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Byung-Chul Han, Die Austreibung des Anderen, 2016

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    Aus dem Büchlein Die Austreibung des Anderen — Gesellschaft, Wahrnehmung und Kommunikation heute (2016) von Byung-Chul Han möchte ich einige Lesefrüchte anbieten.

    S. 7: "Die Negativität des Anderen weicht heute der Positivität des Gleichen. Die Wucherung des Gleichen macht die pathologischen Veränderungen aus, die den Sozialkörper befallen."
    S. 8: "Die Gewalt des Gleichen ist aufgrund ihrer Positivität unsichtbar."
    S. 9: "Das Selbe [...] tritt immer gepaart mit dem Anderen auf. Dem Gleichen fehlt dagegen der dialektische Gegenpart, der es begrenzen und formen würde. So wuchert es zur formlosen Masse."
    S. 9: "Soziale Medien stellen eine absolute Schwundstufe des Sozialen dar."
    S. 11: "Das Denken hat Zugang zum ganz Anderen. Es kann das Gleiche unterbrechen. [...] Auch die Erkenntnis im empathischen Sinne ist verwandelnd. Sie bringt einen neuen Bewusstseinszustand hervor. Ihre Struktur gleicht der einer Erlösung. Diese leistet mehr als die Lösung eines Problems. Sie versetzt den…
  • Neu

    Das Büchlein von Harry Frankfurt (Ungleichheit – Warum wir nicht alle gleich viel haben müssen, 2016) eignet sich, um seine Argumentation durch einige ausgewählte Textpassagen knapp zu umreißen.

    S. 8-9: "[E]s [ist] irregeleitet, sich dem ökonomischen Egalitarismus als authentischem moralischem Ideal zu verschreiben."

    S. 16: "Ökonomischer Egalitarismus, wie ich ihn verstehe, ist die Lehre, dass jeder über dieselbe Höhe an Einkommen und Vermögen (kurz gesagt, 'Geld') verfügen soll."
    S. 17: "Aus moralischer Perspektive ist es nicht wichtig, dass jeder dasselbe hat. Was moralisch zählt, ist, das jeder genughat."
    S. 21: "Die moralische Bedeutung der ökonomischen Gleichheit zu übertreiben, ist mit anderen Worten deshalb schädlich, weil es entfremdet" (von der jeweils "eigenen individuellen Wirklichkeit").
    S. 23: "Auf diese Weise trägt das Prinzip der Gleichheit zur moralischen Orientierungslosigkeit und Seichtigkeit unserer Zeit bei."

    S. 42-43: "Nehmen wir einmal an, dass von einer…