[Sozialphilosophie] Aristoteles

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  • Störig: Aristoteles
    1. Das Leben des Aristoteles


    Ich lasse nun zuerst einen Auszug aus dem Aristoteles-Kapitel aus dem Werk „Kleine Weltgeschichte der Philosophie“ von Hans Joachim Störig folgen.

    „Platons größter Schüler und Gegenspieler entstammte einer Familie von Ärzten. Er wurde 384 v. Chr. in Stageira in Thrakien, im Norden des heutigen Griechenland, geboren. In jungen Jahren kam er nach Athen und war 20 Jahre lang Schüler der Platonischen Akademie, Zwischen dem damals schon in den Sechzigern stehenden Platon und seinem mehr al 40 Jahre jüngeren genialen Schüler scheinen sich, wie beim Aufeinanderprallen zweier Genies zu erwarten, gewisse Gegensätze schon damals gezeigt zu haben.Nach Platons Tod lebte Aristoteles eine Zeitlang in Kleinasien am Hofe eines früheren Mitschülers, der es dort inzwischen zum Diktator gebracht hatte, und heiratete dessen Adoptivtochter. Philipp, König von Makedonien, der Griechenland mit Gewalt einigte, berief ihn dann an seinen Hof, um die Erziehung seines Sohnes Alexander zu übernehmen, der nachmals der Große genannt wurde.Nach dem Regierungsantritt Alexanders kehrte Aristoteles nach Athen zurück und eröffnete hier seine eigene Schule, Lykeion (Lyzeum) genannt. In Athen entfaltete er eine ausgedehnte Forschungs- und Lehrtätigkeit. Wahrscheinlich standen ihm dafür außer seinem eigenen Vermögen reiche Mittel zu Gebote, die er von Alexander erhielt. Aristoteles legte sich eine große Privatbibliothek an, dazu eine naturwissenschaftliche Sammlung mit Pflanzen und Tieren aus der ganzen damals bekannten Welt. Alexander soll seine Gärtner, Jäger und Fischer angewiesen haben, Exemplare aller vorkommenden Pflanzen - und Tierarten an Aristoteles zu senden. Zu Vergleichszwecken ließ Aristoteles auch alle bekannten Staatsverfassungen sammeln, insgesamt 158.Gegen Ende der zwölf Jahre, die Aristoteles seiner Schule vorstand, geriet er in politische Bedrängnis dadurch, dass auf der einen Seite sich sein Verhältnis zu Alexander trübte, er aber andererseits in Athen als Freund Alexanders und der mazedonischen Politik, die Athen seiner Freiheit beraubt hatte, heftig angefeindet wurde. Nach dem frühen Tod Alexanders entlud sich in plötzlichem Ausbruch der Hass gegen die "mazedonische Partei" in Athen. Aristoteles wurde, wie Sokrates, der Gottlosigkeit angeklagt, entzog sich aber dem drohenden Todesurteil durch die Flucht, um, wie er sagte, den Athenern nicht zum zweiten Male Gelegenheit zu geben, sich gegen die Philosophie zu versündigen. Im darauffolgenden Jahre, 322 v. Chr., starb er vereinsamt im Exil. Es ist nichts Neues, dass ein Staat seine besten Köpfe in die Verbannung treibt." (Störig)

    Und hier der Wiki-Artikel zu Aristoteles:

    de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles

    Und hier die vollstänidgen Materialien zu Aristoteles als PDF-Datei:

    joachimstiller.de/download/soz…enschaft_aristoteles2.pdf

    Gruß Joachim Stiller Münster

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