz und unvorhersehbar das Leben ist.
    Nicht unendlich und letztendlich auch nicht Perfekt.
    Erst in den Zeiten der Trauer können wir uns
    aus den Routinen des Alltages entziehen
    und uns intensiv mit unseren Gefühlen beschäftigen,
    das Leben an sich fühlen und irgendwo auch schätzen.
    Bei der Geburt eines neuen Lebens erkennen wir erst das Wunder
    und mit dem Tod wird uns bewusst,
    wie Wertvoll dieses eigentlich ist.
    Also schätzen wir doch die Menschen
    und treten ihnen respektvoll entgegen
    und beenden jeden Tag als wäre es
    unsere letzte Möglichkeit.


    Leben wir nicht zum Sterben. Sterben wir, nachdem wir gelebt haben.



    Thiviya <3
    Wer sich nicht verliert.... kann sich auch nicht finden. ;)

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