Ungleichheit auf Augenhöhe

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Die Blume sagte zum Feuer "Deine Vorurteile gegenüber dem Wasser sind unbegründet. Es spendet Leben, wohin es auch trifft." "Das mag sein.." antwortete das Feuer "..doch mich tötet es, so wie ich Dich zu töten vermag."



    Ein paar Hintergrundgedanken dazu..

    wir reden oft und gern von Vorurteilen, wenn jemand sich der allgemeinen Auffassung mit seiner Meinung widersetzt. Doch im Grunde gibt es so etwas wie Vorurteile garnicht. Auch sie sind einer subjektiven Erfahrung entlehnt. Und das merkwürdige ist nun: versucht man sich von seinen sogenannten Vorurteilen zu befreien, weil man glaubt, dass man sie irgendwie überwinden müsse, scheitert man früher oder später im Versuch anders sein zu wollen als man ist.

    Kurz und gut: höre auf dein Inneres, nicht auf deinen Nachbarn, denn der kann nicht wissen was in dir vorgeht.
    Es ist gut, ins philosophische Nichts zu springen. Besser ist es, wieder heil nach Hause zu kommen.

    Willst du einen Menschen wirklich lehren, musst du ihn zuvor erkennen.

    132 mal gelesen

Kommentare 6

  • sarah.salome -

    Aber Vorurteile sind nicht immer subjektiven Erfahrungen entlehnt sondern stammen von beispielsweise Eltern, Medien usw.
    Ohne überhaupt direkt mit dem „Einstellungsobjekt“ konfrontiert worden zu sein hat man eine negativ wertende Einstellung ihm gegenüber. Nur weil jemand Ähnliches eine schlechte Erfahrung damit gemacht hat kann man ja nicht davon ausgehen, dass es einem auch so ergehen wird. Ausserdem sind Vorurteile ja selten einzelnen Personen vorbehalten sondern betreffen häufig ganze Gruppen und sind meistens aufgrund eines Einzelfalls innerhalb der Gruppe entstanden.
    Deshalb finde ich es ist falsch zu sagen, dass es Vorurteile eigentlich nicht gibt.

    Ich finde die Geschichte am Anfang aber schön, die Einstellung des Feuers zeigt auch, dass Vorurteile zutreffen können, aber nicht müssen.

    Natürlich sollte man nie seine eigenen Überzeugungen oder eben „Vorurteile“ nur durch äußere Einflüsse über den Haufen werfen, sie zu überprüfen und zu hinterfragen woher sie kommen, schadet aber auch nicht.

    • iselilja -

      Das mit den Medien stimmt schon, natürlich beeinflussen nicht nur persönliche Erfahrung unsere Einstellung zu den Dingen, aber diese lassen sich oftmals leicht wieder ablegen/korrigieren/verbessern. Was man aber selbst erfahren hat, das bestimmt einen mehr als man oftmals glaubt, darin erkennt man sich selbst. Das bestimmt gewissermaßen unsere Individualität.

    • sarah.salome -

      Ja das stimmt, leider fehlt aber zu vielen Leuten der Mut dazu, eigene Erfahrungen zu machen.
      Aber im Prinzip hast du Recht, was man selber erlebt hat mehr Einfluss auf unsere Einstellungen als beispielsweise Medien.

  • Ben-Jamin -

    Gut beobachtet! Eigene Gedanken dazu: Mit dem sogenannten "Vorurteil" bekennt der Urteilende seine auf Erinnerung basierende Zuversicht, welche ihm erlaubt jemandem gegenüber eine Wertung zu signalisieren. Die Sendung dieses Signals bedarf nämlich der Zuversicht, und zwar aufgrund der ihm innewohnenden Brisanz. Eine Wertung nämlich ist apophatischer (absagender) Natur, welche das Weiß nach dem Schwarz bestimmt, während der Vergleich keines "Schwarzes" bedarf, um ein Nebeneinander von Unterschieden zu gewährleisten. Insofern haftet der Wertung das erhöhte Risiko an, eine Beleidigung hervorzurufen, indem ja im Fokus jeweils das steht, was abgelehnt wird. Es muss sich also jemand durch das prinzipielle (!) Signal der Ablehnung höchstselbst abgelehnt fühlen, was stets nur bei demjenigen möglich ist, der selbst mit dem "Schwarz" identifiziert ist. Wer also ein Vorurteil verwirft (also eine Wertung selbst bewertet) der offenbart, dass er nicht im Fokus stehen möchte (und damit rückt er sich in den Fokus).

    • iselilja -

      Nur eine kurze Antwort von mir, weil ich den Blog eigentlich nicht als Diskussionsraum nutzen möchte, aber deinen Kommentar auch nicht unbeantwortet lassen will.
      Ja das soziologische und damit auch immer von Moral unterminierte Feld "arbeitet" oft mit Signalen, die ganz unterschiedlichen Typen unterliegen können. Wenn man so will ein permanentes Sondieren der Gegensätze und Ähnlichkeiten.. allein um am Ende zu wissen, wer zu wem gehört. Gruppendynamik wie ich zu sagen pflege.

    • Ben-Jamin -

      Verzeihung, ich hatte zu spät gesehen, dass es ein Blog ist. Jedenfalls danke für die treffende Antwort.