Zentren und Mittelpunkte

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  • Im Mittelpunkt einer Gruppe zu stehen hat einen Nachteil, den man aber erst dann erkennt, wenn man selbst mal dort gestanden hat. Denn da der Mensch eine Vorder- und eine Rückseite hat, hat er dadurch auch immer die Hälfte der Gruppe im Rücken, egal zu welcher Seite er sich auch dreht.. was auch immer das für ihn bedeuten mag. Im schlimmsten Fall sieht man wohl seinen Brutus nicht mehr.

    Im Zentrum der Welt zu stehen scheint aber eine ganz andere Bedeutung zu haben. Am Rand der Welt will niemand sein, die Welt soll den Menschen ganz und gar umgeben - nach allen Seiten hin offen. Im Film Fightclub wurde das mal sehr schön beschrieben.. „Eigentlich war ich nicht todkrank… Ich hatte kein Krebs und keine Parasiten… Ich war das kleine, warme Zentrum, um das sich das Treiben dieser Welt drängte!“


    Die Welt ist womöglich nur ein Ausdruck unseres eigenen Zentrumseins (Egozentrikum) - Ausweglosigkeit, keine Möglichkeit mehr zu sehen oder gar den Tod vor Augen zuhaben ist für uns ein Graus. Wir brauchen offenbar als Mensch diese Freiheit der Entfaltung nach allen Seiten hin - und das geht nur, wenn man selbst Zentrum ist. Real-physikalsich betrachtet leben wir alle zwar im selben Universum und dennoch jeder in seiner eigenen Welt, die sich für jeden dadurch definiert, dass sie um einen herum ist.
    Es ist gut, ins philosophische Nichts zu springen. Besser ist es, wieder heil nach Hause zu kommen.

    Willst du einen Menschen wirklich lehren, musst du ihn zuvor erkennen.

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